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Nachlese zum 6. C2CC20

Für diesen Post herzlichen Dank an Monika, die mir netterweise erlaubt hat, ihren Bericht vom diesjährigen Cradle2Cradle-Kongress als Gastbeitrag zu veröffentlichen – komme aktuell leider selber nicht zum entsprechenden Schreiben (stattdessen eine repräsentative Auswahl von Twitterposts zum Thema (#C2CC20)
Habe auch selber den Bericht übrigens mit starkem Interesse gelesen, weil er mir Einblicke erlaubt hat in Sessions, die ich mich selber angesichts des breiten und vielfältigen (und halt leider auch teilweise zeitgleichen) Programmes wieder nur schwer entscheiden konnte – und halt nicht alles besuchen konnte… 😉

An manchen Stellen habe ich mir leichte Änderungen bzw. Ergänzungen erlaubt und diese dann entsprechend [gekennzeichnet…]
Aus Zeitgründen werde ich den Text zudem erstmal als solchen posten und bei nächster Gelegenheit illustrierende Links und auch Fotos ergänzen – also gerne nach einem 1. (frühen) Lesen später nochmal rein schauen..;-) und bis dahin leider erstmal mit den Bildern in den Tweets vor lieb nehmen…;-) Danke für Euer Verständnis!

Wünsche eine spannende Lektüre und noch einen schönen Sonntagabend,
lg, Carla (aka LaKunaBi]

Nachlese zum 6. Cradle2Cradle-Kongress 2020
Autorin: Monika / Fotos: Carla

Erstmals in Berlin in der Urania fand der diesjährige Cradle2Cradle-Kongress vom 31.1.-1.2.2020 statt [und war wieder sehr gut besucht – nach dem Wechsel von Lüneburg nach Berlin diesmal auch mit der Teilnahme vieler TeilnehmerInnen aus der Politik.]

Was ist Cradle2Cradle? Es ist ein grundlegend anderer, umfassender Ansatz Produkte zu entwickeln und herzustellen und mit den dafür erforderlichen Ressourcen umzugehen, die wir bisher oft räuberisch und konfliktträchtig unserem schönen Heimatplaneten, die Erde, abgerungen haben.
Cradle2Cradle lässt sich dabei von der Natur inspirieren. In der Natur gibt es keinen Müll. Dafür kooperieren viele Mitspieler/innen miteinander in einer riesigen „Schenkökonomie“. Der Beitrag des Einen ist Nährstoff für Andere. In komplex ineinander greifenden Kreisläufen hat sich das Leben auf der Erde ausgebreitet. Das Leben ist schon durch mehrere Massenaussterbewellen gegangen, hat sich den neuen Bedingungen angepasst, und bisher hat es sich nie unterkriegen lassen.

Cradle2Cradle bedeutet von der Wiege zur Wiege (statt von der Wiege zur Bahre) und lässt sich von der Intelligenz der Natur inspirieren. Wir Menschen können unsere Schöpferkraft nutzen, und Lösungen schaffen, die diese Welt lebendiger und schöner statt dreckiger und ärmer machen. Dabei werden Abfälle als Nährstoffe für neue Produkte gedacht. Das kann nur dann klappen, wenn die Abfälle aus gesunden, unbedenklichen Materialien bestehen.

Wenn wir Produkte aus unbedenklichen, gesundheitsförderlichen Komponenten herstellen, dann können diese Komponenten am Lebensende des Produkts, als Nährstoffe wieder genutzt werden, um Neues daraus aufzubauen. Ohne Raubbau an der Natur. Ohne Kriege. Mit der menschlichen Intelligenz. Soweit die Grundidee.

[Teile des C2C-Kongresses sind online auf youtube zu finden., u.a. (min 3-24) die Eröffnung des C2C-Kongresses durch Nora Sophie Griefahn und Tim Janßen, die geschäftsführenden Vorstände der C2C NGO.] […]

[ SPECIAL TRACK FOOD:
Landwirtschaft, Böden & Carbon Management
Packaging & Supply Chain

weitere Themen: Bau und Architektur, Printing, Digitaliserung und Textil]

Auf dem Kongress standen Cradle2Cradle-Lösungen aus den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung, Verpackungen, Kleidung und Gebäude besonders im Fokus.
Hier eine kleine Kostprobe: So baut die IFCO International Food Container Organisation Mehrwegbehälter, die reparierbar sind. Das Material aus alten Behältern kann zu 100% für neue Behälter genutzt werden. Super!

C&A, werteorientiertes Familienunternehmen, möchte Mode nachhaltig machen. Mit dem neuen Label Fashion for good haben sie nun T-Shirts, Hosen und andere Kleidungsstücke im Markt, die dem Cradle-2-Cradle-Massstab entsprechen. Die Stoffe, Garne und Knöpfe sind zu 100% wiederverwertbar. Alte Kleidung kann im Laden zurückgegeben werden. Integrierte QR-Codes helfen die Materialien des Kleidungsstücks zu identifizieren, so dass diese aufgearbeitet und wieder in neue Kleidung verwandelt werden können. Geschlossene Materialkreisläufe. Kein kontaminiertes Wasser in der Produktion. Weniger Energieverbrauch und dieser aus erneuerbaren Quellen. Soziale Standards gewahrt. Tolle Leistung! 4 Millionen Kleidungsstücke wurden bisher verkauft. Viele Verbraucher/innen wissen nicht mal, wie toll das T-Shirt eigentlich ist, das sie dort für 7 € mit nach Hause nehmen.

Hier in den Worten von Fashion for good: Good fashion is not fashion that simply looks good or is mostly good. It is good in five important ways:
Good Materials  –  safe, healthy and designed for reuse and recycling
Good Economy  – growing, circular, shared and benefiting everyone
Good Energy  – renewable and clean
Good Water  – clean and available to all
Good Lives  – living and working conditions that are just, safe and dignified
“The Five Goods represent an aspirational framework we can all use to work towards a world in which we do not simply take, make, waste, but rather take, make, renew, restore.”

– William McDonough, Co-founder Fashion for Good

Gute Beispiele geben. Zeigen, dass es geht. Und damit zur Nachahmung anregen. Das ist die Idee.

Gesunde Kleidung kann aus natürlichen Materialien, wie Baumwolle, gefertigt, werden. Aber auch aus fossilen Rohstoffen geschaffene Materialien wie Nylon eignen sich hervorragend, da Nylon beliebig oft erhitzt und zu neuem Garn verarbeitet werden kann und so beliebig oft im technischen Kreislauf cyclieren kann, ohne dass neues Erdöl dafür gefördert und importiert werden muss.

Das Unternehmen SEKEM hat sein Projekt „Greening the desert“ in Ägypten vorgestellt. Wie kann man eine degenerierte Landschaft wieder fruchtbar machen? Hier wird ausprobiert. Die Landschaft im Nahen Osten, Mesopotamien, Ägypten,…, Wiege unserer Zivilisation. Vor 5.000 Jahren fruchtbare Landschaften, heute überwiegen Trockenheit und Wüsten. Der Verdacht liegt nahe, dass auch schon damals Raubbau betrieben wurde,Wasserkreisläufe gestört und die ökologischen Leitplanken nicht bedacht wurden. Können wir beitragen, diese Prozesse rückgängig zu machen? Durch Kompost, dem schwarzen Gold, wieder viele Mikroorganismen ansiedeln und die Feuchtigkeit zurückholen – das ist der ambitionierte Plan von SEKEM. Unterstützer/innen und Besucher/innen sind willkommen!


Auch im Technologiebereich gibt es gute Beispiele. Eines davon ist das Remanufacturing beim Automobilzulieferer ZF. Dieser arbeitet an seinem Standort in Bielefeld Kupplungen aus alten LKWs wieder auf, so dass sie in neuen LKW erneut zum Einsatz kommen. Kunden, wie Scania, liefern die Altteile an ZF zurück, so dass diese wiederverwendet werden können. Das ist viel besser als Recycling, da das Material wie es ist gereinigt, umgearbeitet und auf den neuesten Stand gebracht wird. Dadurch entfallen hohe Energie- und Herstellungskosten, wie es ein Recycling mit Zerkleinern, Schmelzen und Gießen erfordern würde.

[…]

Prof. Michael Braungart, Begründer der Cradle2Cradle und selbst Chemiker und Verfahrenstechniker, erklärte mir, dass in einem einzigen Auto heutzutage rund 20 verschiedene Sorten Stahl in unterschiedlichen Legierungen enthalten sind, welche neben Eisen verschiedene Anteile anderer Bestandteile enthalten. Ebenso gibt es ganz verschiedene Kunststoffe, die in einem Fahrzeug zum Einsatz kommen. Dies macht es schwierig, diese Materialien wieder vollständig aus einem schrottreifen Auto zu extrahieren und erneut zu verwenden. Zum Beispiel kann Autostahl durch diese Materialvielfalt heutzutage nicht erneut zum Autobau eingesetzt werden. Autostahl wird downgecycelt zu Baustahl.
Für neue Autos braucht man damit neues Eisen und andere Metalle, die neu gewonnen werden müssen. Sprich weiterer Raubbau an der Umwelt und möglicher Stress im Kampf um die Rohstoffe. Das ginge auch anders. Würde immer derselbe Stahl zum Einsatz kommen, so könnte dieser sortenrein erneut gekocht werden und wäre immerwieder für den Bau von Autos einsetzbar. Das wäre ein Riesen-Friedensprojekt.

Für einen umsichtigen Umgang mit den verbliebenen Rohstoffen schlägt Michael zudem ganz neue Geschäftsmodelle vor. Chile zum Beispiel könnte sein Kupfer zur Nutzung verleihen statt es zu verkaufen. Solange das Kupfer im Kupferkabel steckt, bekommen die Einwohner Chiles eine Leihgebühr. Wenn das Kabel kaputt geht, muss der Entleiher das Kupfer wieder verfügbar machen. Es kann dann für neue Anwendungen weiter verliehen werden. Die Potentiale der Digitalisierung ermöglichen es, den Weg des Kupfers durch den Kreislauf zu verfolgen.

Leihen statt kaufen. Besitzen statt Eigentum. Das ist die Weltanschauung einer neuen Kultur, die sich gerade entwickelt. Und die wir so dringend brauchen für eine Welt der Freiheit und Möglichkeiten, in der wir in Fülle leben können. Wenn wir Autos, Smartphones und Waschmaschinen nicht mehr kaufen, sondern zur Nutzung von den Herstellern entleihen, dann haben die Hersteller ein Interesse, dass diese Produkte möglichst lange halten und dass sie immer wieder repariert werden können, weil das dann für sie rentabler wird. Geplante Obsoleszenz, also die bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Produktes, wäre in einer Welt, die nach diesen neuen Spielregeln spielt, Vergangenheit.


Um Cradle2Cradle und eine lebensfreundliche Welt, die unsere Lebensgrundlagen erhält und unser Leben gesünder macht, zu ermöglichen, müssen die Spielregeln geändert werden, sonst können sich diese neuen Ansätze nicht durchsetzen. Aktuell ist es leider häufig immer noch billiger Produkte aus ungesunden Materialien auf den Markt zu bringen und bei Defekt wegzuschmeißen und (Sonder-)Müll zu produzieren und aus neuen Ressourcen mit hohem Energieeinsatz neue herzustellen. Obwohl doch klar ist, dass es viel sinnvoller ist, ein Produkt von vornherein so zu designen, dass es möglichst lange hält, repariert werden kann und alle seine Komponenten am Lebensende als wertvolle „Nährstoffe“ erneut zum Einsatz kommen.

Es ist der Job der Politiker/innen die Spielregeln vorzugeben und durch Gesetze und Vorgaben das zu fördern, was sinnvoll ist und im Einklang mit den sustainable development goals, den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN, steht. Und so waren zum C2C-Kongress auch Politiker/innen aus dem EU-Parlament, dem Bundestag und Staatssekretärinnen aus den Ministerien geladen.

Der Umweltminsterin Svenja Schulze wurde mit auf den Weg gegeben, dass ein positiver Fußabdruck für 2050 eine viel ermutigendere Vision darstellt als CO2-Neutralität erreichen zu wollen. Statt den Fokus darauf zu legen, weniger schlecht zu sein, kommt es darauf an für einen echten Shift einzutreten, in dem wir Menschen gesunde und lebensfreundliche Lösungen schaffen.

Ein ermutigender Wind of Change schwappte aus der EU rüber. Wir hörten von einem progressiven Umweltausschuss auf EU-Ebene, der auch mit gesundem Menschenverstand, die sozial-ökologische Transformation voranbringt. Ich lernte das Bild der Wassermelone für den Green Deal kennen:
Außen grün und innen saftig rot. Am besten ohne braune Kerne. Ich hörte vom Recht auf Reparatur und auf Energieeffizienz. Davon geplante Obsoleszenz zu verbieten. Von europaweiten Produkt-Informationssystemen für Verbraucher/innen. Von einem einheitlichen Ladekabel in Europa. Für die

Etablierung einer Kreislaufwirtschaft für Handys und Notebooks. Für Regeln zu transparenten Lieferketten.

Leider hakt es gerade noch bei der Landwirtschaft. Die ist derzeit noch vom Green Deal ausgenommen. Frau Elisabeth Winkelmeier-Becker, Bundestagsabgeordnete der CDU und parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, machte deutlich, dass die Kreislaufwirtschaft mit neuen Geschäftsmodellen auch im Wirtschaftsministerium angekommen ist.
Umwelt und Gesundheit sind die Bereiche, in denen Europas Wirtschaft führend ist, weiter wachsen und ihren Beitrag leisten kann.

Wie kann mit Marktmechanismen, welche die Menschen in ihre Eigenverantwortung nehmen, die sozial-ökologische Transformation vorangebracht werden?
Auf jeden Fall werden die Aktiven bei Cradle-2-Cradle diesen Transformations-Prozess aktiv begleiten.

Der Kongress endete mit einem Netzwerk-Dinner mit einer Vielzahl von [köstlichen] vegan-vegetarischen Speisen und einer Aftershow-Party.

Wer mehr zur Cradle2Cradle-NGO wissen möchte und diese sogar durch Aktives Mittun oder auch als Förderer/in unterstützen möchte, kann sich hier informieren.
[…]

[Die Berliner Regionalgruppe trifft sich übrigens aktuell abwechselnd Dienstags und Mittwochs (Details siehe u.a. im Lakunabi-Kalender) im c2c Lab – einem nach c2c-Prinzipien umgebauten Plattenbau im Prenzlauer Berg, wo in der Praxis ausprobiert wurde , was das für die Bauprozesse und Handwerker bedeutet, nämlich z.B. nicht mehr Fenster mit Bauschaum “ ein zu kleben“, was eine spätere Wiederverwendung unmöglich machen würde.

Einen kleinen Einblick kann man u.a. im Veranstaltungsvideo ab min 17:08 sehen]

Und hier noch einige Links:

Welche Produkte sind als Cradle2Cradle zertifiziert? https://c2ccertified.org/products/registry

C2C-Shop in Dänemark (liefert zur Zeit auch nach DE): https://c2cshop.dk/

Demnächst C2C-Shop in DE (aktuell noch nicht verfügbar): http://cradlelution.de/

C2C meets Club of Rome: https://c2c-ev.de/wachstum-und-umwelt/

Grüne Woche diesmal unter anderen Zeichen?

Manche von Euch haben ja eventuell schon meinen Hinweis auf die diesjährige Grüne Woche in meinem LaKunaBi-Kalender entdeckt…;-)

Auch dieses Jahr war ich bereits mehrfach vor Ort, um mir ein eigenes Bild zu machen und durfte dabei auch einiges Spannendes und hoffnungsfroh Stimmendes entdecken.
Zu den weiterhin kritischen Aspekten möchte ich dann ggf. in einem späteren Blogbeitrag noch mal kommen – Ihr als potentielle Besucher der IGW (und anderer Großveranstaltungen…) könnt aber auch selber schon positiv Einfluss nehmen z.B. auf die Abfallflut durch Probierbecher und -gefäße , indem Ihr wie ich einen Mehrwegbecher und – besteck (und ggf auch eine Tupperdose) mit nehmt und auch dort konsequent nutzt – meiner Erfahrung nach inspiriert das nämlich auch andere BesucherInnen…;-)
Auch bei den zahlreichen Giveaways schaue ich jeweils kritisch hin, ob ich sie wirklich haben möchte – so checke ich Baumwollbeutel z.B. erstmal , ob sie Gots- oder ähnlich zertifiziert sind – was anderes kommt mir nicht mehr ins Haus…;-) – ähnlich wie z.B. plastikverpackte Gummibärchen etc…)
Dabei entstehen übrigens mit den AusstellerInnen und anderen BesucherInnen auch immer wieder sehr nette und anregende Gespräche… kann ich also nur jeden dazu ermutigen…:-)
Und auch konstruktiv-kritisches NAchschauen + Nachfragen, auf was für Papier die Broschüren gedruckt wurden, helfen…. (optimal wäre Recyclingpapier mit blauem Engel – das FSC-Siegel ist leider nicht immer das Gelb vom Ei…) Und ich plädiere auch immer wieder dafür, dass dieses als Info dann auch leicht in dem Druckwerk zu finden ist…
Auf die Schnelle – denn gleich will ich weiter dort recherchieren – schon mal der Hinweis auf eine der diversen, vom Veranstalter angeregten Touren:

Die Klima-Tour
Dauer: ein Messetag
Hallen: 1.2b, 3.2, 9, 23a, 27
Empfohlener Eingang: Eingang Süd
Ticketempfehlung: Tagesticket

Wie klappt prima Klima?
Kaum ein Thema wird heute so stark diskutiert wie die Herausforderungen durch den Klimawandel. Das zeigt sich auf der Grünen Woche 2020 als Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau in einem umfassenden Informationsangebot. Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und umweltfreundliche Verfahren sind nur einige der wichtigen Trendthemen.

Hier schon mal ein kleiner Ausschnitt aus „So schmeckt Zukunft“ (Halle 3.2.)

Unter dem Motto #klimapraktiker erfahren Sie auf dem ErlebnisBauernhof (3.2), welche Lösungsansätze die Landwirtschaft zum Klimaschutz entwickelt. Hier werden Feldroboter und Traktoren mit klimafreundlichen Kraftstoffen gezeigt. Besuchen Sie die Diskussionsveranstaltungen und Live-Vorführungen zu den Themen Tierwohl, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Wie schmeckt die Zukunft?“ präsentiert die deutsche Lebensmittelwirtschaft, wie „Klimaschutz auf dem Teller“ funktioniert und welche innovativen Konzepte verfolgt werden, um der Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt gerecht zu werden.“

Beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (23a) stehen die Verbraucher und deren Einflussmöglichkeiten im Fokus: Vom nachhaltigen Einkauf im Supermarkt über die Gestaltung eines insekten-freundlichen Gartens bis zur Verwertung von Lebensmitteln erhalten Sie nützliche Tipps, wie Sie einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Erstmals auf der Grünen Woche ist die Bewegung Fridays for Future mit einem Stand in Halle 22a vertreten.

Die neue Halle 27 macht Lust aufs Land: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) informiert zum Thema Bioökonomie: Finden Sie heraus, was Wissenschaft und Forschung tun, um Rohstoffe und Produkte in Zukunft nachhaltiger zu erzeugen, zu verarbeiten und zu nutzen. Wie Sie modern leben und sorgsam mit der Natur und seinen Ressourcen umgehen, können Sie bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) lernen. Wer selbst aktiv werden will, kann beim Deutschen Forstwirtschaftsrat einen Wald errudern.

Wie groß Ihr CO2-Fußabdruck ist, erfahren Sie beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in Halle 1.2b. Außerdem lernen Sie hier, wie Sie zum Bienen- und Insektenschutz beitragen können.
Beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Halle 1.2b) reisen Sie im Klimabubble virtuell nach Madagaskar und erleben anschaulich die Auswirkungen des Klimawandels.
Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) in Halle 9 beschäftigt sich unter dem Motto „Klima2go“ mit den Zukunftsfragen des Gartenbaus. Sie erfahren, warum Torfeinsatz klimaschädlich ist, was Sie für die Pflanzengesundheit tun können oder wie Sie die Stadt grüner gestalten. Berlins Kleingärtner werden zu „ehrenamtlichen Herstellern“ von kühler Frischluft und Klimatrassen und zeigen, welche wesentliche Bedeutung Kleingärten für eine lebenswerte Stadt und das Klima haben und welche Forderungen sie an eine integrative Stadtentwicklung der Zukunft stellen. „

Am Ende dieser sportlichen Aktivität in Halle 27 hatte ich dann 3 Bäume für den Berliner Stadtwald errudert…:-)

In Halle 27 findet Ihr übrigens auch spannenden Stände z.B. über die Situation in der Lausitz und was nach der Braunkohle dort kommen könnte, sowie einen Ausblick darauf, welches Thema dieses Jahr auf dem Wissenschaftsschiff unterwegs sein wird.

Die Menschen unter Euch, die gerne mit Holz arbeiten, z.B. mit Kindern, könnten garantiert auch an einem der dortigen Gartenscheren-Ppräsentationsstände wieder viele kleine Holzaststückchen retten – einfach dort nachfragen… und notfalls ansonsten später mal bei mir – gerne dann in Tausch gegen etwas von dieser Seite…;-)

Alle praktischen Infos für den Besuch findet Ihr hier. Am heutigen Freitag ist die Messe übrigens bis 20 Uhr geöffnet – ansonsten noch bis einschließlich Sonntag jeweils bis 18 Uhr.

Wünsche Euch viel Spaß dort – und Mut zu konstruktiv-kritischen Fragen – denn sie bewegen mehr als Ihr wohlmöglich wagt zu hoffen …:-)

lg, Carla (aka LaKunaBi)

Werde diesen Blogbeitrag übrigens in den nächsten Tagen jeweils noch ergänzen – also gerne öfters reinschauen…;-)

LaKunabi’s TV- bzw. Mediathek…;-) Tipp: Auch in der , anlässlich des 10 jährigen Jubiläums von nano , gesendeten Reportage „Öko-Chancen unter der Lupe“ gibt es spannende Einblicke in mitwelt- und tierfreundlichere Formen der Landwirtschaft (ab 8:51min)

Hörens- und …..lesenswert!

„Erst nachdenken – dann digitalisieren!“ Der digitale Wandel in der Wirtschaft bringt Chancen für die Gesellschaft: Mit intelligenten Stromzählern lässt sich zum Beispiel der Energieverbrauch senken, digital vernetzte Verkehrsleitsysteme können den öffentlichen Nahverkehr verbessern. Akteure dieses wirtschaftlichen Wandels versprechen, damit – quasi en passant – die Welt zu retten, weil Ressourcen und Umwelt geschont werden. Über Chancen und Risiken der Digitalisierung spricht Gerd Dehnel mit Tilman Santarius. Der Professor von der TU Berlin hat darüber das Buch „Smarte grüne Welt?“ geschrieben.“(Inforadio – Vis à vis) – unbedingt anhören!