Kunst (und Aktivismus)

work in progress – sprich, auch hier ändert sich öfter mal was – also gerne immer mal wieder vorbei schauen…ab und zu schicke ich auch mal Aktualisierungen über meinen Blog – also gerne auch diesen abonnieren…;-)

AKTUELLES

Kunstbiennale Venedig „Mögest Du in interessanten Zeiten leben..“: Goldener Löwe für drei litauische KünsterlerInnen für ihre Opernperformance rund um die Auswirkungen des Reisens auf Klima und Artenvielfalt
und weitere Arbeiten zum Thema. (nano vom 13.5.19 auf 3sat, ab min 22:00)

(KUNST)AUSSTELLUNGEN

(Kunst)Ausstellungen, (Film) Festivals + Mehrtagesveranstaltungen (Kalender)

Group Global 3000  Statement : „Wir arbeiten als Künstlergruppe Group Global 3000 seit 2012 für Kunst und Nachhaltigkeit. In unserem künstlerischen Diskurs behandeln wir ökologische Themen verbunden mit sozialen und / oder wirtschaftlichen. Unsere Werke sind Teil einer neuen Kunst-Sprache, der die Nachhaltigkeit immanent ist. So bringt GG3 die Nachhaltigkeit als gesellschaftlich relevanten und die Welt verändernden Prozess voran.“ weiterlesen
einzelne GG3000 – Ausstellungsthemen und die dazu passenden Lösungsansätze

 

KUNST UND AKTIVISMUS
Kreative Umwelt – Ein Handbuch für Kunst- und Nachhaltigkeits-Initiativen in Berlin

Creative Environment – A guide to art and sustainability initiatives in Berlin 1st Edition, (September 2017)

„The Beehive Design collective  is a wildly motivated, all-volunteer, activist arts collective dedicated to “cross-pollinating the grassroots” by creating collaborative, anti-copyright images for use as educational and organizing tools. We work as word-to-image translators of complex global stories, shared with us through conversations with affected communities.“

„Artists from six continents have made artworks that people can use to #RiseforClimate. They included the Rise unifying symbols of an orange Cross for what we need to put a stop to, and a Sun for the solutions we need. You can use images from other continents, showing how truly global the movement is. We hope these artworks will be used by local campaigners around the world to build momentum for the day of action. People can feel free to use the images for their own posters, host pop up art shows, projections, etc.“

FOTOGRAFIE

ARTEFAKTE im Berliner Museum für Naturkunde – Dialog über die Umwelt

Wenn das Grauen gut aussieht „Der Mensch formt die Welt auf Kosten der Natur: Der Fotograf Tom Hegen inszeniert die brutalen Eingriffe perfekt und zeigt, dass kaum ein Flecken Erde noch unberührt ist.“ (Zeit-online, 2.2.19)

„Die Künstlerin Ellen Bornkessel bringt mit „Embassy of trees“ die Natur in die Stadt zurück und gibt den Bäumen eine Stimme. Ihre großformatigen Fotografien von Bäumen standen vom 7. bis 21. Februar 2018 vor dem Kölner Dom. Sie erinnern eindrücklich daran, dass nur eine grüne Stadt lebenswert ist.“

SKULPTUREN

Icewatch London von Olafur Eliasson, zu vor bereits in Paris 2015 anlässlich der dortigen Klimakonferenz

Tomàs Saraceno

AUSSTELLUNGEN

Group Global 3000

Kunst und Umwelt – Kunstausstellungen im UBA (Umweltbundesamt)

55. Kunstbiennale Venedig
Im Folgenden möchte ich  künstlerische Beiträge vorstellen, die sich bei der  55. Internationalen  Kunstbiennale in Venedig um die Themen Natur und Umwelt drehten.

Der meiner Ansicht nach wohl eindrücklichste Beitrag in dieser Hinsicht ist der von Finnland, welches 2013 unter dem Titel „Falling trees“ gleich in zwei Pavillonen auf der Kunstbiennale in Venedig vertreten war.
Auf den ersten Blick scheinen die dort ausgestellten Arbeiten die zwei Seiten einer Medaille zu zeigen: welche Rolle der Mensch im Ökosystem spielt bzw. die der Rolle,  die die Natur im  und für das Leben der Menschen spielt.
Auf der einen Seite die Arbeiten von  Terike Haapoj (*1974) im nordischen Pavillon, in der u.a. die Photosynthese von Bäumen sinnlich erfahrbar gemacht wird und auf der anderen Seite die von Antti Laitinen (*1975), in der der Künstler im finnischen  Alvar Aalto-Pavillon die Nutzung von Bäumen als Rohstoff geradezu auf die Spitze treibt.

Ausgangspunkt  für das Kuratorenkollektiv  Gruppo III (Mika Elo, Marko Karo und Harri Laakso) und Namen gebend war ein Vorfall bei der letzten Kunst-Biennale, als im Oktober 2011 ein Baum auf den, zudem selbst aus Holz bestehenden Alto-Pavillon fiel und diesen sowie die darin ausgestellten Werke so stark beschädigte, dass der finnische Ausstellungsbeitrag frühzeitig geschlossen werden musste.
Bäume spielen im Übrigen  in der Architektur des nordischen Pavillons eine grundsätzliche Rolle – so wurde dieser Bau um die, auf dem Baugelände stehenden Bäume herum gebaut, statt dass diese dem Pavillon weichen mussten – eine meiner Ansicht nach sehr ausdrucksstarke Entscheidung..

Der von Sverre Fehn 1962 transparent gestaltete  nordischen Pavillon wurde von der Künstlerin Terike Haapoj  in eine Art abgedunkeltes und nur sparsam beleuchtetes Versuchslabor  umgewandelt – mit dem Ziel, aber auch mit dem Nebeneffekt, dass auch der Sauerstoffverbrauch der zahlreichen Besucher sich in der Arbeit niederschlug.
So war der CO2 Gehalt in der Luft bei jedem meiner drei Besuche so hoch, dass das entsprechende Messgerät, in das die Besucher pusten konnten, um die Bäume zum „Sprechen“ zu bringen, jeweils ausfiel….
was viele der Besucher allerdings nach Aussage einer Aufsicht (und auch meiner Beobachtung nach)  nur dazu brachte, ihre Enttäuschung über die mal wieder nicht funktionierende Technik lautstark zum Ausdruck zu bringen…
es bleibt also nur zu hoffen, dass nach einer Weile Nachdenken auch bei diesen der Groschen fällt…

 

 

 

 

 

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