Recht auf Reparatur/ geht Kapitalismus nachhaltig?/ Einmal ohne bitte!/ Radiotipp

Diesmal gibt es wieder einige Fundstücke – hoffe, es geht für Jeden was dabei…;-) lg, Carla

LaKunaBi’s PETITIONSTIPP

„Liebe Unterstützer*innen des Rechts auf Reparatur,
Wir haben alle schon erlebt, wie schwer es ist, Smartphones zu reparieren: fehlende Ersatzteile, hohe Preise, nicht zugängliche Bauteile… So kommt es, dass wir sie häufig ersetzen, sobald sie kaputt sind – trotz ihrer massiven ökologischen und sozialen Auswirkungen. Das muss sich ändern!
Wir haben jetzt gerade die historische Chance, dass die EU Smartphones so reguliert, dass sie leichter zu reparieren und länger nutzbar sind: Die EU entwickelt zwei zentrale Strategien, in denen sie Anforderungen für reparierbare Smartphones festlegen kann. Wir müssen jetzt sicherstellen, dass sie das auch tatsächlich tut und nicht, wie in den vergangenen Jahren, immer wieder vor den Interessen der Hersteller einknickt!
Ein paar Zahlen, um die Bedeutung des Thema klar zu machen:
– Jedes Jahr werden in Europa 200 Millionen Smartphones verkauft, das sind 6,7 pro Sekunde…
– Die durchschnittliche Lebensdauer eines Smartphones beträgt 3 Jahre
– Würden wir die Lebensdauer der Smartphones in der EU um nur 1 Jahr verlängern, könnten wir 2,1 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht 1 Million Autos weniger auf der Straße
Ein europaweites Bündnis aus Umweltschützer*innen und Technik-Fans hat die EU deshalb am Mittwoch in einem Brief aufgefordert, die Bedingungen für Smartphone-Reparaturen und Software-Updates zu verbessern.
Was du jetzt tun kannst für das Recht auf Smartphone-Reparatur und weitere Infos findest du hier.
Zeigen wir der EU, dass nicht nur Hersteller die Apple, Huawei und Samsung eine klare Haltung vertreten!
Liebe Grüße
Euer Team von Schraube locker!?

LaKunaBi’s AUDIOTIPP:

Geht Kapitalismus auch nachhaltig?

WDR 5 Tagesgespräch. 22.01.2020. 45:35 Min.. Verfügbar bis 21.01.2021. WDR 5. mit Elisabeth Voss als Studiogast – einigen von Euch vielleicht auch bekannt 🙂

„Das Weltwirtschaftsforum in Davos diskutiert in diesen Tagen über eine nachhaltige und solidarische Welt. Immer mehr Menschen bezweifeln, dass der Kapitalismus dafür das richtige Instrument ist.“

LaKunaBi’s INITIATIVENTIPP – Zerowaste/ Verpackungsfrei einkaufen

„Das Label „Einmal ohne, bitte“ hat sich die Vermeidung von Verpackungsmüll bei Einkauf und Take-Away zum Ziel gesetzt. Es werden Geschäfte und Lokale sichtbar gemacht, in denen Kund*innen Backwaren, Käse, Wurst und andere Lebensmittel ohne produkteigene Verpackung erwerben können. Im Fokus des Projekts steht ein Sticker mit dem Schriftzug „Einmal ohne, bitte“, der – an Theken und Schaufenstern angebracht – Geschäfte und Lokale kennzeichnet, in denen Waren unverpackt angeboten werden. Gerne können diese dann von Dir in Deine mitgebrachten Behältnisse gefüllt werden.

Begleitet wird der Sticker von einem Infopaket für Händler*innen und Gastronom*innen sowie von Internetangeboten für Kund*innen. So gibt es beispielsweise auf der Webseite eine hilfreiche Karte zur Übersicht über die Kooperationspartner. Außerdem erfahrt Ihr auf unseren Social-Media-Kanälen: Instagram und Facebook regelmäßig Neuigkeiten zum verpackungsfreien Einkauf. Eine Ausweitung auf weitere Kommunen ist angedacht und erwünscht.“

Nachdem bisher vor allem Städte im Süden dran waren, ist jetzt Berlin mit an der Reihe und alle können mitmachen 🙂

LaKunaBi’s RADIOTIPP

Habe von dieser Initiative übrigens in der zufällig entdeckten Sendereihe „FluxFM 5 vor 12“ erfahren, in der sich eine Stunde lang alles um Umwelt, Nachhaltigkeit und Politik dreht. Im Radio:
samstags, 11 Uhr , Wdh: sonntags, 18 Uhr; montags, 20 Uhr, ansonsten ohne Musik auch online.

“ Mit Beiträgen, Expert*innengesprächen und Umfragen geben euch die FluxFM-Umweltbauftragten Kate Kaputto und Felicitas Montag Einblicke in verschiedene Themenschwerpunkte. Außerdem gibt es im DIY der Woche praktische Tipps, wie ihr euren Alltag umweltfreundlicher gestalten könnt. Jede Woche werdet ihr zudem mit Good News in Sachen Umweltschutz versorgt. Die Sendungen wird es nach Ausstrahlung an dieser Stelle zum Nachhören geben.“

Und gestern beim monatlichen (empfehlenswerten) Ko-Markt im Haus der Statistik entdeckt: den Fair Apps-Market – für mehr Freiheit und Nachhaltigkeit auch im Digitalen! 🙂
Gerne auch für andere Veranstaltungen weiter empfehlen…;-)

Tagung 11.+12.2.- noch Plätze frei!/ BAumhaus unterstützen/ Hörenswertes!/ Kohleausstiegsgesetz/ German Zero

Sorry – dieser Post ist leider bei den Entwürfen hängen geblieben, aber zumindestens bezüglich des Baumhauses leider immer noch aktuell…
und auch das Zebau-Webinar zu „Ressourceneffektivität und Ziele für die technische Gebäudeausrüstung ist immer noch sehenswert und die Neuigkeiten zu German Zero lesenswert…;-) Habe außerdem aktualisiert mit Links etc – lohnt sich also immer noch es zu lesen… 😉

Und da bei dieser sehr spannend klingenden Tagung bis morgen (Montag) circa 15 Uhr unter https://bit.ly/2EgvGLX eine Anmeldung für die deutschen TeinehmerInnen noch möglich ist (ist eine Deutsch-polnische Kooperation), möchte ich auch diese noch kurz bewerben:

Wünsche einen schönen und hoffentlich sturmschadenfreien Restsonntag,

lg, Carla

Aktuelles aus meinem Netzwerk – kurz und knapp bis ausführlich….

Unterstützen: Das Baumhaus, u.a. ein Veranstaltungsort immer wieder sehr inspirierender Events braucht dringend unsere Unterstützung,“ um 2.000€ Budgetlücken für Februar und März zu füllen. Wir freuen uns über Ideen und Verbindungen zu Organisationen, Unternehmen und Einzelpersonen, die: • einen Raum für ihre nächsten Veranstaltungen suchen • daran interessiert sein könnten, Workshops/Vorträge im Baumhaus zu buchen
• an unserer Arbeit interessiert sein könnten, für Projektentwicklung, Produkte, Räume oder Systeme • unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen wollen   Meldet euch, wenn ihr Ideen oder Kontakte habt! info@baumhausberlin.de . Und fühlt euch herzlich eingeladen zur Community Netzworking Night am 30. Januar, mit Talk und Q&A zum Thema, nach dem Abendessen um 20:45.“

HÖRENS+ SEHENSWERTES

Veranstaltungstipp: Vom 31.1. – 2.1. findet der 6. Cradle to Cradle Congress – diesmal in der Berliner Urania statt und verspricht wieder sehr spannend zu werden!
Diesmal sogar mit einem integrierten Kinder-Congress am Samstag!
Aufzeichnungen vom Freitag, 31.1.
Aufzeichnungen vom Samstag, 1.2.

Anschauen: Einen kleinen Vorgeschmack kann eventuell auch schon der folgende Beitrag von Johannes Stiglmair bieten, der auch beim C2CC20 sprechen wird: „Ressourceneffektivität und Ziele für die technische
Gebäudeausrüstung
– Johannes Stiglmair, Projektsteuerung und zirkuläres Bauen“ im Rahmen des wieder sehr empfehlenswerten Zebau-Webinars vom 28.1. , das hier kostenfrei abrufbar ist.


Audioaufnahme vom „Werkstattgespräch Fr. 31.1., 19 Uhr mit dem Suchtmediziner Prof. Dr. med. Tom Bschor, Chefarzt der Schlossparkklinik und Prof. Dr. Hermann E. Ott, ClientEarth – Anwälte der Erde, ehem. Klimaforscher am Wuppertal Institut:
“Woran erkenen wir die Sucht nach der Fossilen Energie bei Bürger und Staat? Besteht eine Einsicht in die Sucht-Krankheit? Wie könnte eine Entzugstherapie für Bürger und Staat aus sehen?
Die beiden Fachleute in erörtern Antworten und Lösungen in einem öffentlichen Gespräch. Moderiert von Tom Albrecht, “ Weiteres hier

und weitere Termine hier….

Anschauen: Pressekonferenz der Antikohle-Bewegung anlässlich des Kohleausstiegsgesetzes

Außerdem Neuigkeiten von German Zero und ihrem Klimaplan:

„Liebe Freundinnen und Freunde von GermanZero,
2019 ist erfolgreich zu Ende gegangen – und wir haben in den ersten Monaten fast alles erreicht, was zu erreichen war. GermanZero ist gegründet, gemeinnützig, und wir haben unser Fundraising-Ziel von 500.000 Euro deutlich übertroffen. Deutschlands erster Klimaplan, vielleicht sogar der weltweit einzige Klimaplan mit dem Countdown auf 1,5 Grad, lag wie versprochen unterm Weihnachtsbaum – mehr als 400 Menschen aus der ganzen Republik wollen mithelfen. Schneller wären wir gerne beim Aufbau der Organisation und dem Einstellen von Festangestellten, um die ehrenamtliche Arbeit professionell einbinden zu können – wir arbeiten dran, versprochen!

An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern und denen, die uns ihre tatkräftige Unterstützung über unser Mitmach-Formular anbieten. Die Einordnung der Fähigkeiten in verschiedene Teams benötigt Zeit. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, wenn die Antwort etwas auf sich warten lässt. Unser Vorgehen 2020 Die Klimaentscheide  Mit einem tatkräftigen Team hat die Arbeit für die Klimaentscheide volle Fahrt aufgenommen. Erstes Ziel: Bis Ostern eine Mustervorlage mit konkreten Klimaschutzmaßnahmen für kommunale Klimaentscheide erarbeiten. Mithilfe eines Kalkulationstools kann diese Vorlage für jede Stadt in Deutschland angepasst und an den lokalen Gegebenheiten ausgerichtet werden. Für die Entwicklung des Tools haben die Expertinnen und Experten von civity Management Consultants bereits die Arbeit aufgenommen. Wir suchen verstärkt Expertise und Erfahrung für die Erstellung eines fundierten Maßnahmenkatalogs im kommunalen Klimaschutz sowie hinsichtlich der rechtlichen Voraussetzungen und der regionalen Unterschiede für Bürgerbegehren. Der Gesetzesentwurf Erstes Ziel: Bis zum Ende des Jahres sollen, u. a. durch deliberative Elemente erarbeitete, Eckpfeiler eines 1,5-Grad-Gesetzespakets, inkl. Rahmen eines CO2-Steuergesetzes, vorliegen. Wir suchen derzeit nach Juristinnen und Juristen sowie anderen Experten, die uns auf unserer Reise begleiten möchten und wollen das Vorgehen intern zeitnah besprechen, sodass es dann zügig losgehen kann! Aktuelle Termine Am 14. Februar 2020 findet in Freiburg die Veranstaltung „Unternehmer|innen treffen GermanZero“ statt.
Klimaaktive Unternehmerinnen und Unternehmer sind herzlich zur Diskussion zwischen 17:00 und 18:30 in der Lokhalle Freiburg,
Paul Ehrlich Straße 7, eingeladen. GermanZero in den Medien Seit der Vorstellung des Klimaplans am 17. Dezember 2019 ist GermanZero in den Medien längst kein unbeschriebenes Blatt mehr.
Eine Auswahl der aktuellen Erwähnungen:

– Schon fast GlobalZero, von der New York Post: „Pressure Group“ GermanZero in „Rising carbon prices led to drop in German emissions in 2019″  

„Deutschland bis 2035 klimaneutral“ im Klimareporter

„Ein Stundentakt bis ins letzte Dorf“, Heinrich Strößenreuther erklärt im Klimareporter Interview, warum Deutschland in spätestens 15 Jahren klimaneutral sein muss

– Im Podcast „Lage der Nation“

– In „Wie retten wir unsere Erde? – 44. Naturschutztage in Radolfzell suchen nach Lösungen“ berichtet die Seemoz, wie es mit Deutschlands Klimaschutz weitergehen könnte

– The Guardian präsentiert Antworten der Leserinnen und Leser zu den erwarteten dominierenden Tendenzen der 2020er Jahre in „The good of the world partly depends on unhistoric acts“ Schauen Sie beim YouTube-Kanal von GermanZero vorbei! Dort finden Sie unsere Pressekonferenz in voller Länge – 46 Minuten, die sich lohnen – sowie zwei kürzere Vorstellungsvideos unser Initiative (16 Minuten) und des Klimaplans (19 Minuten). GermanZero sucht Sie möchten GermanZero unterstützen? In dieser Kategorie finden Sie alles, was wir für unsere Arbeit dringend benötigen – ob Talente, Räume oder Büromaterialien. 
Wir freuen uns über jeden Beitrag! Helfende Hände: – Wir haben noch eine Menge neue und spannende Stellen zu vergeben. Schauen Sie beim GermanZero Jobportal vorbei! Material: – Unser Team wächst kontinuierlich und langsam wird es eng – derzeit suchen wir Bürostühle.
Für Materialspenden wenden Sie sich an: probono@germanzero.de Jetzt spenden Herzlichen Dank im Namen des gesamten Teams

Julia Prager, Lena Möller, Heinrich Strößenreuther & Dr.-Ing. Claas Helmke PS.: Wenn Sie ungeduldig darauf warten, endlich mit anzupacken und es Ihnen in den Fingern kribbelt: Wir benötigen dringend Unterstützung auf unseren Social-Media-Kanälen, um einerseits noch mehr Menschen zu erreichen, und andererseits hartnäckigen Gegnerinnen und Gegnern der Klimaschutz-Bewegung zu zeigen, dass es viele beunruhigte Bürgerinnen und Bürger gibt.
Liken und kommentieren Sie auf Facebook, Instagram, Twitter sowie unter Onlineartikeln über GermanZero! Copyright © 2020 GermanZero e.V.

eine Auflistung weiterer Organisationen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit – gerne Infos über weitere direkt dort eintragen!), die gerade an Alternativen zum „KlimaPaket“ (letzteres vielleicht eher als immer schmaler werdenden Umschlag zu bezeichnen…!?…;-) arbeiten, findet Ihr hier – alle freuen sich vermutlich über Unterstützung!

genauso wie ich sicherlich :-)…. siehe hier ( für all diejenigen, die es nicht schaffen, regelmäßig meine Posts zu lesen…;-)

lg, Carla (aka LaKunaBi)

Rund ums Reisen: ITB+BTF/ Sail to The cop/ Studie/ Ryanair+ offene Fragen….

Mein heutiger Blogpost ist etwas länger geraten – angesichts anstehender Termine und vielfältiger dazu passender Infos aus meinem Netzwerk. Also gerne das Lesen auf mehrere Tage verteilen (ggf. folgen auch noch Bilder der letzten Jahre…)- und dabei bitte nicht die weiteren wesentlichen Info-Punkte weiter unten übersehen… leider klappt das mit dem Anker setzen im Text immer noch nicht…sorry …:-)

in diesem Sinne – (erstmal) frohes Reisen im Kopf…:-)

Carla (aka LaKunaBi)

Viele der Infos auf meiner Webseite (und in meinem Kopf…;-) rund um das Thema Reisen und Urlaub, habe ich beim Besuch der früherer ITB’s – (dort besonders in der immer wieder sehr empfehlenswerten Halle 4.1 mit ihren beiden vieleseitigen Bühnenprogrammen Big Stage und Adventure stage), dem CSR-Programm und des (kleineren, aber umso oho….;-) Berlin Travel Festivals (dazu in späteren Blogbeitrag mehr…) gesammelt – bei Letzterem durfte ich u.a. sehr spannende Menschen wie die beiden Hoepner-Zwillinge kennen lernen, die aktuell an ihrem pedalbetriebenen Amphibienfahrzeug für ihre Tour durch Alaska arbeiten (und sich dabei weiter über Unterstützung freuen….;-) oder Jana Steingäßer bei der packenden Lesung eines ihrer Bücher…

Nun ist es für diese beiden Reisemessen bald schon wieder soweit!

ITB Berlin – Wesentliches in aller Kürze:

„die weltweit führende Messe der globalen Reisebranche“ […] Nirgendwo sonst wird die gesamte Wertschöpfungskette der Touristik vollständig abgebildet. Der ITB Kongress 2020 dreht sich rund um die Kernthemen Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Wandel von Kundenansprüchen und Luxus.“

Fachbesucher: 4. – 8. März, 10 – 18 Uhr (u.a. wieder mit einem umfangreichen CSR-Programm )
Privatbesucher: 7. – 8. März, 10 – 18 Uhr (mit speziellem Wochenendprogramm)

Tickets, (Tipp für Privatbesucher: „Bis zum 8. März (12 Uhr) erhalten Sie in den Kundenzentren und an den Fahrausweisautomaten der BVG und S-Bahn Berlin einen Gutschein für ein reguläres Tagesticket für das ITB Wochenende zum Preis von 12,00 statt 16,00 Euro.“

Es macht übrigens auch sehr viel Sinn mit den Öffis, sprich der BVG, an zureisen…;-) , z.B. mit der S-Bahn bis: Messe Nord/ICC, Westkreuz oder Messe Süd, mit der U-Bahn bis Kaiserdamm u/o. mit Buslinien der BVG bis Haltestellen Messedamm, ZOB und ICC.

Im Rahmen der ITB findet u.a. für Fachbesucher auch wieder der nach meinen bisherigen Erfahrungen sehr besuchenswerte
ITB Berlin Kongress 2020, vom 4. bis 7. März 2020 statt – diesmal unter dem Motto:

„Smart Tourism for Future“

Für u.a. Fachbesucher und Medien geht es dieses Jahr beim ITB Berlin Kongress 2020 um das Thema: “ Smarter Tourismus für eine bessere Zukunft“ bzw. „Smart Tourism for Future“ – ein Motto, das verspricht, dass auch diverse VertreterInnen von FFF bzw. deren diversen UnterstützerInnengruppen eingeladen sind, dort zu sprechen…

„Nicht erst seit der Fridays-for-Future-Bewegung gehören die Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Umweltschutz auch in der Touristik zu den bestimmenden Aspekten. Der steigende CO2-Ausstoß und ein übermäßiger Ressourcenverbrauch sowie die daraus resultierenden Folgen für Natur und Ökosysteme beherrschen den Alltag weltweit. Viele touristische Unternehmen beschäftigen sich immer intensiver mit intelligenten und nachhaltigen Verkehrslenkungen und integrieren sie in ihre Strategien und Produkte. Der ITB Berlin Kongress informiert umfassend über den aktuellen Stand, die Fortschritte, aber auch über die bestehenden Defizite und Fehler.

ITB Berlin Kongress 2019 – CSR – „Keynote: Klimawandel, Erderwärmung, Wetterextreme: Status Quo und Handlungszwänge“ ITB Berlin Convention 2019 – CSR – „Keynote: Climate Change, Global Warming, Weather Extremes: Status Quo And Constraints To Action“

Professor Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber ist Direktor (em.) am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und gehört zu den weltweit führenden Klimaforschern. In seiner Keynote „Klimawandel, Erderwärmung, Wetterextreme“ auf dem ITB CSR Day am 6. März stellt er Status Quo und Handlungszwänge vor (11-11.45 Uhr, CityCube Halle A1).
Im Anschluss konfrontieren die Fridays-for-Future-Aktivisten die Touristiker beim Format des heißen Stuhls mit dem Thema „Flugscham“ (12 -12.45 Uhr). In Anbetracht der Relevanz des Aspekts Nachhaltigkeit gehört am 4. März auch der ITB Responsible Destination Day erstmals zum Kongressprogramm (10.45-17.45 Uhr, CityCube Halle A1). „

Bin auch sehr gespannt, in wieweit bei dem weiteren Schwerpunktthema „Digitalisierung“ ökologische Nachhaltigkeit (hoffentlich) mit gedacht wird – was angesichts des damit verbundenen Energie- und Ressourcenverbrauch (siehe u.a. bei Bits und Bäume) hoffentlich zunehmend mit gedacht wird….

„Neben Ökologie und Nachhaltigkeit zählt die Digitalisierung zu den Zukunft bestimmenden Faktoren für die Tourismusbranche. Kunden wollen immer und überall, vor und während der Reise informiert sein. Mit einer umfassenden Digitalisierung können ihre Wünsche erfüllt werden. Das Thema umspannt den kompletten Kongress – an allen Tagen diskutieren Teilnehmer unterschiedliche Fragen und präsentieren neue Ideen. Wissenschaftsjournalistin und Forscherin Dr. Michaela Lenzen zeigt auf dem ITB Future Day am 4. März Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz, Big Data und Robotern für die Branche, aber auch für die Kunden auf (17-14.45 Uhr, CityCube Halle A4 + A5).

Auch im Luxussegment bewegt sich einiges , wie ich bereits bei meinem letzten ITB-Kongress-Besuch feststellen konnte – allerdings ist zu hoffen, dass dieses wegen des massiven Impacts inzwischen mit wesentlich größeren Schritten als bisher erkennbar geschieht.
Auch dieser Bereich dürfte also für Nachhaltigkeitsinteressierte von Interesse sein – auch wenn man, so wie ich, weit davon entfernt ist, so eine Reise machen zu können und vor allem zu wollen… 😉

Dieses ist mir auch mal wieder klar geworden, als die Landwirtschafts- und Fischereiministerin der Maldediven beim diesjährigen GFFA davon sprach, dass sie rund 95% der Nahrungsmittel wegen der vielen Touristen importieren müssen. Hinzu kommen die Entsorgungsproblematik von Verpackungen, der hohe Wasserverbrauch etc….

„Die sich verändernden Ansprüche, Wünsche und Vorstellungen der Kunden führen auch im Luxussegment zu einem sich wandelnden Buchungsverhalten. Auf dem ITB New Luxury Travel Forum im Rahmen des Marketing & Distribution Day am 5. März, erhalten die Besucher durch eine neue exklusive Studie der ITB Berlin und Travelzoo neue Daten und Fakten zum Verhalten globaler Luxusreisender in Bezug auf Nachhaltigkeit. Dies bildet auch die Diskussionsgrundlage für das ITB Hospitality Executive Panel. Die Podiumsdiskussion „Die Zukunft des Luxus im post-hedonistischen Zeitalter“ beschäftigt sich mit den prägenden globalen Trends und der daraus resultierenden Zukunft des Luxus (17-17.45 Uhr, CityCube Halle A4 + A5).“

Nach meinen eigenen Erfahrungen der letzten Jahren kann ich z.B. den Besuch als FachbesucherIn mit dem Recherche-Schwerpunkt „Nachhaltiges Reisen“ (60€ bei Ticketkauf im Vorverkauf) wärmstens empfehlen: für zunächst drei Tage bei der ITB inklusive des Kongresses und dann am Wochenende mit dem Besuch des familiäreren Berlin Travel Festivals (übrigens mit Gratiseintritt für Kinder bis 16 Jahre!)

WEITERES JENSEITS VON REISEMESSEN ZUM THEMA

1) Ideen zum nachhaltiges Reisen von der „Sail to the cop“

Fotoquelle: https://sailtothecop.com/project/participants

Ergebnisse eines Think-Tanks von 32 jungen Menschen verschiedener Nationen – entstanden bei der Segeltour über den Atlantischen Ozean zur COP25 Richtung Chile (dann leider kurzfristig nach Madrid verlegt…)

„We imagine a future where people travel with respect for our earth and all those who live on it — supported by ambitious travel policies, forward thinking institutions and a culture of conscious travel.“

2) STUDIE

Anbei außerdem auch ein Aufruf aus meinem Netzwerk zur Teilnahme an einer aktuellen Studie zum Thema „Reiseverhalten in Industrienationen“

3) GREENWASHING bei Ryanair

Bezüglich Ryanair bzw. dem unerfreulichen Thema Greenwashing (was leider auch immer die Gefahr des Glaubwürdigkeitverlustes für ehrlcihe Anbieter birgt) dürfte folgende Info aus meinem Netzwerk von Interesse sein:

„Please see latest news on Ryanair. The airline has been sanctioned by the UK advertising agency for misleading claims re their green credentials. 
https://www.transportenvironment.org/press/ryanair-fake-%E2%80%98green%E2%80%99-ad-shows-why-lawmakers-must-take-its-soaring-emissions

Auch angesichts deren Umgang mit ihren Angestellten kann ich nicht verstehen, wie solche Unternehmen überhaupt noch (auch indirekt) beworben werden, z.B. indem man, wie bei der Grünen Woche geschehen, in einer Pressemitteilung auf die gute Erreichbarkeit eines finnischen Ortes mit Ryanair hinweist…

4) OFFENE FRAGEN….;-)

Ich selber frage mich übrigens bei meinem Reiseplanungen (und teilweise auch andere) inzwischen u.a.: Würde ich diese Reise auch in dieser Form machen, wenn ich niemandem davon erzählen dürfte?

Welche (vielleicht auch bisher) unbewussten Bedürfnisse verstecken sich hinter meinem Reisevorhaben – und ist die geplante Reise wirklich geeignet diese Bedürfnisse zu erfüllen, wenn mir zudem gleichzeitig eine lebenswerte Zukunft der Menschheit mit einem gutem Leben für alle nicht völlig wurscht ist… 😉

Vielleicht mögt ihr mir ja im unten stehenden Kommentarfeld schreiben, welche Bedürfnisse ihr selber glaubt nur per Flug- bzw. Fernreise befriedigen zu können? Bin sehr gespannt auf Eure persönlichen Antworten!

Bin selber – bis auf einen dummen Lapsus privater Natur in 2018 – seit gut 10 Jahren flugfrei – darauf bin ich inzwischen (seitdem ich weiß, wie schädlich Fliegen in jeder Hinsicht ist…) nicht nur stolz wie Bolle , sondern es geht mir auch sonst blendend damit – Fernreisen erlebe ich ähnlich intensiv lieber durch die Augen Anderer – siehe z.B. hier… 🙂 und habe kulturelle Kontakte mit Menschen fremder Nationen lieber, wenn ich diese z.B. in Berlin bei internationalen Konferenzen oder auch der ITB treffe – meiner Erfahrung geht das in deren Ländern nämlich in der Regel nur, wenn man dort länger und alleine unterwegs ist, wirklich bereit ist, sich darauf ein zu lassen und zudem noch möglichst die Landessprache spricht… was in den meisten Fällen nicht gegeben sein dürfte…;-)

Zur aktuell startenden IATA-Werbekampagne „Flyaware“ mit einem Millionen-Budget siehe übrigens diesen sehr aufschlussreichen Artikel aus der FAZ : „Große Werbekampagne geplant : Niemand soll sich für das Fliegen schämen“ (von Christian Schubert, Paris -Aktualisiert am 29.11.2019-22:19)
Weiteres zur Ilusion des grünen Fliegens (Download von Broschüre auf D bzw. E) auch hier.
Das immer wieder von der Flugindustrie gehypte „Power to x“ Verfahren macht übrigens meines Wissens nach ökologisch erst ab 70% EE am Strommix Sinn ( und auch die E-Mobilität, die zunehmende Digitalisierung, die von den Fossilen umzustellende Schwerindustrie etc. benötigen ja zukünftig mehr erneuerbare Energien….) Die Flugindustrie setzt trotz aller Warnungen von WissenschaftlerInnen zudem weiter auf immenses Wachstum (u.a. ist gerade in Berlin ein neuer Terminal für Billigflieger im Bau) – inklusive des anhaltenden Neu- und Ausbaus von Flughäfen auf Kosten von Mensch und Natur…
ein Grund mehr für mich, am Boden zu bleiben…und das auch anderen mit zu teilen – jeder Schritt zählt 😉

Und eine z.B. mit Leitungswasser wieder auffüllbare Flasche kann man auch nutzen, ohne dass man dafür zuvor geflogen sein muss…;-)

Und das Schöne ist doch so nah…;-) – zu anderen Formen des Reisens geht’s übrigens auch hier lang 🙂 oder wir treffen uns auf der Suche nach solchen Angeboten vom 4.-8. März auf der ITB und dem BTF, um dort „an einem Tag die Welt zu bereisen“, in der Hoffnung, dass möglichst viele der BesucherInnen ihre Reiseentscheidungen anschließend möglichst enkeltauglich treffen… 😉

in diesem Sinne – (erstmal) frohes Reisen im Kopf…:-)

Carla (aka LaKunaBi)

Nachlese zum 6. C2CC20

Für diesen Post herzlichen Dank an Monika, die mir netterweise erlaubt hat, ihren Bericht vom diesjährigen Cradle2Cradle-Kongress als Gastbeitrag zu veröffentlichen – komme aktuell leider selber nicht zum entsprechenden Schreiben (stattdessen eine repräsentative Auswahl von Twitterposts zum Thema (#C2CC20)
Habe auch selber den Bericht übrigens mit starkem Interesse gelesen, weil er mir Einblicke erlaubt hat in Sessions, die ich mich selber angesichts des breiten und vielfältigen (und halt leider auch teilweise zeitgleichen) Programmes wieder nur schwer entscheiden konnte – und halt nicht alles besuchen konnte… 😉

An manchen Stellen habe ich mir leichte Änderungen bzw. Ergänzungen erlaubt und diese dann entsprechend [gekennzeichnet…]
Aus Zeitgründen werde ich den Text zudem erstmal als solchen posten und bei nächster Gelegenheit illustrierende Links und auch Fotos ergänzen – also gerne nach einem 1. (frühen) Lesen später nochmal rein schauen..;-) und bis dahin leider erstmal mit den Bildern in den Tweets vor lieb nehmen…;-) Danke für Euer Verständnis!

Wünsche eine spannende Lektüre und noch einen schönen Sonntagabend,
lg, Carla (aka LaKunaBi]

Nachlese zum 6. Cradle2Cradle-Kongress 2020
Autorin: Monika / Fotos: Carla

Erstmals in Berlin in der Urania fand der diesjährige Cradle2Cradle-Kongress vom 31.1.-1.2.2020 statt [und war wieder sehr gut besucht – nach dem Wechsel von Lüneburg nach Berlin diesmal auch mit der Teilnahme vieler TeilnehmerInnen aus der Politik.]

Was ist Cradle2Cradle? Es ist ein grundlegend anderer, umfassender Ansatz Produkte zu entwickeln und herzustellen und mit den dafür erforderlichen Ressourcen umzugehen, die wir bisher oft räuberisch und konfliktträchtig unserem schönen Heimatplaneten, die Erde, abgerungen haben.
Cradle2Cradle lässt sich dabei von der Natur inspirieren. In der Natur gibt es keinen Müll. Dafür kooperieren viele Mitspieler/innen miteinander in einer riesigen „Schenkökonomie“. Der Beitrag des Einen ist Nährstoff für Andere. In komplex ineinander greifenden Kreisläufen hat sich das Leben auf der Erde ausgebreitet. Das Leben ist schon durch mehrere Massenaussterbewellen gegangen, hat sich den neuen Bedingungen angepasst, und bisher hat es sich nie unterkriegen lassen.

Cradle2Cradle bedeutet von der Wiege zur Wiege (statt von der Wiege zur Bahre) und lässt sich von der Intelligenz der Natur inspirieren. Wir Menschen können unsere Schöpferkraft nutzen, und Lösungen schaffen, die diese Welt lebendiger und schöner statt dreckiger und ärmer machen. Dabei werden Abfälle als Nährstoffe für neue Produkte gedacht. Das kann nur dann klappen, wenn die Abfälle aus gesunden, unbedenklichen Materialien bestehen.

Wenn wir Produkte aus unbedenklichen, gesundheitsförderlichen Komponenten herstellen, dann können diese Komponenten am Lebensende des Produkts, als Nährstoffe wieder genutzt werden, um Neues daraus aufzubauen. Ohne Raubbau an der Natur. Ohne Kriege. Mit der menschlichen Intelligenz. Soweit die Grundidee.

[Teile des C2C-Kongresses sind online auf youtube zu finden., u.a. (min 3-24) die Eröffnung des C2C-Kongresses durch Nora Sophie Griefahn und Tim Janßen, die geschäftsführenden Vorstände der C2C NGO.] […]

[ SPECIAL TRACK FOOD:
Landwirtschaft, Böden & Carbon Management
Packaging & Supply Chain

weitere Themen: Bau und Architektur, Printing, Digitaliserung und Textil]

Auf dem Kongress standen Cradle2Cradle-Lösungen aus den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung, Verpackungen, Kleidung und Gebäude besonders im Fokus.
Hier eine kleine Kostprobe: So baut die IFCO International Food Container Organisation Mehrwegbehälter, die reparierbar sind. Das Material aus alten Behältern kann zu 100% für neue Behälter genutzt werden. Super!

C&A, werteorientiertes Familienunternehmen, möchte Mode nachhaltig machen. Mit dem neuen Label Fashion for good haben sie nun T-Shirts, Hosen und andere Kleidungsstücke im Markt, die dem Cradle-2-Cradle-Massstab entsprechen. Die Stoffe, Garne und Knöpfe sind zu 100% wiederverwertbar. Alte Kleidung kann im Laden zurückgegeben werden. Integrierte QR-Codes helfen die Materialien des Kleidungsstücks zu identifizieren, so dass diese aufgearbeitet und wieder in neue Kleidung verwandelt werden können. Geschlossene Materialkreisläufe. Kein kontaminiertes Wasser in der Produktion. Weniger Energieverbrauch und dieser aus erneuerbaren Quellen. Soziale Standards gewahrt. Tolle Leistung! 4 Millionen Kleidungsstücke wurden bisher verkauft. Viele Verbraucher/innen wissen nicht mal, wie toll das T-Shirt eigentlich ist, das sie dort für 7 € mit nach Hause nehmen.

Hier in den Worten von Fashion for good: Good fashion is not fashion that simply looks good or is mostly good. It is good in five important ways:
Good Materials  –  safe, healthy and designed for reuse and recycling
Good Economy  – growing, circular, shared and benefiting everyone
Good Energy  – renewable and clean
Good Water  – clean and available to all
Good Lives  – living and working conditions that are just, safe and dignified
“The Five Goods represent an aspirational framework we can all use to work towards a world in which we do not simply take, make, waste, but rather take, make, renew, restore.”

– William McDonough, Co-founder Fashion for Good

Gute Beispiele geben. Zeigen, dass es geht. Und damit zur Nachahmung anregen. Das ist die Idee.

Gesunde Kleidung kann aus natürlichen Materialien, wie Baumwolle, gefertigt, werden. Aber auch aus fossilen Rohstoffen geschaffene Materialien wie Nylon eignen sich hervorragend, da Nylon beliebig oft erhitzt und zu neuem Garn verarbeitet werden kann und so beliebig oft im technischen Kreislauf cyclieren kann, ohne dass neues Erdöl dafür gefördert und importiert werden muss.

Das Unternehmen SEKEM hat sein Projekt „Greening the desert“ in Ägypten vorgestellt. Wie kann man eine degenerierte Landschaft wieder fruchtbar machen? Hier wird ausprobiert. Die Landschaft im Nahen Osten, Mesopotamien, Ägypten,…, Wiege unserer Zivilisation. Vor 5.000 Jahren fruchtbare Landschaften, heute überwiegen Trockenheit und Wüsten. Der Verdacht liegt nahe, dass auch schon damals Raubbau betrieben wurde,Wasserkreisläufe gestört und die ökologischen Leitplanken nicht bedacht wurden. Können wir beitragen, diese Prozesse rückgängig zu machen? Durch Kompost, dem schwarzen Gold, wieder viele Mikroorganismen ansiedeln und die Feuchtigkeit zurückholen – das ist der ambitionierte Plan von SEKEM. Unterstützer/innen und Besucher/innen sind willkommen!


Auch im Technologiebereich gibt es gute Beispiele. Eines davon ist das Remanufacturing beim Automobilzulieferer ZF. Dieser arbeitet an seinem Standort in Bielefeld Kupplungen aus alten LKWs wieder auf, so dass sie in neuen LKW erneut zum Einsatz kommen. Kunden, wie Scania, liefern die Altteile an ZF zurück, so dass diese wiederverwendet werden können. Das ist viel besser als Recycling, da das Material wie es ist gereinigt, umgearbeitet und auf den neuesten Stand gebracht wird. Dadurch entfallen hohe Energie- und Herstellungskosten, wie es ein Recycling mit Zerkleinern, Schmelzen und Gießen erfordern würde.

[…]

Prof. Michael Braungart, Begründer der Cradle2Cradle und selbst Chemiker und Verfahrenstechniker, erklärte mir, dass in einem einzigen Auto heutzutage rund 20 verschiedene Sorten Stahl in unterschiedlichen Legierungen enthalten sind, welche neben Eisen verschiedene Anteile anderer Bestandteile enthalten. Ebenso gibt es ganz verschiedene Kunststoffe, die in einem Fahrzeug zum Einsatz kommen. Dies macht es schwierig, diese Materialien wieder vollständig aus einem schrottreifen Auto zu extrahieren und erneut zu verwenden. Zum Beispiel kann Autostahl durch diese Materialvielfalt heutzutage nicht erneut zum Autobau eingesetzt werden. Autostahl wird downgecycelt zu Baustahl.
Für neue Autos braucht man damit neues Eisen und andere Metalle, die neu gewonnen werden müssen. Sprich weiterer Raubbau an der Umwelt und möglicher Stress im Kampf um die Rohstoffe. Das ginge auch anders. Würde immer derselbe Stahl zum Einsatz kommen, so könnte dieser sortenrein erneut gekocht werden und wäre immerwieder für den Bau von Autos einsetzbar. Das wäre ein Riesen-Friedensprojekt.

Für einen umsichtigen Umgang mit den verbliebenen Rohstoffen schlägt Michael zudem ganz neue Geschäftsmodelle vor. Chile zum Beispiel könnte sein Kupfer zur Nutzung verleihen statt es zu verkaufen. Solange das Kupfer im Kupferkabel steckt, bekommen die Einwohner Chiles eine Leihgebühr. Wenn das Kabel kaputt geht, muss der Entleiher das Kupfer wieder verfügbar machen. Es kann dann für neue Anwendungen weiter verliehen werden. Die Potentiale der Digitalisierung ermöglichen es, den Weg des Kupfers durch den Kreislauf zu verfolgen.

Leihen statt kaufen. Besitzen statt Eigentum. Das ist die Weltanschauung einer neuen Kultur, die sich gerade entwickelt. Und die wir so dringend brauchen für eine Welt der Freiheit und Möglichkeiten, in der wir in Fülle leben können. Wenn wir Autos, Smartphones und Waschmaschinen nicht mehr kaufen, sondern zur Nutzung von den Herstellern entleihen, dann haben die Hersteller ein Interesse, dass diese Produkte möglichst lange halten und dass sie immer wieder repariert werden können, weil das dann für sie rentabler wird. Geplante Obsoleszenz, also die bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Produktes, wäre in einer Welt, die nach diesen neuen Spielregeln spielt, Vergangenheit.


Um Cradle2Cradle und eine lebensfreundliche Welt, die unsere Lebensgrundlagen erhält und unser Leben gesünder macht, zu ermöglichen, müssen die Spielregeln geändert werden, sonst können sich diese neuen Ansätze nicht durchsetzen. Aktuell ist es leider häufig immer noch billiger Produkte aus ungesunden Materialien auf den Markt zu bringen und bei Defekt wegzuschmeißen und (Sonder-)Müll zu produzieren und aus neuen Ressourcen mit hohem Energieeinsatz neue herzustellen. Obwohl doch klar ist, dass es viel sinnvoller ist, ein Produkt von vornherein so zu designen, dass es möglichst lange hält, repariert werden kann und alle seine Komponenten am Lebensende als wertvolle „Nährstoffe“ erneut zum Einsatz kommen.

Es ist der Job der Politiker/innen die Spielregeln vorzugeben und durch Gesetze und Vorgaben das zu fördern, was sinnvoll ist und im Einklang mit den sustainable development goals, den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN, steht. Und so waren zum C2C-Kongress auch Politiker/innen aus dem EU-Parlament, dem Bundestag und Staatssekretärinnen aus den Ministerien geladen.

Der Umweltminsterin Svenja Schulze wurde mit auf den Weg gegeben, dass ein positiver Fußabdruck für 2050 eine viel ermutigendere Vision darstellt als CO2-Neutralität erreichen zu wollen. Statt den Fokus darauf zu legen, weniger schlecht zu sein, kommt es darauf an für einen echten Shift einzutreten, in dem wir Menschen gesunde und lebensfreundliche Lösungen schaffen.

Ein ermutigender Wind of Change schwappte aus der EU rüber. Wir hörten von einem progressiven Umweltausschuss auf EU-Ebene, der auch mit gesundem Menschenverstand, die sozial-ökologische Transformation voranbringt. Ich lernte das Bild der Wassermelone für den Green Deal kennen:
Außen grün und innen saftig rot. Am besten ohne braune Kerne. Ich hörte vom Recht auf Reparatur und auf Energieeffizienz. Davon geplante Obsoleszenz zu verbieten. Von europaweiten Produkt-Informationssystemen für Verbraucher/innen. Von einem einheitlichen Ladekabel in Europa. Für die

Etablierung einer Kreislaufwirtschaft für Handys und Notebooks. Für Regeln zu transparenten Lieferketten.

Leider hakt es gerade noch bei der Landwirtschaft. Die ist derzeit noch vom Green Deal ausgenommen. Frau Elisabeth Winkelmeier-Becker, Bundestagsabgeordnete der CDU und parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, machte deutlich, dass die Kreislaufwirtschaft mit neuen Geschäftsmodellen auch im Wirtschaftsministerium angekommen ist.
Umwelt und Gesundheit sind die Bereiche, in denen Europas Wirtschaft führend ist, weiter wachsen und ihren Beitrag leisten kann.

Wie kann mit Marktmechanismen, welche die Menschen in ihre Eigenverantwortung nehmen, die sozial-ökologische Transformation vorangebracht werden?
Auf jeden Fall werden die Aktiven bei Cradle-2-Cradle diesen Transformations-Prozess aktiv begleiten.

Der Kongress endete mit einem Netzwerk-Dinner mit einer Vielzahl von [köstlichen] vegan-vegetarischen Speisen und einer Aftershow-Party.

Wer mehr zur Cradle2Cradle-NGO wissen möchte und diese sogar durch Aktives Mittun oder auch als Förderer/in unterstützen möchte, kann sich hier informieren.
[…]

[Die Berliner Regionalgruppe trifft sich übrigens aktuell abwechselnd Dienstags und Mittwochs (Details siehe u.a. im Lakunabi-Kalender) im c2c Lab – einem nach c2c-Prinzipien umgebauten Plattenbau im Prenzlauer Berg, wo in der Praxis ausprobiert wurde , was das für die Bauprozesse und Handwerker bedeutet, nämlich z.B. nicht mehr Fenster mit Bauschaum “ ein zu kleben“, was eine spätere Wiederverwendung unmöglich machen würde.

Einen kleinen Einblick kann man u.a. im Veranstaltungsvideo ab min 17:08 sehen]

Und hier noch einige Links:

Welche Produkte sind als Cradle2Cradle zertifiziert? https://c2ccertified.org/products/registry

C2C-Shop in Dänemark (liefert zur Zeit auch nach DE): https://c2cshop.dk/

Demnächst C2C-Shop in DE (aktuell noch nicht verfügbar): http://cradlelution.de/

C2C meets Club of Rome: https://c2c-ev.de/wachstum-und-umwelt/

Nicht fliegen wird auch "Öffentlich" einfacher :-) + Demo/ Aktion am 29.1./8:30

Auf die Schnelle eine wichtige Info aus meinem Netzwerk zum Thema Zugfahren statt Fliegen (nicht nur) für die WissenschaftlerInnen unter Euch, die ich Euch als Mitglied bzw. Unterstützerin von Stay grounded und Am Boden bleiben sowie flightfree (mit ihrer Kampagne: “ Setze dich aktiv für Klimaschutz ein und zeig mit deiner Unterschrift, dass du 2020 gemeinsam mit 100.000 Menschen auf dem Boden bleibst!“) nicht vor enthalten möchte…;-)
Ich selber bin – bis auf einen dummen Lapsus privater Natur in 2018 – seit gut 10 Jahren flugfrei – darauf bin ich inzwischen nicht nur stolz wie Bolle , sondern es geht mir auch sonst blendend damit – Fernreisen erlebe ich ähnlich intensiv lieber durch die Augen Anderer – siehe z.B. hier… 🙂

Und ganz am Ende meines heutigen Blogbeitrages,( obwohl es eigentlich an den Anfang gehören würde angesichts der offensichtlichen Kurzsichtigkeit der EntscheidungsträgerInnen…)
noch der dringende Aufruf zur Teilnahme an der Aktion morgen früh um 8:30 vor dem Bundeskanzleramt „Am Mittwoch will die Bundesregierung das Kohleausstiegsgesetz beschließen – und damit einen Ausstieg im Schneckentempo.…“ (solche Infos findet Ihr übrigens in der Regel auch in meinem öffentlichen LaKunaBi-Kalender – übrigens mit noch höherer Wahrscheinlichkeit, wenn ich wieder jemand finde, der mich beim Eintragen oder ähnlichem unterstützt…;-)

in diesem Sinnen, lg, Carla (aka LaKunaBi 🙂

PS: Wie immer könnt Ihr diesen Artikel gerne über die ganz unten aufgeführten Kanäle teilen – wenn ihr mich auf Twitter bereits abonniert habt, geht es dort vermutlich am schnellsten…;-)

„Liebe KollegInnen,

das Bundesreisekostengesetz wird geändert: Es kann
Bahn gefahren werden, selbst wenn das teurer ist. Zusätzliche
Übernachtungen und CO2-Kompensationen für Flüge werden erstattet. Das ist eine der Forderungen, die wir [als Scientists for future] hatten. Das Gesetz wird demnächst geändert, die Reglungen sind aber „ab sofort“ anzuwenden. Hier ist ein Schreiben vom Bundesministerium des Inneren:

https://unter1000.scientists4future.org/wp-content/uploads/2020/01/200121-Rundschreiben-Vorgriffsregelung-Bahnnutzung-immer-moeglich-gez.pdf


Das heißt: Wir dürfen Bahn fahren. Es ist sogar erwünscht. Nun müssen
wir es nur noch tun. Und hier könnten wir als WissenschaftlerInnen ein
wichtiges Zeichen setzen. Sie/Ihr habt es ja schon gesetzt und wir sind
jetzt 3000. Leider ist das aber nur knapp 1% der WissenschaftlerInnen im deutschsprachigen Raum. Was mir Hoffnung macht, ist, dass sich in der letzten Woche einiges getan hat. Die aktualisierte Tabelle findet sich hier:

https://unter1000.scientists4future.org/de/strasse-der-besten/

Die Liste aller Unterschriften ist hier:

https://unter1000.scientists4future.org/de/verzicht-auf-dienstlichekurzstreckenfluege-unterschriftenliste/

Wir haben Feedback bekommen, dass in einigen Unis erst noch der
Senat/das Präsidium/sonstwer darüber beraten muss, bevor irgendwas über den Uni-Verteiler läuft. Wartet nicht darauf! Die Univerteiler sind
wichtig, das hat die Uni-Osnabrück gezeigt, die jetzt schon bei 7,66%
ist, aber man braucht beides: Personen, die sich kümmern und einzelne
Leute anschreiben/ansprechen und die Mails über den großen Verteiler.
Mit den eigenen Mailing-Listen könnt Ihr schon anfangen. Wer wenn nicht jetzt? There is no time!

Das ist der Link zur Aktion:

https://unter1000.scientists4future.org/

Alle Seiten sind zweisprachig (oben im Menü Deutsch/Englisch).

Zu beachten ist auch die FAQ mit Argumentationshilfen. Wir werden die
auch aktuell halten:

https://unter1000.scientists4future.org/de/faqs-zu-kurzstreckenfluegen/

Ansonsten: #unter1000 auf FB, twitter oder sonstewo verwenden. Danke!

Herzliche Grüße


    Stefan Müller, Martina Schäfer und Gisbert Fanselow“

Und zum Abschluss auch noch ein sehr wichtiger Aktionsaufruf für morgen (Mittwoch) früh!

Am Mittwoch will die Bundesregierung das Kohleausstiegsgesetz beschließen – und damit einen Ausstieg im Schneckentempo. Die Pläne bleiben deutlich hinter den Empfehlungen der Kohlekommission[1] zurück, die schon zu schwach waren. Kommt das Gesetz, stellen in den nächsten Jahren gerade einmal zwei Kohlekraftwerke den Betrieb komplett ein. Viele Meiler laufen noch bis weit nach 2030 weiter.[2] Richtig absurd: Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) will in diesem Jahr sogar ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen lassen.[3] Die Bundesregierung weiß, wie umstritten das Gesetz ist – und möchte es deshalb möglichst schnell und lautlos verabschieden. Aber diesen Plan durchkreuzen wir: Mit einer Protestaktion bringen wir den Konflikt um die Kohle direkt vor das Kanzleramt. Dafür bauen wir ein Kraftwerk mit zwei meterhohen Kühltürmen auf – und einen Ausschaltknopf. Den wollen wir drücken, aber Campact-Unterstützer*innen mit Masken von Peter Altmaier und Bundeskanzlerin Angela Merkel schützen ihn Schulter an Schulter. Weitere Campact-Unterstützer*innen versuchen, diese Barrikade zu durchbrechen. So zeigen wir: Die Bundesregierung hält viel zu stark an der Kohle fest. Doch wir lassen nicht locker und kämpfen weiter – für einen schnellen Ausstieg.Damit diese Aktion groß und eindrucksvoll wird, brauchen wir möglichst viel Unterstützung. Seien Sie am Mittwoch in Berlin mit dabei – je mehr wir sind, desto besser!Ort: Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin (Stadtplanlink)
Zeit: Mittwoch, 29. Januar 2020, 8.30 UhrWenn Sie kommen, teilen Sie uns dies doch bitte in einer kurzen Mail an aktion@campact.de mit. Dann können wir besser planen. Wir haben Kaffee und Tee dabei – bringen Sie gerne eine selbst gestaltete Fahne oder ein Plakat mit. So wird die Aktion noch bunter.Herzliche Grüße
Isabella Glott, Campaignerin
Matthias Flieder, CampaignerPS: Kommt das Kohleausstiegsgesetz in seiner jetzigen Form, verschwinden um den Tagebau Garzweiler in Nordrhein-Westfalen ganze Dörfer – sie werden abgebaggert.[4] Das nehmen wir nicht stillschweigend hin. Machen Sie mit bei unserer Protestaktion.[1] „Kohleausstieg bis 2038“, taz, 26. Januar 2019
[2] „Wann die Braunkohle-Kraftwerke abgeschaltet werden sollen“, Der Spiegel, 16. Januar 2020
[3] „Scholz verspricht Kraftwerksbetreibern Milliarden-Entschädigung“, Der Spiegel, 16. Januar 2020
[4] „Kleinstmöglicher Kompromiss“, Deutschlandfunk, 16. Januar
 

Grüne Woche diesmal unter anderen Zeichen?

Manche von Euch haben ja eventuell schon meinen Hinweis auf die diesjährige Grüne Woche in meinem LaKunaBi-Kalender entdeckt…;-)

Auch dieses Jahr war ich bereits mehrfach vor Ort, um mir ein eigenes Bild zu machen und durfte dabei auch einiges Spannendes und hoffnungsfroh Stimmendes entdecken.
Zu den weiterhin kritischen Aspekten möchte ich dann ggf. in einem späteren Blogbeitrag noch mal kommen – Ihr als potentielle Besucher der IGW (und anderer Großveranstaltungen…) könnt aber auch selber schon positiv Einfluss nehmen z.B. auf die Abfallflut durch Probierbecher und -gefäße , indem Ihr wie ich einen Mehrwegbecher und – besteck (und ggf auch eine Tupperdose) mit nehmt und auch dort konsequent nutzt – meiner Erfahrung nach inspiriert das nämlich auch andere BesucherInnen…;-)
Auch bei den zahlreichen Giveaways schaue ich jeweils kritisch hin, ob ich sie wirklich haben möchte – so checke ich Baumwollbeutel z.B. erstmal , ob sie Gots- oder ähnlich zertifiziert sind – was anderes kommt mir nicht mehr ins Haus…;-) – ähnlich wie z.B. plastikverpackte Gummibärchen etc…)
Dabei entstehen übrigens mit den AusstellerInnen und anderen BesucherInnen auch immer wieder sehr nette und anregende Gespräche… kann ich also nur jeden dazu ermutigen…:-)
Und auch konstruktiv-kritisches NAchschauen + Nachfragen, auf was für Papier die Broschüren gedruckt wurden, helfen…. (optimal wäre Recyclingpapier mit blauem Engel – das FSC-Siegel ist leider nicht immer das Gelb vom Ei…) Und ich plädiere auch immer wieder dafür, dass dieses als Info dann auch leicht in dem Druckwerk zu finden ist…
Auf die Schnelle – denn gleich will ich weiter dort recherchieren – schon mal der Hinweis auf eine der diversen, vom Veranstalter angeregten Touren:

Die Klima-Tour
Dauer: ein Messetag
Hallen: 1.2b, 3.2, 9, 23a, 27
Empfohlener Eingang: Eingang Süd
Ticketempfehlung: Tagesticket

Wie klappt prima Klima?
Kaum ein Thema wird heute so stark diskutiert wie die Herausforderungen durch den Klimawandel. Das zeigt sich auf der Grünen Woche 2020 als Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau in einem umfassenden Informationsangebot. Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und umweltfreundliche Verfahren sind nur einige der wichtigen Trendthemen.

Hier schon mal ein kleiner Ausschnitt aus „So schmeckt Zukunft“ (Halle 3.2.)

Unter dem Motto #klimapraktiker erfahren Sie auf dem ErlebnisBauernhof (3.2), welche Lösungsansätze die Landwirtschaft zum Klimaschutz entwickelt. Hier werden Feldroboter und Traktoren mit klimafreundlichen Kraftstoffen gezeigt. Besuchen Sie die Diskussionsveranstaltungen und Live-Vorführungen zu den Themen Tierwohl, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Wie schmeckt die Zukunft?“ präsentiert die deutsche Lebensmittelwirtschaft, wie „Klimaschutz auf dem Teller“ funktioniert und welche innovativen Konzepte verfolgt werden, um der Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt gerecht zu werden.“

Beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (23a) stehen die Verbraucher und deren Einflussmöglichkeiten im Fokus: Vom nachhaltigen Einkauf im Supermarkt über die Gestaltung eines insekten-freundlichen Gartens bis zur Verwertung von Lebensmitteln erhalten Sie nützliche Tipps, wie Sie einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Erstmals auf der Grünen Woche ist die Bewegung Fridays for Future mit einem Stand in Halle 22a vertreten.

Die neue Halle 27 macht Lust aufs Land: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) informiert zum Thema Bioökonomie: Finden Sie heraus, was Wissenschaft und Forschung tun, um Rohstoffe und Produkte in Zukunft nachhaltiger zu erzeugen, zu verarbeiten und zu nutzen. Wie Sie modern leben und sorgsam mit der Natur und seinen Ressourcen umgehen, können Sie bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) lernen. Wer selbst aktiv werden will, kann beim Deutschen Forstwirtschaftsrat einen Wald errudern.

Wie groß Ihr CO2-Fußabdruck ist, erfahren Sie beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in Halle 1.2b. Außerdem lernen Sie hier, wie Sie zum Bienen- und Insektenschutz beitragen können.
Beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Halle 1.2b) reisen Sie im Klimabubble virtuell nach Madagaskar und erleben anschaulich die Auswirkungen des Klimawandels.
Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) in Halle 9 beschäftigt sich unter dem Motto „Klima2go“ mit den Zukunftsfragen des Gartenbaus. Sie erfahren, warum Torfeinsatz klimaschädlich ist, was Sie für die Pflanzengesundheit tun können oder wie Sie die Stadt grüner gestalten. Berlins Kleingärtner werden zu „ehrenamtlichen Herstellern“ von kühler Frischluft und Klimatrassen und zeigen, welche wesentliche Bedeutung Kleingärten für eine lebenswerte Stadt und das Klima haben und welche Forderungen sie an eine integrative Stadtentwicklung der Zukunft stellen. „

Am Ende dieser sportlichen Aktivität in Halle 27 hatte ich dann 3 Bäume für den Berliner Stadtwald errudert…:-)

In Halle 27 findet Ihr übrigens auch spannenden Stände z.B. über die Situation in der Lausitz und was nach der Braunkohle dort kommen könnte, sowie einen Ausblick darauf, welches Thema dieses Jahr auf dem Wissenschaftsschiff unterwegs sein wird.

Die Menschen unter Euch, die gerne mit Holz arbeiten, z.B. mit Kindern, könnten garantiert auch an einem der dortigen Gartenscheren-Ppräsentationsstände wieder viele kleine Holzaststückchen retten – einfach dort nachfragen… und notfalls ansonsten später mal bei mir – gerne dann in Tausch gegen etwas von dieser Seite…;-)

Alle praktischen Infos für den Besuch findet Ihr hier. Am heutigen Freitag ist die Messe übrigens bis 20 Uhr geöffnet – ansonsten noch bis einschließlich Sonntag jeweils bis 18 Uhr.

Wünsche Euch viel Spaß dort – und Mut zu konstruktiv-kritischen Fragen – denn sie bewegen mehr als Ihr wohlmöglich wagt zu hoffen …:-)

lg, Carla (aka LaKunaBi)

Werde diesen Blogbeitrag übrigens in den nächsten Tagen jeweils noch ergänzen – also gerne öfters reinschauen…;-)

LaKunabi’s TV- bzw. Mediathek…;-) Tipp: Auch in der , anlässlich des 10 jährigen Jubiläums von nano , gesendeten Reportage „Öko-Chancen unter der Lupe“ gibt es spannende Einblicke in mitwelt- und tierfreundlichere Formen der Landwirtschaft (ab 8:51min)

LaKunaBi-Tipps: 2x Agrar + 1x scobel

Von der auch dieses Jahr wieder als „Reaktion“ auf die grüne Woche stattfindende Demo „Wir haben es satt“ dürftet Ihr vermutlich schon alle mit bekommen haben – deshalb hier nur Kurz die Erinnerung – in der Hoffnung, dass wir uns dort (wieder)sehen….-)

„Am 18. Januar 2020 ist es wieder soweit, in Berlin findet die große „Wir haben es satt“ Demonstration statt. Unter dem Motto „Agrarwende anpacken!“, demonstrieren wir mit Zehntausenden für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, für gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und einen gerechten Welthandel.
https://www.wir-haben-es-satt.de
Demo (18.1., Brandenburger Tor)
Die Demo startet um 12 Uhr am Brandenburger Tor (wo sie auch wieder endet) unter anderem mit einem Beitrag von Vandana Shiva“

Zudem diesmal schwerpunktmäßig zwei LaKunaBi’s „Video“-Tipps:

  1. ) u.a. mit einer anschaulichen Darstellung der Methode U von Otto Scharmer

    scobel – Die globale Revolution und Stagnation (3sat)

„Das 21. Jahrhundert wird als große Umbruchphase in die Geschichte eingehen. Wie wird es gelingen, diese Herausforderung anzunehmen? Darüber spricht Gert Scobel mit seinen Gästen. Produktionsland und -jahr: Datum: 16.01.2020, 60 min, Verfügbar weltweit bis 16.01.2025

Unsere Gesellschaft befindet sich auf vielen unterschiedlichen Ebenen mitten in einem hoch dynamischen Wandel. Das Ausmaß ist gigantisch und betrifft uns ganz direkt. Es geht um unaufhaltsame Prozesse in allen Bereichen unserer Existenz. Der Vergleich mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert drängt sich auf.

Die Zukunft verantwortungsvoll gestalten

Neben der Problematik des Klimawandels, der zunehmend sichtbaren Knappheit der Ressourcen, der Zerstörung von Lebensräumen und anderen Auswirkungen des Anthropozäns ereignen sich auch soziale und ökonomische Umwälzungen, in deren Brennpunkt immer wieder digitale Technologien stehen, die ihrerseits Veränderungsprozesse einleiten und massive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Wir können diese Prozesse noch beeinflussen. Die zentrale Frage wird sein, wie wir die große Transformation, mit der wir es in den nächsten Jahrzehnten zu tun haben werden, möglichst gut, effizient, nachhaltig und weise gestalten.

Evolutionsbiologisch neigt der Mensch dazu, Zustände zu erhalten, auch gegen alle Vernunft. Aber es gibt dennoch Hoffnung. Wissenschaftler arbeiten an effizienten Strategien. Zusammen mit seinen Gästen diskutiert Gert Scobel Handlungs- und Motivationsstrategien, mit denen wir die Zukunft positiv und verantwortungsvoll über die nationalen Grenzen hinaus gestalten können.

Die Gäste

Stefan Brunnhuber ist Mitglied des Club of Rome und Senator der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Außerdem ist er ärztlicher Direktor der Diakonie-Klinik für Integrative Psychiatrie sowie Professor für Psychologie und Nachhaltigkeit an der Hochschule Mittweida in Sachsen.

Patrizia Nanz ist wissenschaftliche Direktorin am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung, Potsdam (IASS) und außerdem Professorin für transformative Nachhaltigkeitsforschung an der Universität Potsdam. Sie ist Co-Vorsitzende der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 der Bundesregierung und Mitglied des „Hightech-Forums“, das die Bundesregierung zu Wissenschaft und Technologie berät.

Otto Scharmer ist Dozent am Massachusetts Institute of Technology, Professor für Tausend Talente an der Tsinghua University in Peking und Mitbegründer des Presencing Institute. Er entwickelte das viel beachtete innovative Management-Konzept „Theorie U“.

2) Noch bis zum 30.1. kann man sich den Stream des sehr interessanten 3. BMU-Agrarkongresses mit dem Titel „Umwelt und Landwirtschaft im Dialog: Für einen Green Deal in der Agrarpolitik“ anschauen.

Übertragen wurden folgende Programmpunkte:

ZeitThema und Sprecherin/Sprecher
11 Uhr bis 12 UhrEröffnung und Einführung

Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident Umweltbundesamt
Dir. u. Prof. Dr. Hiltrud Nieberg, Johann Heinrich von Thünen-Institut
12 Uhr bis 13 UhrGrund zum Optimismus:
Von lokalen Gesellschaftsverträgen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft lernen

Alexander Müller, Managing Director ThinkTank for Sustainability Initiativen und Betriebe aus Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern stellen sich vor
14 Uhr bis 15:45 UhrZukunftskommission Landwirtschaft –
der richtige Schritt zum Gesellschaftsvertrag?

Dirk Andresen, Sprecher „Land schafft Verbindung“
Doreen Riske, Geschäftsführung Agrar GbR Groß Kiesow
Agnes Becker, Sprecherin des bayerischen Volksbegehrens Artenvielfalt Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Albrecht von Lucke, Publizist und Berliner Korrespondent der Blätter für deutsche und internationale Politik

Beiträge
Prof. Dr. Hubert Wiggering, Universität Potsdam, Vorstand und Sprecher Deutsche Agrarforschungsallianz
Ulrich Peterwitz, Gelsenwasser AG
16:15 Uhr bis 16:30 UhrBlick über den Tellerrand –
Eine post-Brexit-Sicht zur Agrarpolitik aus Großbritannien

Patrick Holden, Gründungsdirektor Sustainable Food Trust
16:30 Uhr bis 18 UhrGreen Deal oder Green Washing – Was will Deutschland in der Agrarpolitik?

Dr. Heinrich Bottermann, Staatsekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Beate Kasch, Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Dr. Matthias Miersch, MdB, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Silvia Bender, Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg
Reinhold Jost, Vorsitzender der Agrarministerkonferenz

Verabschiedung und Ausblick

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

wünsche spannende Erkenntnisse und bis zur Demo 😉

lg, Carla (aka LaKunaBi)

Was von der co2-Einsparung Deutschlands zu halten ist… + was echten Ökostrom ausmacht ?

Anbei mal wieder Neuigkeiten (mit diversen interessanten weiter führenden Links) aus meinem Netzwerk – verbunden mit meiner Anregung, die Vorsätze für´s neue Jahr zu nutzen , um, falls noch nicht geschehen, zu einem echten Ökostromanbieter zu wechseln…. 😉
Habe es selber Ende letzten Jahres übrigens endlich geschafft, auch mit meinem Erdgas zu einem Ökogasanbieter um zu ziehen – hilfreiche Links dazu findet Ihr u.a. in meinem ständig ergänzten „Alphabet“ der Alltagsmöglichkeiten… 😉 dort u.a. mit einer neuen Linkliste aus dem Wuppertalinstitut “ Meine Energiewende mache ich mit Links“

In diesem Sinne wünsche ich euch ein frohes Neues mit Frieden, Gesundheit, einem guten Leben für Alle – und was Ihr Euch sonst noch so wünscht… und uns Allen ein Jahr mit u.a. mutigeren EntscheiderInnen und ambitionierteren Klimaschutzmaßnahmen!

Pre-Ps 😉 Eine meiner Ansicht nach gute Art des Mutmachens bis Anstupsens…;-) habe ich übrigens bei der letztjährigen Ausstellung der Group Global 3000-Galerie (wo seit gestern übrigens bereits die neue Ausstellung läuft, diesmal zum Thema „Fossile Sucht“) kennengelernt. Die dort gegen Spende erstandenen „Life letters“ von der deutsch-kanadischen Künstlerin Alexa Helbig und deren Idee habe ich nicht nur eifrig bei diversen Veranstaltungen unter die Leute gebracht, sondern schreibe gerade selber an diverse EntscheiderInnen…. und nutze ansonsten auch jede Gelegenheit u.a. bei Konferenzen z.B. PolitikerInnen freundlich, aber (GfK-)bestimmt als demokratie- und klima/umweltbesorgte Bürgerin anzusprechen – und stoße dabei auf erstaunlich offene + dankbare Ohren… kann also nur jede(n) von Euch ebenso dazu ermutigen 🙂
lg, Carla

PS: Und für alle , die es nicht noch nicht mit bekommen haben: das große Demokratie-Event am 12 6. 2020 im Olympiastadion kann stattfinden 🙂 Auch GermanZero ist übrigens mit von der Partie! Und ich freue mich, dass auch mein wildes Mobilisieren noch am 24.12. über meine sämtlichen Kanäle vielleicht ein wenig zum Erreichen des Fundingzieles von 1,8 Mio € bei getragen hat…. 🙂

Statement von GermanZero zum Kohlendioxid-Ausstoß in Deutschland

 Völlige Verfehlung des 1,5-Grad-Ziels trotz 35% CO2-Einsparung

Berlin, 7.1.2020. Zum 35%-Einsparerfolg bei CO2-Emissionen in Deutschland, veröffentlicht gestern von Agora Energiewende, nimmt GermanZero Stellung. Zum Erreichen des Pariser 1,5-Grad-Ziels müsste Deutschland bereits 2023 klimaneutral sein, wenn die noch zu emittierenden Restmengen zugrunde gelegt werden. Die Bundesregierung verweigert nach wie vor eine Stellungnahme zu den verbleibenden Restemissionsmengen. GermanZero hat am 17.12.2019 einen umfassenden Klimaplan vorgelegt und auf diese gravierende Zielverfehlung hingewiesen.

Für die völkerrechtlich verbindliche Zielsetzung einer maximalen Erderwärmung von 1,5 Grad können weltweit nur noch 420 Gigatonnen CO2 emittiert werden. Der deutsche Anteil beträgt 3,1 Gigatonnen. Beim derzeitigen jährlichen Ausstoß von 0,8 Gigatonnen (800 Millionen Tonnen) müsste Deutschland bereits 2023 klimaneutral sein. Die Ziele der Bundesregierung von ehemals -40% bis 2020, -55% bis 2030 und 80-95% bis 2050 missachten diesen mathematischen Zusammenhang.

„Wir fordern die Bundesregierung auf, unmissverständlich klarzumachen, von welchen Restemissionsmengen sie für das zugesagte 1,5-Grad-Ziel ausgeht. Die Bundeskanzlerin und Bundesumweltministerin müssen zeitnah ihre Klimaziele an die naturwissenschaftliche Realität anpassen“, erklärt Heinrich Strößenreuther, Gründer und Vorstand von GermanZero.

Diesen Zusammenhang hat GermanZero am 17. Dezember 2019 mit der Veröffentlichung ihres Klimaplans vorgestellt. Der Klimaplan zeigt erstmals auf, wie Deutschland innerhalb von zehn Jahren klimaneutral werden kann und damit das 1,5-Grad-Versprechen einhält.
 

Weiterführende Links:
Über GermanZero: www.GermanZero.de

Zum Klimaplan von GermanZero auf Seite 6 bzgl. Restemissionsmengen: https://germanzero.de/klimaplan

Mitschnitt der GermanZero-Pressekonferenz vom 17.12.2019 zu der Zielverfehlung ab Minute 27:45:  https://www.youtube.com/watch?v=GfZ8gJzBZHE&feature=youtu.be

Antworten der Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf Nachfragen zu Restmengen und Zielen der Bundesregierung ab Minute 0:31 in ARD-Kontraste: https://twitter.com/ARDKontraste/status/1178663685243490304

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Über GermanZero: GermanZero wurde von Heinrich Strößenreuther gestartet, laut taz Deutschlands erfolgreichster Verkehrslobbyist. Er initiierte den „Volksentscheid Fahrrad“ in Berlin und hat damit für Deutschlands erstes Mobilitätsgesetz gesorgt. Er gab den Anstoß für mittlerweile 25 Rad-Entscheide und hat so die deutsche Verkehrswende von unten ausgelöst. Strößenreuther ist ein erfahrener Projekt- und Change-Manager, Geschäftsführer, mehrfacher Gründer und war im Senior Management der Deutschen Bahn, im Bundestag und bei Greenpeace tätig. 
Hinter GermanZero versammelt sich seither ein Team von mittlerweile weit über 50 Klima-, Management- und Kommunikationsprofis sowie eine stetig wachsende Gruppe von Unterstützern aus allen Teilen der Bevölkerung, die gemeinsam eine schlagkräftige, bundesweite Organisation aufbauen. 
Zudem konnte GermanZero viele prominente Unterstützer gewinnen – darunter Joko Winterscheidt, Charly Hübner, Carolin Kebekus, Sven Regener, Eva Menasse, Jan Delay, Lars Jessen, Jan Josef Liefers und Anneke Kim Sarnau. 
GermanZero setzt auf intensive Partnerschaften mit den relevanten Akteuren und steht mit den Schlüsselpersonen bei Fridays for Future oder Scientists for Future in engem Austausch.

Es gibt einen neuen ROBIN WOOD Ökostromreport!

"Neu ist insbesondere eine Suchfunktion, in der die Bewertung aller 1.200 untersuchten Anbieter mit Ökostromangebot abrufbar ist (von den ganz
großen bekannten bis hin zu den vielen kleinen lokalen Anbietern). Wie immer geht es bei dem RoWo Report nicht nur darum, ob Anbieter zu 100%
Ökostrom verkaufen, sondern auch mit welchen Unternehmen die Anbieter
zusammen hängen und von welchen Betreibern sie Strom beziehen - um sicher zu stellen, dass wirklich kein Geld an die Kohle- und
Atomindustrie geht.

Ihr findet den Report unter: https://www.robinwood.de/oekostromreport"

Endspurt – nur noch heute bis 23:59 – zu einer besonderen Art der Bescherung…;-)

Gemeinsam können wir es noch schaffen!

Seit meinem letzten Post zum für den 12. Juni 2020 im Berliner Olympiastadion geplanten großen Demokratieevent hat sich bereits einiges getan 🙂
Leider läuft die Crowdfunding dafür aber nur bis Heiligabend, also heute abend 23:59 Uhr, weil nur bis dahin die  bisher ausnahmsweise kostenfreie Reservierung storniert werden kann.
Sprich , wir brauchen noch ein paar CrowdfunderInnen und/ oder MobilisiererInnen mehr, damit das Ganze, was ich selber für ausgesprochen wichtig halte, statt finden kann. Jeder, der schon mal versucht hat, die 50 000 Unterschriften z.B. für das Ouorum einer Bundestagspetition (übrigens die einzige Form von Petition,  die meines Wissens für Politikerinnen wirklich relevant ist…) zusammen zu bekommen, weiß, wie sinnvoll es ist mindestens 60000 an einem Platz zusammen zu bringen und im Vorfeld noch mehr mit ein zu beziehen…;-)

Und falls Ihr bisher eher kritisches über das „Event“ gehört habt, dann lest Euch bitte auf jeden Fall die detailllierten Antworten der Initiatoren durch – u.a. wofür es so eine Summe braucht, warum das Ganze gerade im Olympiastadion statt finden soll etc. https://www.startnext.com/12062020/blog/beitrag/fragen-amp-antworten-p85609.html#pnav#pnav

Wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr in irgendeiner Form mit von der Partie wäret !

Es bleiben uns nur noch Stunden, um das Unmögliche möglich zu machen und für den 12.06.2020 das Olympiastadion für ein Festival der Demokratie zu mieten. Unterstütze uns jetzt auf www.startnext.com/12062020. Wir wollen Wissenschaftler*innen, demokratiefördernden Initiativen und zivilgesellschaftlichen Organisationen eine Bühne vor 60.000 Menschen geben werden, um Lösungen für die drängendsten Probleme unserer Zeit (Klimakrise, Rechtsdruck, soziale Ungerechtigkeit, etc.) gebündelt zu präsentieren und diese z.B. mit Hilfe von Petitionen (mind. 50k Unterstützer) direkt vor Ort zu verabschieden. Wenn aber bis zum 24.12.2019 die Finanzierung über das Crowdfunding nicht erfolgt, kann dies alles in dieser Form nicht stattfinden. Deshalb unterstützt heute als Ticketkäuferin oder als Spenderin (für Menschen die sich die 29,95 EUR nicht leisten können). Treffen wir uns da? Seid ihr dabei?

 12062020 leicht erklärt: https://youtu.be/E6xJXZ1yCGw

wünsche Euch in jedem Fall frohe Feiertage und einen guten Rutsch,
lg, Carla (aka LaKunaBi)

Fairy challenge, Digitalisierung und zu überdenkende Sätze – nicht nur in der Weihnachtszeit…;-)

Passend zur Vorweihnachtszeit möchte ich Euch diesmal dieses inspirierende „Projekt“ eines Freundes ans Herz legen:

“ Morgen wird dich eine gute Fee besuchen. Sie wird sagen: „Ich weiß, mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit muss es jetzt schneller gehen. Du darfst dir daher drei Änderungen wünschen, die im Deutschen Bundestag zu Beginn des kommenden Monats beschlossen werden. Welche drei Änderungen von Gesetzen, Regeln, Vorschriften, Institutionen, die deiner Meinung nach möglichst viel zur Vermeidung der Klima- und Nachhaltigkeitskrise beitragen, nennst du mir?“
Bist du bereit? „

Zudem möchte ich Euch anlässlich des aktuellen WBGU-Gutachtens Unsere gemeinsame digitale Zukunft, (nähere Infos siehe auch im Kalender und in meinen Tweets), zu dem man hier bis Ende 2020 mit diskutieren kann, auch auf das Forum der „Bits & Bäume“ Bewegung hinweisen, deren Forderungen mir ebenfalls unterstützenswert erscheinen:

Forum der „Bits & Bäume“ Bewegung! Wir diskutieren über Nachhaltigkeit & Digitalisierung

Dieses Forum verbindet Menschen mit Interesse an Diskussionen und Aktivitäten rund um den Themenkomplex „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“. Es ist eine Plattform zur Vernetzung, Koordinierung und Mobilisierung. Zielgruppe sind insb. Organisationen und Communities aus den Bereichen IT, Digitale Bürgerrechte, Umwelt & Nachhaltigkeit.

Was treibt uns an?

Wir suchen Antworten auf diese Fragen:

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für stabile Tech-Communities?

Welche ökologischen Chancen stecken in digitalen Anwendungen etwa für Klima- und Ressourcenschutz?

Welche Arten von Digitalisierung stehen diesen Zielen entgegen oder sind gar kontraproduktiv?

Wie kann die digitale Gesellschaft demokratisch und gerecht gestaltet und zugleich darauf ausgerichtet sein, auf friedvolle Weise die Grundlagen unseres Lebens auf diesem Planeten zu bewahren?

Unsere bisher gefundenen Antworten auf diese Fragen sind als Forderungen hier zusammengefasst und bereits von allen Trägerorganisationen und Hunderten anderer Personen und Organisationen unterzeichnet:
bits-und-baeume.org

Wir fordern eine nachhaltige Digitalisierung! Bits & Bäume Bewegung

Unterzeichne und bekräftige diese gemeinsamen Forderungen wichtiger Organisationen.“

Auch möchte ich Euch auf diesen lesenswerten Artikel hinweisen:

Und zum Abschluss auch noch einige

“ Tipps für nachhaltige Weihnachten von den ParentsFF;
🌲⛄️⭐️🎄Christmas For Future🎄⭐️⛄️🌲

🌏Geschenke für eine lebenswerte Zukunft: https://parentsforfuture.de/de/schenke_zukunft
🌳Verschenke Bäume zu Weihnachten bei Plant for the Planet: https://www.plant-for-the-planet.org/de/unterstuetzen/baumgeschenk
🕗Verschenke Zeit statt Zeug: https://www.zeit-statt-zeug.de/de
🎄Schmücke deinen Baum im Garten oder eine Zimmerpflanze
🎁Packe deine Geschenke in Stoffreste oder Altpapier
🥬Macht ein kreatives Festessen: regional, saisonal und kein oder weniger Fleisch (Bioqualität/Wild)
✝️Unterstütze die Christians For Future: https://christians4future.org/.

Danke für euren Einsatz für ein nachhaltigeres Weihnachten, besinnliche Feiertage und viel Licht🔆 und Liebe❤️ im neuen Jahr für euch!“

Dieses wünscht Euch auch Carla (aka LaKunaBi)

Labor für Kunst und nachhaltige Bildung

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