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Rund ums Reisen: ITB+BTF/ Sail to The cop/ Studie/ Ryanair+ offene Fragen….

Mein heutiger Blogpost ist etwas länger geraten – angesichts anstehender Termine und vielfältiger dazu passender Infos aus meinem Netzwerk. Also gerne das Lesen auf mehrere Tage verteilen (ggf. folgen auch noch Bilder der letzten Jahre…)- und dabei bitte nicht die weiteren wesentlichen Info-Punkte weiter unten übersehen… leider klappt das mit dem Anker setzen im Text immer noch nicht…sorry …:-)

in diesem Sinne – (erstmal) frohes Reisen im Kopf…:-)

Carla (aka LaKunaBi)

Viele der Infos auf meiner Webseite (und in meinem Kopf…;-) rund um das Thema Reisen und Urlaub, habe ich beim Besuch der früherer ITB’s – (dort besonders in der immer wieder sehr empfehlenswerten Halle 4.1 mit ihren beiden vieleseitigen Bühnenprogrammen Big Stage und Adventure stage), dem CSR-Programm und des (kleineren, aber umso oho….;-) Berlin Travel Festivals (dazu in späteren Blogbeitrag mehr…) gesammelt – bei Letzterem durfte ich u.a. sehr spannende Menschen wie die beiden Hoepner-Zwillinge kennen lernen, die aktuell an ihrem pedalbetriebenen Amphibienfahrzeug für ihre Tour durch Alaska arbeiten (und sich dabei weiter über Unterstützung freuen….;-) oder Jana Steingäßer bei der packenden Lesung eines ihrer Bücher…

Nun ist es für diese beiden Reisemessen bald schon wieder soweit!

ITB Berlin – Wesentliches in aller Kürze:

„die weltweit führende Messe der globalen Reisebranche“ […] Nirgendwo sonst wird die gesamte Wertschöpfungskette der Touristik vollständig abgebildet. Der ITB Kongress 2020 dreht sich rund um die Kernthemen Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Wandel von Kundenansprüchen und Luxus.“

Fachbesucher: 4. – 8. März, 10 – 18 Uhr (u.a. wieder mit einem umfangreichen CSR-Programm )
Privatbesucher: 7. – 8. März, 10 – 18 Uhr (mit speziellem Wochenendprogramm)

Tickets, (Tipp für Privatbesucher: „Bis zum 8. März (12 Uhr) erhalten Sie in den Kundenzentren und an den Fahrausweisautomaten der BVG und S-Bahn Berlin einen Gutschein für ein reguläres Tagesticket für das ITB Wochenende zum Preis von 12,00 statt 16,00 Euro.“

Es macht übrigens auch sehr viel Sinn mit den Öffis, sprich der BVG, an zureisen…;-) , z.B. mit der S-Bahn bis: Messe Nord/ICC, Westkreuz oder Messe Süd, mit der U-Bahn bis Kaiserdamm u/o. mit Buslinien der BVG bis Haltestellen Messedamm, ZOB und ICC.

Im Rahmen der ITB findet u.a. für Fachbesucher auch wieder der nach meinen bisherigen Erfahrungen sehr besuchenswerte
ITB Berlin Kongress 2020, vom 4. bis 7. März 2020 statt – diesmal unter dem Motto:

„Smart Tourism for Future“

Für u.a. Fachbesucher und Medien geht es dieses Jahr beim ITB Berlin Kongress 2020 um das Thema: “ Smarter Tourismus für eine bessere Zukunft“ bzw. „Smart Tourism for Future“ – ein Motto, das verspricht, dass auch diverse VertreterInnen von FFF bzw. deren diversen UnterstützerInnengruppen eingeladen sind, dort zu sprechen…

„Nicht erst seit der Fridays-for-Future-Bewegung gehören die Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Umweltschutz auch in der Touristik zu den bestimmenden Aspekten. Der steigende CO2-Ausstoß und ein übermäßiger Ressourcenverbrauch sowie die daraus resultierenden Folgen für Natur und Ökosysteme beherrschen den Alltag weltweit. Viele touristische Unternehmen beschäftigen sich immer intensiver mit intelligenten und nachhaltigen Verkehrslenkungen und integrieren sie in ihre Strategien und Produkte. Der ITB Berlin Kongress informiert umfassend über den aktuellen Stand, die Fortschritte, aber auch über die bestehenden Defizite und Fehler.

ITB Berlin Kongress 2019 – CSR – „Keynote: Klimawandel, Erderwärmung, Wetterextreme: Status Quo und Handlungszwänge“ ITB Berlin Convention 2019 – CSR – „Keynote: Climate Change, Global Warming, Weather Extremes: Status Quo And Constraints To Action“

Professor Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber ist Direktor (em.) am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und gehört zu den weltweit führenden Klimaforschern. In seiner Keynote „Klimawandel, Erderwärmung, Wetterextreme“ auf dem ITB CSR Day am 6. März stellt er Status Quo und Handlungszwänge vor (11-11.45 Uhr, CityCube Halle A1).
Im Anschluss konfrontieren die Fridays-for-Future-Aktivisten die Touristiker beim Format des heißen Stuhls mit dem Thema „Flugscham“ (12 -12.45 Uhr). In Anbetracht der Relevanz des Aspekts Nachhaltigkeit gehört am 4. März auch der ITB Responsible Destination Day erstmals zum Kongressprogramm (10.45-17.45 Uhr, CityCube Halle A1). „

Bin auch sehr gespannt, in wieweit bei dem weiteren Schwerpunktthema „Digitalisierung“ ökologische Nachhaltigkeit (hoffentlich) mit gedacht wird – was angesichts des damit verbundenen Energie- und Ressourcenverbrauch (siehe u.a. bei Bits und Bäume) hoffentlich zunehmend mit gedacht wird….

„Neben Ökologie und Nachhaltigkeit zählt die Digitalisierung zu den Zukunft bestimmenden Faktoren für die Tourismusbranche. Kunden wollen immer und überall, vor und während der Reise informiert sein. Mit einer umfassenden Digitalisierung können ihre Wünsche erfüllt werden. Das Thema umspannt den kompletten Kongress – an allen Tagen diskutieren Teilnehmer unterschiedliche Fragen und präsentieren neue Ideen. Wissenschaftsjournalistin und Forscherin Dr. Michaela Lenzen zeigt auf dem ITB Future Day am 4. März Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz, Big Data und Robotern für die Branche, aber auch für die Kunden auf (17-14.45 Uhr, CityCube Halle A4 + A5).

Auch im Luxussegment bewegt sich einiges , wie ich bereits bei meinem letzten ITB-Kongress-Besuch feststellen konnte – allerdings ist zu hoffen, dass dieses wegen des massiven Impacts inzwischen mit wesentlich größeren Schritten als bisher erkennbar geschieht.
Auch dieser Bereich dürfte also für Nachhaltigkeitsinteressierte von Interesse sein – auch wenn man, so wie ich, weit davon entfernt ist, so eine Reise machen zu können und vor allem zu wollen… 😉

Dieses ist mir auch mal wieder klar geworden, als die Landwirtschafts- und Fischereiministerin der Maldediven beim diesjährigen GFFA davon sprach, dass sie rund 95% der Nahrungsmittel wegen der vielen Touristen importieren müssen. Hinzu kommen die Entsorgungsproblematik von Verpackungen, der hohe Wasserverbrauch etc….

„Die sich verändernden Ansprüche, Wünsche und Vorstellungen der Kunden führen auch im Luxussegment zu einem sich wandelnden Buchungsverhalten. Auf dem ITB New Luxury Travel Forum im Rahmen des Marketing & Distribution Day am 5. März, erhalten die Besucher durch eine neue exklusive Studie der ITB Berlin und Travelzoo neue Daten und Fakten zum Verhalten globaler Luxusreisender in Bezug auf Nachhaltigkeit. Dies bildet auch die Diskussionsgrundlage für das ITB Hospitality Executive Panel. Die Podiumsdiskussion „Die Zukunft des Luxus im post-hedonistischen Zeitalter“ beschäftigt sich mit den prägenden globalen Trends und der daraus resultierenden Zukunft des Luxus (17-17.45 Uhr, CityCube Halle A4 + A5).“

Nach meinen eigenen Erfahrungen der letzten Jahren kann ich z.B. den Besuch als FachbesucherIn mit dem Recherche-Schwerpunkt „Nachhaltiges Reisen“ (60€ bei Ticketkauf im Vorverkauf) wärmstens empfehlen: für zunächst drei Tage bei der ITB inklusive des Kongresses und dann am Wochenende mit dem Besuch des familiäreren Berlin Travel Festivals (übrigens mit Gratiseintritt für Kinder bis 16 Jahre!)

WEITERES JENSEITS VON REISEMESSEN ZUM THEMA

1) Ideen zum nachhaltiges Reisen von der „Sail to the cop“

Fotoquelle: https://sailtothecop.com/project/participants

Ergebnisse eines Think-Tanks von 32 jungen Menschen verschiedener Nationen – entstanden bei der Segeltour über den Atlantischen Ozean zur COP25 Richtung Chile (dann leider kurzfristig nach Madrid verlegt…)

„We imagine a future where people travel with respect for our earth and all those who live on it — supported by ambitious travel policies, forward thinking institutions and a culture of conscious travel.“

2) STUDIE

Anbei außerdem auch ein Aufruf aus meinem Netzwerk zur Teilnahme an einer aktuellen Studie zum Thema „Reiseverhalten in Industrienationen“

3) GREENWASHING bei Ryanair

Bezüglich Ryanair bzw. dem unerfreulichen Thema Greenwashing (was leider auch immer die Gefahr des Glaubwürdigkeitverlustes für ehrlcihe Anbieter birgt) dürfte folgende Info aus meinem Netzwerk von Interesse sein:

„Please see latest news on Ryanair. The airline has been sanctioned by the UK advertising agency for misleading claims re their green credentials. 
https://www.transportenvironment.org/press/ryanair-fake-%E2%80%98green%E2%80%99-ad-shows-why-lawmakers-must-take-its-soaring-emissions

Auch angesichts deren Umgang mit ihren Angestellten kann ich nicht verstehen, wie solche Unternehmen überhaupt noch (auch indirekt) beworben werden, z.B. indem man, wie bei der Grünen Woche geschehen, in einer Pressemitteilung auf die gute Erreichbarkeit eines finnischen Ortes mit Ryanair hinweist…

4) OFFENE FRAGEN….;-)

Ich selber frage mich übrigens bei meinem Reiseplanungen (und teilweise auch andere) inzwischen u.a.: Würde ich diese Reise auch in dieser Form machen, wenn ich niemandem davon erzählen dürfte?

Welche (vielleicht auch bisher) unbewussten Bedürfnisse verstecken sich hinter meinem Reisevorhaben – und ist die geplante Reise wirklich geeignet diese Bedürfnisse zu erfüllen, wenn mir zudem gleichzeitig eine lebenswerte Zukunft der Menschheit mit einem gutem Leben für alle nicht völlig wurscht ist… 😉

Vielleicht mögt ihr mir ja im unten stehenden Kommentarfeld schreiben, welche Bedürfnisse ihr selber glaubt nur per Flug- bzw. Fernreise befriedigen zu können? Bin sehr gespannt auf Eure persönlichen Antworten!

Bin selber – bis auf einen dummen Lapsus privater Natur in 2018 – seit gut 10 Jahren flugfrei – darauf bin ich inzwischen (seitdem ich weiß, wie schädlich Fliegen in jeder Hinsicht ist…) nicht nur stolz wie Bolle , sondern es geht mir auch sonst blendend damit – Fernreisen erlebe ich ähnlich intensiv lieber durch die Augen Anderer – siehe z.B. hier… 🙂 und habe kulturelle Kontakte mit Menschen fremder Nationen lieber, wenn ich diese z.B. in Berlin bei internationalen Konferenzen oder auch der ITB treffe – meiner Erfahrung geht das in deren Ländern nämlich in der Regel nur, wenn man dort länger und alleine unterwegs ist, wirklich bereit ist, sich darauf ein zu lassen und zudem noch möglichst die Landessprache spricht… was in den meisten Fällen nicht gegeben sein dürfte…;-)

Zur aktuell startenden IATA-Werbekampagne „Flyaware“ mit einem Millionen-Budget siehe übrigens diesen sehr aufschlussreichen Artikel aus der FAZ : „Große Werbekampagne geplant : Niemand soll sich für das Fliegen schämen“ (von Christian Schubert, Paris -Aktualisiert am 29.11.2019-22:19)
Weiteres zur Ilusion des grünen Fliegens (Download von Broschüre auf D bzw. E) auch hier.
Das immer wieder von der Flugindustrie gehypte „Power to x“ Verfahren macht übrigens meines Wissens nach ökologisch erst ab 70% EE am Strommix Sinn ( und auch die E-Mobilität, die zunehmende Digitalisierung, die von den Fossilen umzustellende Schwerindustrie etc. benötigen ja zukünftig mehr erneuerbare Energien….) Die Flugindustrie setzt trotz aller Warnungen von WissenschaftlerInnen zudem weiter auf immenses Wachstum (u.a. ist gerade in Berlin ein neuer Terminal für Billigflieger im Bau) – inklusive des anhaltenden Neu- und Ausbaus von Flughäfen auf Kosten von Mensch und Natur…
ein Grund mehr für mich, am Boden zu bleiben…und das auch anderen mit zu teilen – jeder Schritt zählt 😉

Und eine z.B. mit Leitungswasser wieder auffüllbare Flasche kann man auch nutzen, ohne dass man dafür zuvor geflogen sein muss…;-)

Und das Schöne ist doch so nah…;-) – zu anderen Formen des Reisens geht’s übrigens auch hier lang 🙂 oder wir treffen uns auf der Suche nach solchen Angeboten vom 4.-8. März auf der ITB und dem BTF, um dort „an einem Tag die Welt zu bereisen“, in der Hoffnung, dass möglichst viele der BesucherInnen ihre Reiseentscheidungen anschließend möglichst enkeltauglich treffen… 😉

in diesem Sinne – (erstmal) frohes Reisen im Kopf…:-)

Carla (aka LaKunaBi)

Nicht fliegen wird auch "Öffentlich" einfacher :-) + Demo/ Aktion am 29.1./8:30

Auf die Schnelle eine wichtige Info aus meinem Netzwerk zum Thema Zugfahren statt Fliegen (nicht nur) für die WissenschaftlerInnen unter Euch, die ich Euch als Mitglied bzw. Unterstützerin von Stay grounded und Am Boden bleiben sowie flightfree (mit ihrer Kampagne: “ Setze dich aktiv für Klimaschutz ein und zeig mit deiner Unterschrift, dass du 2020 gemeinsam mit 100.000 Menschen auf dem Boden bleibst!“) nicht vor enthalten möchte…;-)
Ich selber bin – bis auf einen dummen Lapsus privater Natur in 2018 – seit gut 10 Jahren flugfrei – darauf bin ich inzwischen nicht nur stolz wie Bolle , sondern es geht mir auch sonst blendend damit – Fernreisen erlebe ich ähnlich intensiv lieber durch die Augen Anderer – siehe z.B. hier… 🙂

Und ganz am Ende meines heutigen Blogbeitrages,( obwohl es eigentlich an den Anfang gehören würde angesichts der offensichtlichen Kurzsichtigkeit der EntscheidungsträgerInnen…)
noch der dringende Aufruf zur Teilnahme an der Aktion morgen früh um 8:30 vor dem Bundeskanzleramt „Am Mittwoch will die Bundesregierung das Kohleausstiegsgesetz beschließen – und damit einen Ausstieg im Schneckentempo.…“ (solche Infos findet Ihr übrigens in der Regel auch in meinem öffentlichen LaKunaBi-Kalender – übrigens mit noch höherer Wahrscheinlichkeit, wenn ich wieder jemand finde, der mich beim Eintragen oder ähnlichem unterstützt…;-)

in diesem Sinnen, lg, Carla (aka LaKunaBi 🙂

PS: Wie immer könnt Ihr diesen Artikel gerne über die ganz unten aufgeführten Kanäle teilen – wenn ihr mich auf Twitter bereits abonniert habt, geht es dort vermutlich am schnellsten…;-)

„Liebe KollegInnen,

das Bundesreisekostengesetz wird geändert: Es kann
Bahn gefahren werden, selbst wenn das teurer ist. Zusätzliche
Übernachtungen und CO2-Kompensationen für Flüge werden erstattet. Das ist eine der Forderungen, die wir [als Scientists for future] hatten. Das Gesetz wird demnächst geändert, die Reglungen sind aber „ab sofort“ anzuwenden. Hier ist ein Schreiben vom Bundesministerium des Inneren:

https://unter1000.scientists4future.org/wp-content/uploads/2020/01/200121-Rundschreiben-Vorgriffsregelung-Bahnnutzung-immer-moeglich-gez.pdf


Das heißt: Wir dürfen Bahn fahren. Es ist sogar erwünscht. Nun müssen
wir es nur noch tun. Und hier könnten wir als WissenschaftlerInnen ein
wichtiges Zeichen setzen. Sie/Ihr habt es ja schon gesetzt und wir sind
jetzt 3000. Leider ist das aber nur knapp 1% der WissenschaftlerInnen im deutschsprachigen Raum. Was mir Hoffnung macht, ist, dass sich in der letzten Woche einiges getan hat. Die aktualisierte Tabelle findet sich hier:

https://unter1000.scientists4future.org/de/strasse-der-besten/

Die Liste aller Unterschriften ist hier:

https://unter1000.scientists4future.org/de/verzicht-auf-dienstlichekurzstreckenfluege-unterschriftenliste/

Wir haben Feedback bekommen, dass in einigen Unis erst noch der
Senat/das Präsidium/sonstwer darüber beraten muss, bevor irgendwas über den Uni-Verteiler läuft. Wartet nicht darauf! Die Univerteiler sind
wichtig, das hat die Uni-Osnabrück gezeigt, die jetzt schon bei 7,66%
ist, aber man braucht beides: Personen, die sich kümmern und einzelne
Leute anschreiben/ansprechen und die Mails über den großen Verteiler.
Mit den eigenen Mailing-Listen könnt Ihr schon anfangen. Wer wenn nicht jetzt? There is no time!

Das ist der Link zur Aktion:

https://unter1000.scientists4future.org/

Alle Seiten sind zweisprachig (oben im Menü Deutsch/Englisch).

Zu beachten ist auch die FAQ mit Argumentationshilfen. Wir werden die
auch aktuell halten:

https://unter1000.scientists4future.org/de/faqs-zu-kurzstreckenfluegen/

Ansonsten: #unter1000 auf FB, twitter oder sonstewo verwenden. Danke!

Herzliche Grüße


    Stefan Müller, Martina Schäfer und Gisbert Fanselow“

Und zum Abschluss auch noch ein sehr wichtiger Aktionsaufruf für morgen (Mittwoch) früh!

Am Mittwoch will die Bundesregierung das Kohleausstiegsgesetz beschließen – und damit einen Ausstieg im Schneckentempo. Die Pläne bleiben deutlich hinter den Empfehlungen der Kohlekommission[1] zurück, die schon zu schwach waren. Kommt das Gesetz, stellen in den nächsten Jahren gerade einmal zwei Kohlekraftwerke den Betrieb komplett ein. Viele Meiler laufen noch bis weit nach 2030 weiter.[2] Richtig absurd: Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) will in diesem Jahr sogar ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen lassen.[3] Die Bundesregierung weiß, wie umstritten das Gesetz ist – und möchte es deshalb möglichst schnell und lautlos verabschieden. Aber diesen Plan durchkreuzen wir: Mit einer Protestaktion bringen wir den Konflikt um die Kohle direkt vor das Kanzleramt. Dafür bauen wir ein Kraftwerk mit zwei meterhohen Kühltürmen auf – und einen Ausschaltknopf. Den wollen wir drücken, aber Campact-Unterstützer*innen mit Masken von Peter Altmaier und Bundeskanzlerin Angela Merkel schützen ihn Schulter an Schulter. Weitere Campact-Unterstützer*innen versuchen, diese Barrikade zu durchbrechen. So zeigen wir: Die Bundesregierung hält viel zu stark an der Kohle fest. Doch wir lassen nicht locker und kämpfen weiter – für einen schnellen Ausstieg.Damit diese Aktion groß und eindrucksvoll wird, brauchen wir möglichst viel Unterstützung. Seien Sie am Mittwoch in Berlin mit dabei – je mehr wir sind, desto besser!Ort: Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin (Stadtplanlink)
Zeit: Mittwoch, 29. Januar 2020, 8.30 UhrWenn Sie kommen, teilen Sie uns dies doch bitte in einer kurzen Mail an aktion@campact.de mit. Dann können wir besser planen. Wir haben Kaffee und Tee dabei – bringen Sie gerne eine selbst gestaltete Fahne oder ein Plakat mit. So wird die Aktion noch bunter.Herzliche Grüße
Isabella Glott, Campaignerin
Matthias Flieder, CampaignerPS: Kommt das Kohleausstiegsgesetz in seiner jetzigen Form, verschwinden um den Tagebau Garzweiler in Nordrhein-Westfalen ganze Dörfer – sie werden abgebaggert.[4] Das nehmen wir nicht stillschweigend hin. Machen Sie mit bei unserer Protestaktion.[1] „Kohleausstieg bis 2038“, taz, 26. Januar 2019
[2] „Wann die Braunkohle-Kraftwerke abgeschaltet werden sollen“, Der Spiegel, 16. Januar 2020
[3] „Scholz verspricht Kraftwerksbetreibern Milliarden-Entschädigung“, Der Spiegel, 16. Januar 2020
[4] „Kleinstmöglicher Kompromiss“, Deutschlandfunk, 16. Januar