Archiv der Kategorie: Konsum

Lebensmittel retten darf kein Verbrechen sein

Anbei eine aktuelle Info aus meinem Netzwerk von Caro und Franzi, zwei Studentinnen, die wegen des Rettens von Lebensmitteln aus Containern bei Edeka verurteilt wurden – während in vielen anderen Ländern das Containern legal oder zumindestens geduldet ist und wie z.B. in Frankreich den Supermärkten sogar gesetzlich verboten ist, noch genießbare Lebensmittel einfach weg zu werfen!

Und falls ihr die Petition noch nicht unterschrieben habt …. siehe der Link weiter unten..;-)

lg, Carla

„Liebe Unterstützer*innen und Unterzeichner*innen der Petition „Containern ist kein Verbrechen“,

es ist nun lange her, dass wir die Neuigkeiten unseres Containerfalls mit euch geteilt haben. Die Entscheidung des Bayrischen Obersten Landesgerichtes ist eingetroffen. Leider haben wir eine negative Antwort auf unsere Revision erhalten. Trotz unserer Verurteilung bleibt weiterhin die Absurdität bestehen, dass in Zeiten der Klimakrise der Schutz unserer Lebensgrundlagen hintangestellt wird. Nach reichlichen Überlegungen haben wir uns dazu entschieden, gemeinsam mit unseren Anwält*innen und der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) eine Verfassungsbeschwerde einzureichen. In diesem Sinne kündigen wir unsere persönliche Einreichung der Klage vor dem Bundesverfassungsgericht am 8. November in Karlsruhe an, welche von einer Kundgebung im Schlosspark gegenüber dem Gericht ab 11 Uhr begleitet wird.

Der Gang vor das Bundesverfassungsgericht bedeutet nicht nur die Verteidigung unseres persönlichen Falles, sondern ist Teil eines demokratischen Prozesses.

Nach dem Amtsgerichtsurteil vom 30. Januar sind wir in Revision gegangen. Wir wollten das Bayrische Oberste Landesgericht von unserer Auffassung überzeugen, dass mit dem Wegwerfen von Lebensmitteln in die Mülltonne das Eigentum an ihnen aufgegeben wird. Mit der Revision haben wir uns den Freispruch erhofft. Doch auch das Revisionsgericht sah von einer Eigentumsaufgabe ab. Auf dem Papier sind wir nun Straftäterinnen – genauer gesprochen Diebinnen gem. §242 StGB. Wir möchten nicht anzweifeln, dass das Gericht wohl überlegt sein Urteil gesprochen hat. Doch wollen wir nicht unhinterfragt lassen, nach welchem Gewissen und im Sinne welcher Grundannahmen diese Entscheidung gefallen ist. Mit der Kriminalisierung der Lebensmittelrettung lässt man der sinnlosen Vernichtung von Nahrungsmitteln den Vortritt, sodass der Schutz unserer Lebensgrundlagen weiterhin hinter dem Schutz von Eigentum ansteht.

Können wir uns eine solche Haltung wirklich noch leisten? Nein, dies ist definitiv nicht mehr vertretbar. Die Entscheidung der letzten Instanz ist eine große Ernüchterung für uns. Im Rahmen der letzten großen Klimademo standen wir gemeinsam – wie manche jeden Freitag – auf der Straße und haben in ganz Deutschland „Klimagerechtigkeit – jetzt“ gefordert. Kann dieses Urteil eine adäquate Antwort darauf sein?  Es ist nicht nur, dass wir es persönlich schade finden, wenn wir eine Banane unangetastet im Müll sehen, sondern wir können nicht hinnehmen, dass tausende dieser Bananen täglich vernichtet werden. Denn sie verweisen auf eine enorme Ressourcenverschwendung – hier vor unseren Augen. Wenn wir in den aktuellen Klimadebatten über CO₂-Einsparungen diskutieren, so müssen wir beachten, dass die Herstellung und der Transport von Lebensmitteln für einen beachtlichen Anteil an den ausgestoßenen Treibhausgasen verantwortlich sind. Hiervon soll ein Drittel alleine für den Müll sein? So sehen wir, dass die Straftat, die wir begangen haben, auf ein Verbrechen aufmerksam macht – ein Verbrechen an der Menschheit – nichts Geringeres als der Diebstahl der Lebensgrundlage zukünftiger Generationen.

Wir möchten sehen, dass Worten Taten folgen. Noch im Juni haben sich die Justizminister*innen der Länder gegen eine gesetzliche Entkriminalisierung des Containerns ausgesprochen.  Damit wurden mehr als 130.000 Unterschriften unserer Petition unbeachtet gelassen, mit der Begründung: Containern wäre nicht die Lösung des Problems und andere Wege müssten gefunden werden.  Geschehen ist seitdem allerdings rein gar nichts, ganz im Gegenteil: am 11. Oktober bei der Bundesratssitzung wurde eine weitere Chance vertan, sich dem Problem der Lebensmittelverschwendung mit konkreten politischen Entscheidungen zu stellen. Supermärkte sollen auch weiterhin nicht dazu verpflichtet werden, noch genießbare Lebensmittel an gemeinnützige Organisationen zu spenden und die Initiative eines Wegwerfstopps wurde erneut verworfen. So dürfen wir gespannt sein, welche Wege beschritten werden, um das selbstgesetzte Ziel der Regierung – die Halbierung der Lebensmittelverschwendung bis 2030 – zu erreichen. Gute Worte sind noch keine guten Taten.

Wir möchten jedoch nicht allein Politiker*innen als unsere Vertreter*innen kritisieren, sondern dazu anregen, ihnen deutlicher zu machen, was sie vertreten sollen. Die Frage, ob das Eigentum oder unsere Lebensgrundlagen schützenswerter sind, darf nicht nur von Einzelnen beantwortet werden. Indem wir sowohl von uns persönlich, als auch von anderen eine Auseinandersetzung gefordert haben, konnten wir gemeinsam eine breite gesellschaftliche Debatte anstoßen. Das Thema Lebensmittelverschwendung ist auch aus der politischen Agenda nicht mehr wegzudenken. In diesem Zusammenhang möchten wir dazu ermutigen, Lösungen zu formulieren und diese von unseren Vertreter*innen einzufordern.  Lasst uns verantwortungsvolle und für alle vertretbare Wege finden! Möchten Lebensmittelretter*innen weiterhin containern gehen dürfen? Wenn sich die Justiz dazu gezwungen sieht, uns zu verurteilen, weil wir weggeworfene Bananen essen wollten, dann ist dem Schutz unserer Lebensgrundlagen in Anbetracht der Klimakrise nicht genug getan. Neue Fragen fordern andere Antworten.

Es ist nicht nur schade, dass wir verurteilt worden sind, sondern es tut uns auch leid für alle Unterstützer*innen, die sich im Laufe des Verfahrens gegen die Kriminalisierung ausgesprochen haben. An dieser Stelle möchten wir anmerken, dass wir gemeinsam bereits vieles geschafft haben. Mittlerweile haben über 150.000 Menschen diese Petition unterzeichnet. Wir bedanken uns nochmal bei euch für die Solidarität und euren Einsatz. Unsere Forderungen werden wir weiterhin laut kundtun. Je mehr Stimmen sich versammeln, desto lauter können wir sein. Werdet nicht müde, die Petition zu verbreiten: https://weact.campact.de/petitions/containern-ist-kein-verbrechen-1

Wir schauen gespannt auf das bevorstehende Ereignis. Gemeinsam mit unseren Anwält*innen Susanne Keller und Max Malkus und der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) arbeiten wir an einer Verfassungsbeschwerde. Am Freitag, den 8. November um 12 Uhr werden wir gemeinsam die Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe persönlich einwerfen. Zu diesem Anlass wird eine Kundgebung ab 11 Uhr vor Ort am Schlosspark (gegenüber dem Bundesverfassungsgericht) stattfinden, in der wir für unser Anliegen an die Öffentlichkeit treten werden. Wir laden euch herzlich dazu ein, an diesem Tag dabei zu sein – als Teilnehmer*innen oder Mitorganisator*innen.

Solidarische Grüße,

Caro & Franzi

mail: olchis-containern_1@riseup.net
blog: http://olchiscontainern1.blogsport.de

Bericht zum Revisionsurteil: https://www.br.de/nachrichten/bayern/containern-ist-diebstahl-urteil-gegen-studentinnen-bestaetigt,ReqxuaZ

GFF: www.freiheitsrechte.org

RA Malkus: http://liebknechthaus.lawyer/de_DE
RA Keller: http://www.rechtsanwaltskanzlei-aust-keller.de/

Was macht die GFF? Die Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. koordiniert und finanziert Gerichtsverfahren, um Grund- und Menschenrechte gegen staatliche Verletzungen zu verteidigen. Die GFF setzt sich mit ihren ersten Verfahren beispielsweise für die informationelle Selbstbestimmung, die Informationsfreiheit und die Pressefreiheit ein. Zudem streitet sie für die Freiheit von Diskriminierung. Sie bringt dafür geeignete Kläger und Klägerinnen mit exzellenten Juristen und Juristinnen zusammen, um gemeinsam gerichtlich gegen Rechtsverletzungen vorzugehen. Zu den aktuellen Projekten zählen Klagen gegen die Massenüberwachung von Flugpassagieren und Verfassungsbeschwerden gegen den massenhaften Einsatz von Staatstrojanern, zuletzt im neuen Polizeigesetz in Baden-Württemberg, aber auch die Klage einer Journalistin gegen Entgeltdiskriminierung.“

meine aktuelle Blogempfehlung:-)

LaKunabi mit von der Partie beim morgigen Klimatag :-)/ PeTition/ XR

Zuvor möchte ich Euch aber noch auf diese Petition aufmerksam machen : “ Im Namen des Verbraucherschutzes fordern wir den Bundestag auf, das durch die Herstellung emittierte CO2e (CO2 und äquivalente Treibhausgase) auf allen in Deutschland vertriebenen Lebensmitteln verpflichtend zu kennzeichnen. Sollte die Regierung meinen, dieser Forderung nicht auf nationaler Ebene nachkommen zu können, erwarten wir, dass sie sowohl eine Pflichtkennzeichnung auf europäischer Ebene anstößt als auch – übergangsweise – eine freiwillige Kennzeichnung in Deutschland umsetzt. “ Würde mich sehr freuen, wenn Ihr sie auch unterschreiben und weiterverbreiten würdet – Danke! Meiner Ansicht nach ist eine solche Kennzeichnung längst überfällig und nötig, damit VerbraucherInnen leichter verantwortungsvolle Entscheidungen treffen können!

„Klimaschutz duldet keinen Aufschub mehr! Du willst Dich informieren, Gleichgesinnte kennenlernen oder sofort aktiv werden? Hier bist Du richtig. Bei uns stellen sich viele der Berliner Gruppen und Organisationen vor, die sich für Klimaschutz einsetzen. Vom Verkehrsbereich über die Bereiche Abfall und Zero Waste bis hin zu den Auswirkungen der Klimakrise auf Gesundheit oder das Ökosystem.
Wir freuen uns auf Dein Kommen – denn Klimaschutz geht nur gemeinsam! Wir. Zusammen. Jetzt.
50 Berliner Gruppen, Vereine und Initiativen

mit umfangreichem Programm:
Workshops Vorträge • Infostände • Kaffee & Kuchen • sitzen, quatschen, diskutieren • Leute kennenlernen • Ausstellungen • Börse fürs Mitmachen und Engagement • Kinderprogramm • Eintritt: frei

5

VOLLGUTLAGER • Rollbergstr. 26 • 12053 Berlin-Neukölln • Areal der Alten Kindl Brauerei“

Würde mich sehr freuen, Euch dort wieder zu sehen oder ggf. kennen zu lernen 🙂

Außerdem möchte ich Euch einen mir sehr wichtig erscheinenden Text aus meinem Netzwerk nicht vor enthalten – auch weil ich immer wieder meiner Ansicht nach nicht zutreffende Einschätzungen und Behauptungen zu XR in den diversen Medien lese und höre, zu denen dieser Text schafft, ein Gegenbild zu schaffen.

Eine spannende Lektüre und ein entspanntes Wochenende wünscht Euch,

Carla (Aka LaKunaBi 😉

„Liebe Klimagerechtigkeitsbewegte,

ich wollte kurz etwas teilen, was ich sehr belastend fand, als ich es mitbekommen habe. Ich spreche hierbei nur für mich! Wie vielleicht einige mitbekommen habe, hetzt Jutta Ditfurth ja seit Wochen gegen Extinction Rebellion. Sie mischt hierbei einzelne gerechtfertige Kritikpunkte, welche eine konstruktive Diskussion wert wären (und diese auch geführt wird) mit einem großen Haufen von Falschinformationen und Polemik.

Seit ihrer ersten Twitterposts versuchen verschiedene Menschen von XR Jutta Ditfurth zum Gespräch einzuladen. Per Mail, Twitter, auf allen Kanälen. Ohne Erfolg! Jutta Ditfurth ist nicht gesprächsbereit, möchte nicht kritisch hinterfragen, Standpunkte austauschen und gemeinsam diskutieren. Stattdessen bleibt sie bei ihrer Twitterscreenshot-Kritik. Gestern haben sie einige Personen auf der FFF-Demo in Jena nett und offen angesprochen, um wiederholt ein Gesprächsangebot zu unterbreiten. Leider nochmals keine Chance! Jutta Ditfurth kündigte an, so wortwörtlich, XR zu „zerschlagen“ und hat desweiteren angekündigt noch einiges mehr zu unternehmen in den nächsten Wochen.

Mein Anliegen: Diskutiert die Kritik an UND Solidarität mit XR. Denn auch wenn XR eine sehr widersprüchliche Bewegung ist, welche in vielen Punkten kritisch zu sehen ist, möchte ich vor Spaltungstendenzen zu warnen und weiter in lebendiger Diskussion zu bleiben! Viele der Punkte von Ditfurth sind reine Diffamierung, ohne Belege, ohne realen Bezug. Und die wichtigen konstruktiven Kritikpunkte werden aktuell innerhalb von XR lebendig diskutiert. z.B.

– Die Aufnahme einer vierten Forderung zum Thema Klimagerechtigkeit und koloniale Machstrukturen, sowie Klassenverhältnissen wird aktuell diskutiert. Hier der spannende Impuls: https://www.facebook.com/669878010051366/posts/914196068952891/
– Auch wenn diese Diskussion das Verhältnis zur Polizei tatsächlich auch beinhaltet, ist ein wichtiger Reflexionspunkt von XR Deutschland der Umgang mit dem Thema Polizei und Polizeigewalt, sowie die zukünftige Verortung im Rahmen der Proteste.
– Fehler wie späte Solidarisierung mit anderen Bewegungen, Datenschutzproblematik, gewisse Aktionsvorfälle (XR Hamburg) und problematische Zusammenarbeit (XR Frankfurt) wurden zugegeben und sich distanziert. Meist waren dies Fehler aufgrund von mangelhafter Informationsbeschaffung oder Verantwortungvergabe.
– Nach den Fehlern wurden menschenverachtende Einstellungen wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus etc. stärker benannt und sich davon distanziert.
– Solidarität mit Rojava wurde sogar in der Rebellion Week am 9. Novemberg gezeigt.

Für mich bedeutet das: XR hat bewiesen, dass sie lernfähig, diskussionsbereit, offen sich selbst in Frage zu stellen und bereit sich weiter zu entwickeln sind! Viele Ortsgruppen haben gelernt und beginnen sich stärker mit lokalen Strukturen zu vernetzen und bspw. für die Ende Gelände Aktion in der Lausitz zusammen zu arbeiten. Auch wenn sich noch einiges ändern muss, sehe ich hierbei die Chancen. Denn wir dürfen nicht vergessen:

– Es gibt aktuell keine global noch stärker wachsende Bewegung, die massenhaften zivilen Ungehorsam breiterer Bevölkerungsschichten plant und tatsächlich möglich macht
– XR hat spannende Ansatzpunkte. Die Bürger*innenversammlung als Alternativmodell zu den ständigen Befriedungstaktiken der Kommission (Kohle, Verkehr etc.) könnte ein spannendes realpolitisch Konzept sein, um die Klimagechtigkeitsbewegung endlich realpolitisch wirksam zu machen. Die Ergebnisse aus anderen Ländern zeigen das unmissverständlich und eindeutig. Das muss natürlich noch diskutiert werden, aber es ist ein spannender Ansatz.
– XR politisiert und radikalisiert neue Personengruppen für die Klimagerechtigkeitsbewegung.
– XR ist eine unabhängige Grasswurzelbewegung, dezentral organisiert, nicht zentral gesteuert. Dadurch können wir durch lokale Debatten mit den ansäßigen Ortsgruppen einen gemeinsam basisdemokratischen Weg einer vielfältigen Klimagerechtigkeitsbewegung beschreiten.
– XR stellt die Systemfrage und hat aktuell die radikalsten Einsparziele, welche 1,5 Grad bei der Einhaltung tatsächlich beinhalten würden. (FFF Forderungen würden 1,5Grad Ziel sprengen)

So, jetzt reicht es mit meinem Impuls. Hoffentlich könnt ihr die Bedenken nachvollziehen. Für interessierte unten ein Text, welcher Jutta Ditfurths Behauptungen ausführlich bespricht.

Frohes Schaffen und wir sehen uns auf der Straße!
M.




+++++ Ab hier der Text zu Jutta Ditfurths Behauptungen +++++



Endlich wieder Spaltung!

Ein Einordnung aus Bewegungsperspektive auf Extinction Rebellion und die Behauptungen von Jutta Ditfurth

Vorwort:

Jutta Ditfurth möchte die Klimabewegung spalten. Oder sie braucht einfach nur Aufmerksamkeit für ihre neues Buch und ihre Lesungen. Das würde aus ökonomischer Interessenperspektive mehr Sinn ergeben. Aber ich möchte darüber hier nicht spekulieren, sondern einen Faktencheck und Perspektivwechsel auf ihre Behauptungen ermöglichen. Wichtig ist: Jutta Ditfurth steht weiterhin nicht zum persönlichen Gespräche bereit. Guter Qualitätsjournalismus arbeitet normalerweise mit Interviews. Mit direkter Konfrontation der Kritik und der möglichen Reaktion. Aber das möchte Jutta Ditfurth nicht. Ich würde wirklich sehr sehr gerne mit persönlich Jutta Ditfurth sprechen und mich über die Kritik austauschen. Nur leider möchte sie das nicht!

Ihr Quellenlage besteht aus einzelnen Twitterposts und Artikeln, die ihre eigene Sicht der Dinge bestätigen. Aus diesem Grund möchte ich eine alternative Bewertung der Situation liefern, damit ihr euch selbst eine Meinung bilden könnt.

Meine Sprechposition:

Hallo! Ich war bei Ende Gelände aktiv gewesen und ich finde das natürlich immer noch klasse! Nach der Koko-Desaster wollte ich jedoch etwas neues machen und XR brauchte Support von erfahrenen Bewegungsaktivist*innen. Meine persönliche politische Einstellung ist klar links. Ich sehe das Parteiensystem als notwendiges Übel um reale politische Errungenschaften zu erkämpfen. Der Druck der Straße ist für mich aber essentieller. Gleichzeitig glaube ich, dass die deutsche Linke zu oft über Spaltung, Abgrenzung und Denunzierung kritisiert statt solidarische Kritikpunkte für Zusammenarbeit formuliert, um eine vielfältige Bewegung zu stärken.

Ich beobachte XR seit den Protesten im Oktober 2018 und bin seit März 2019 auch mit internen Strukturen in der Ortsgruppe Leipzig vertraut. Zudem habe ich in diesem Zeitraum auch Einblicke in einige nationale Arbeitsgruppen bekommen und war bei einigen OGs zu Besuch.

1. Behauptung:

XR ist keine »gewaltfreie Klimabewegung« sondern eine religiöse-gewaltfreie esoterische Sekte, welche an die Apokalypse der baldigen »Auslöschung der Menschheit« glaubt und »Selbstaufopferung« empfiehlt.

Antwort:

Dies kann nur als polemische und haltlose Denunzierung bezeichnet werden. Es gibt absolut keine Belege für Sektenstrukturen, religiöse Tendenzen oder ähnliches. Ein Blick auf dem Webseite genügt, um zu merken, dass sich die Bewegung hauptsächlich auf wissenschaftliche Forschung bezieht. Auf der internationalen Webseite gibt es sogar ein kritisches Statement zum Umgang mit Spiritualität in der FAQs.

Hintergründe:

Religiösität habe ich tatsächlich selbst noch nie erlebt. Die Treffen sind wie in allen politischen Basisgruppen. Nur habe ich anderen Politgruppen noch nie so viele ältere Menschen, Kinder und Menschen in geregelten Beschäftigungsverhältnissen gesehen, was aus linker Perspektive immer „bürgerlich“ genannt wird. Das finde ich jedoch ziemlich gut. Es gibt eine Vorstellungsrunde, eine Moderation, es wird auf Redeanteile nach Gender und Häufigkeit geachtet, es gibt Kleingruppenphasen, um direkten Austausch möglich zu machen, es werden konkrete Verantwortlichkeiten und Aufgaben benannt und so weiter.

Tatsächlich sind mir Esoterik oder auch Spiritualität einmal bei einem Besuch in der Hamburger Ortsgruppe begegnet. Das fand ich auch ein sehr befremdlich. Ich habe aber nach einigem Nachfragen gemerkt, dass das von einzelne Personen ausgeht und nicht eine Gruppentendenz darstellt. Bei einem anderen Besuch wurde das bestätigt und es lief quasi wie bei der OG in Leipzig. Spannend: Auch in Leipzig wollte irgendeine Person eine Untergruppe/Erfahrungsgruppe zum Thema „Spiritualität“ gründen. Dort hat sich aber keine*r gemeldet, sodass das bisher nicht zustande gekommen hast.

Vielleicht stört sich Jutta Ditfurth daran, dass wir nicht uns davon nicht abgrenzen. Tatsächlich ist es jedoch so, dass wir die individuellen religiösen, spirituellen oder esoterischen (wie es auch heißen soll) Neigungen einer Person nicht zum Anschluss einer Person nutzen wollen. Da halten wir uns tatsächlich ans Grundgesetz. Es soll keine Person wegen ihrer religiösen Anschauungen ausgegrenzt werden, sofern diese Anschauung natürlich mit unseren Prinzipien, Forderungen und den Menschenrechten vereinbar sind. Menschenverachtende Meinungen tolerieren wir nicht! Auch das ist eines unserer zehn Grundprinzipien.

Nach dem Durchstöbern von wissenschaftlichen Sektendefinitionen habe ich gemerkt, dass Jutta Ditfurth auf keinen Fall wissenschaftlich argumentiert haben kann hierbei. Sekte verwendet sie wohl eher mit Rückgriff auf die oberen Begrifflichkeiten denunzierend als religiöse Gruppe, die „gefährlich“ ist. Auf Religiosität bin ich eingangen. Unter Gefahr fühle ich mich nicht wirklich. Und Zwang erfahre ich auch nicht. Im Sommer war ich drei Monate nicht aktiv. Typisches aktivistisches Sommerloch. Keine Person zwang mich hierbei irgendwas. Eigentlich war es so wie immer in politischen Basisgruppen. Alle Wandern oder in Griechenland.

– Apokalypse und die „baldige Auslöschung der Menschheit“. Das hat sich leider nicht XR ausgedacht. Nur die drei ersten google-Treffer zu wissenschaftliche Studien:

Prof. Schellhuber: https://www.klimareporter.de/erdsystem/stirbt-die-menschheit-aus

Australische Forschergruppe: https://www.focus.de/wissen/klima/klimakatastrophe-forscher-sehen-menschheit-mitte-des-jahrhunderts-am-ende_id_10802940.html

Und eine weitere klassische „verschwörungstheoretische Sekte“, die vor dem Aussterben warnt:

→ die EU: https://utopia.de/eu-studie-warnt-aussterben-menschheit-134586/

Und davon gibt es sogar noch mehr! Das sind Szenarien, die Wissenschaftler*innen an Computermodellen durchgespielt haben. XR greift diese als potentielle Gefahr auf und warnt vor diesen, da sie in der Zivilbevölkerung nicht Anklang finden. Das Problem ist aktuell noch „die Migration“ bspw., aber nicht die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. XR „glaubt“ nicht an Auslösung der Menschheit. XR WARNT vor dieser, da die Möglichkeiten in viele Studien in Betracht gezogen wird. Kurzes Gedankenexperiment: Wenn ein Medikament die Möglichkeit beinhaltet die Menschheit auszulöschen, dann würden wir es verbieten. Das Vorsorgeprinzip! Aber in Bezug auf die Klimakrise handeln wir mit Nachsorgeprinzip! Leider.

#Endzeitsekte war auch der Hashtag von Beatrix von Storch. Wenn sich (um mich mal dem links-rechts-Schema von Jutta Ditfurth zu bedienen) links und rechts so einig sind, dann würde ich gerne mal die Frage nach der Querfront neu aufwerfen.

2. Behauptung:

XR schürt Emotionen, die den Verstand vernebeln, wenn sie z.B. behaupten »Wir sind die letzte Generation der Menschheit vor der Auslöschung«.

Antwort:

Zur Auslöschung der Menschheit habe ich mich in der ersten Behauptung geäußert. Diese Meldungenkommen nicht von XR, sondern von wissenschaftlichen Studien. XR hat sich das nicht ausgedacht. Emotionalisierung ist ein Element in fast allen sozialen Bewegungen. In Bilder und Videos versuchen auch andere Umweltbewegungen wie Fridays For Future und Ende Gelände Emotionen zu vermitteln, um das Thema Klimakrise fühlbar zu machen. In diesem Video von Ende Gelände ist sogar eine Träne zu sehen, die auf den Boden fällt: https://www.youtube.com/watch?v=_8Q3W5nT6QY Mich bewegt das, viele bewegt das und ich finde das gut.

Hintergründe:

Tatsächlich arbeitet XR viel mit der Emotionalisierung von gewissen Themen, um sie für Menschen greifbar zu machen. Vor allem beim Thema Klimakrise finde ich das sehr hilfreich. Endlich haben wir eine Bewegung, die versucht die Klimakrise erfahrbar zu machen. Jahrelang war ein zentrales Problem, dass das Thema nicht genug mit Emotionen belegt werden konnte. Von rechts wurden und werden Emotionen dauerhaft erfolgreich verwendet, um Hass zu schüren. Bspw.: Angst vor dem Migrant (hier absichtlich männlich).

Politik ist aktuell viel ein Kampf von Problemkonstruktionen. Horst Seehofer versucht nun wieder vor einer noch größeren „Flüchtlingswelle“ zu warnen. Wir wollen eine andere Problemkonstruktion: Das Problem sind nicht die Menschen, die hier herkommen, sondern die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Das betrifft sehr viele Menschen, die nach Europa fliehen. Menschen, die von dieser Zerstörung bereits betroffen sind. Diese würden sich wünschen, dass die Emotionalisierung ihrer Lebensumstände endlich bei den Menschen in Deutschland ankommt und sie Mitgefühl und Empathie bekommen statt den rechten Hass zu spüren.

Das Wort der „Verneblung“ zeigt wie schon bei dem Wort „Sekte“ die denunzierte Zuspitzung der Worte Jutta Ditfurths. Ein rationaler Diskurs auf Augenhöhe wird verhindert, abgeblockt und in Spaltungsrhetorik umgewandelt. Das finde ich sehr unfair.

3. Behauptung:

XR bezieht sich ideologisch u.a. auf Ghandi. Der war keineswegs gewaltfrei. Vergewaltigte Frauen waren für ihn keine Menschen mehr. 1938 forderte er die Jüdinnen und Juden in Deutschland auf, sich »gewaltfrei« in die Messer ihrer Schlächter zu stürzen und kollektiv Selbstmord zu begehen. Auf keinen Fall dürften jüdische Menschen sich wehren.

Antwort:

Die Behauptung, Ghandi wäre ein zentraler Bezugspunkt von XR ist falsch. Richtig ist: Ziviler Ungehorsam ist ein Kernelement von XR. Und in diesem Rahmen wird oft gesagt, dass Ziviler Ungehorsam eine lange Tradition von gesellschaftlicher Veränderung hat. In diesem Rahmen werden meist Ghandi und Martin Luther King genannt und niedrigschwellig Beispiele zu nennen, die wirklich fast jede Person kennt und dadurch nicht Personen auszuschließen. Zudem sind die Beispiele anschlussfähig und haben Strahlkraft. Eine großere Rolle spielt Ghandi nicht. Er wird quasi nur im Rahmen von Ziviler Ungehorsam als Beispiel benutzt, mehr nicht!

Zudem ein Perspektivwechsel: Die queerfeministische Theorie stützt sich immer noch viel auf die theoretischen Errungenschaften von Judith Butler. Letztere unterstützt zuweilen BDS-Kampagnen. Das finde ich höchst problematisch. Gleichzeitig frage ich mich, ob ich nun ihre Bücher, die vielen schlauen Gedanken, die Erkenntnisse als unbrauchbar in den Müll werfen soll und niemals einen Bezug zu ihr herstellen sollte. Dies ist bewusst als offene Frage formuliert, weil ich das wirklich schwierig finde. Aus diesem Grund nochmal: Ghandi spielt keine Rolle bei XR. Er dient zuweilen als Randnotiz für ein Beispiel von Zivilem Ungehorsam.

4. Behauptung:

XR ist keine Graswurzelbewegung, sondern ein hierarchisches Modell. Gegründet wurde XR in England. In Deutschland wurden viele Gruppen von Anleiter*innen aufgebaut, zum Teil in der Manier esoterischer Sekten.

Antwort:

Entweder hat Jutta Ditfurth nicht recherchiert oder sie möchte bewusst Falschinformationen streuen. XR hat drei Forderungen und zehn Prinzipien auf die sich alle Gruppen weltweit als gemeinsame Klammer, als eine Bewegung berufen. Und zwei der zehn Prinzipien von XR sind Dezentralität/Autonomie und eben Hierarchiefreiheit. Das sind zwei unserer Grundwerte, worauf sich alle Gruppen beziehen. Zu behaupten, dass XR hierarchisch sei, ist damit wirklich komplett absolut haltlos oder gar eine Lüge, die Jutta Ditfurth verbreiten möchte.

Hintergründe: Als Ortsgruppe in Leipzig können wir im Rahmen der Forderungen und der Prinzipien machen was wir wollen. Die gemeinsamen Aktionstage ab 7. Oktober wurden in einem zweimonatigem Prozess international mit Feedbackloops ausgetüftelt. Der erste Vorschlag des 27. September, welcher von England kam, (da stand der Klimastreik am 20.09 noch lange nicht fest) wurde von einige Ländern abgelehnt, sodass es letztendlich der 7.10 wurde.

Natürlich läuft es bei einer solch riesigen Organisation nie komplett hierarchiearm ab. Aus diesem Grund ist es immer ein Anspruch, dem wir hinterher laufen. Jedoch erscheint mir XR hierarchieärmer als Fridays For Future. Und auf nationaler Ebene sogar noch hierachieärmer als Ende Gelände. Das ist mein persönlicher Eindruck, da die Strukturen viel viel offener sind. Dadurch leichter zugänglich und für mich hierarchieärmer.

5. Behauptung:

XR kooperiert und wird auch finanziert von Kapitalfraktionen, die ein Interesse an einer manipulierbaren Klimabewegung haben, die bei der PR, der Vermarktung und der gesellschaftlichen Durchsetzung vermeintlich umweltfreundlicher Produktionslinien und politischer Projekte nützlich sind.

Antwort:

Vorab: Ich habe ja gehoffe, dass zumindest Jutta Ditfurth befreit sei von Verschwörungstheorien alá „Das Kapital steckt hinter Extinction Rebellion“. Natürlich spiele ich hierbei auf die grundsätzliche Problematik solcher Argumente, insbesondere mit deutschem Hintergrund an. Auf verschwörungstheoretische Weise ohne klare Belege „das Kapital“ hinter einer sozialen Bewegung vermuten, finde ich von der argumentativen Grundstruktur äußerst problematisch.

Hintergründe:

Große Organisation brauchen immer Geld. Insbesondere für Großproteste. Das ist bei Fridays for Future nicht anders als bei Ende Gelände oder XR. Für Geld braucht es Rechtsformen. In England wurde aus diesem Grund eine Limited gegründet. In Deutschland werden bestehende Vereinsstrukturen genutzt. Die englische Limited hat finanzielle Ressourcen aus verschiedenen Quellen. XR ist hierbei äußerst transparent, hier ist alles dargestellt: https://docs.google.com/document/d/1uECIlfoDe2VsCUzNccv2adcSzR8BmU3pnz0RTFpE418/edit#heading=h.326v7hg2qld0

Ein Wrap-Up: Ein großer Teil sind einfach Spenden von Menschen, die XR super finden. Ein anderer Teil sind auch Spenden von Großgeldgeber*innen und Unternehmen. Durch die Dezentralität und die Autonomie bleiben wir immer zu 100% unabhängig. Ich persönlich spüre keinen Einfluss von irgendeiner anderen Organisation oder Lobbys. Zudem gab es eine Ausschüttung des Climate Emergency Funds an XR. Ein unabhängiger Fund, dessen Kurator*innen (klimapolitische Persönlichkeiten, denen ich zumindest vertrauen schenke) entscheiden welche Projekte die Gelder bekommen. Dort hat nicht nur XR Geld bekommen, sondern sehr sehr viele andere Organisationen. In vielen Ortsgruppen gab es Diskussionen, ob das Geld angenommen werden sollte. In diesem Punkt stimme ich mit Roger Hallam überein. Er führt es in diesem Video genau aus: https://www.youtube.com/watch?v=UbHHv06QVBs

Ich betone: Das Wichtigste ist doch nur, dass wir unabhängig bleiben! Das ist bei XR klar gegeben. Sodass ich aktuell keine Lenkung das „das Kapital“ sehe. Wenn wir hier verschwörungstheoretisch etwas herbei konstruieren finde ich sehr bedenklich.

6. Behauptung (Wiederholung)

XR will nicht aufklären sondern Stimmung schaffen. XR setzt auf Hyperemotionalisierung und ist intellektuellenfeindlich. Dafür wird gemeinsam geweint und meditiert.

Antwort:

XR wurde von Bewegungsforscher*innen in Großbritannien gegründet, die sich weltweit soziale Bewegungen und Proteste angeschaut haben, um daraus eine internationale Bewegung zu formen, die das Potential hat weltweiten Systemwandel gegen die Klimakrise möglich zu machen. Zu sagen, XR sei „intellektuellenfeindlich“ ist kontrafaktisch, schlecht recherchiert oder einfach nur denunzierend.

Zudem vgl. 2. Behauptung in Bezug auf Emotionalisierung.

7. Behauptung (Wiederholung)

XR zielt vor allem auf junge Leute und emotionalisiert sie. XR versucht rauschhafte Ängste vor der Zukunft zu erzeugen und spricht von der Bereitschaft der »Selbstaufopferung«.

Antwort:

Ich habe bei XR noch nie so viele alte Menschen in der Klimabewegung getroffen. Vor allem im Blick auf die großen Bewegungen Ende Gelände und Fridays For Future erscheint mir XR vom Alterdurchschnitt viel älter. XR zielt sogar bewusst auf ältere Menschen, um zivilen Ungehorsam nicht jung und militant wirken zu lassen, sondern als bürgerliche Pflicht aus der Mitte der Gesellschaft. Dies soll die Aktionform anschlussfähiger machen, sodass die Bewegung weiter wächst. So ist das in zahlreichen Vorträgen von XR-Aktiven online auch nachvollziehbar.

PLUS: Vgl. Behauptung 1 & 2 zu Selbstaufopferung und Emotionalisierung

8. Behauptung:

XR will möglichst viele Aktivist*innen ins Gefängnis bringen. XR übernimmt selbst nicht die Verantwortung für die Gefangenen. In Berlin wird die Telefonnummer des Ermittlungsausschusses (EA) der linken Szene verbreitet, obgleich man die Linke bekämpft.

Antwort:

XR möchte nicht Menschen ins Gefängnis bringen. XR agiert mit Zivilem Ungehorsam als Strategie. Also auch mit der Bereitschaft, dass sich Menschen zeitweise verhaften lassen und ein Zeichen zu setzen, so funktioniert Ziviler Ungehorsam eben. Das ist bei anderen Bewegungen nicht anders. Auch bei Ende Gelände muss die Bereitschaft da sein bzw. die Menschen müssen darauf vorbereitet sein. Wenn sie das nicht wollen, können sie gerne andere Protestformen nutzen. Keine Person wird bei XR zu etwas gezwungen.

WICHTIG: XR bekämpft keine Linke! XR will sind blos nicht klar „links“ positionieren!

Hintergründe:

Hier muss „links sein“ und „links positionieren“ unterschieden werden. XR will sich nicht links positionieren. Das hat den einfachen Grund, das diese aufgeladenen politischen Labels eine Barriere für Menschen darstellen: „Links sein“ oder sich „links positionieren“ ist klar ideologisch aufgeladen, tendentiell eher für bereits politisierte Menschen ein Konzept und zudem kein einheitlich verstandenes Konzept. Eines der zentralen XR Prinzipien ist „Alle sind willkommen – so wie sie sind!“ mit dem Zusatz „Wir haben aktiv daran ein geschütztes und zugängliches Umfeld zu schaffen!“. Das bedeutet: Diskriminerung und menschenverachtende Einstellungen haben in XR keinen Platz, da dies kein geschütztes und zugängliches Umfeld darstellt. Genauso wollen wir dauerhaft Barrieren abbauen, die in linken Kontexten unter dem Begriff „linke Szenecodes“ laufen. „Links sein“ als Selbstdefinition gehört dazu auch.

Menschen müssen nicht „links sein“ um bei XR mit zu machen. Menschen müssen sich nicht „links positionieren“. Sie sollten die XR Prinzipien achten und XR Forderungen gut finden. Und in den Prinzipien sind menschenverachtende Einstellungen, Diskriminierung und ähnliches ausgeschlossen. In den XR Forderungen sind radikaler Klimaschutz mit radikaldemokratischen Forderungen zusammengedacht. (Bürger:innenversammlungen -> NICHT Volksentscheid!) Wenn ich auf die Prinzipien und Forderungen von XR schaue, dann sind sie tendentiell „linker“ als „rechter“… Ist XR dadurch links?

Die Frage ist, ob es wichtig ist und eine Rolle spielt… Anm.: Ich verstehe übrigens nicht, warum es absolut okay ist, dass FFF sich nicht links positioniert und sich alle Klimagruppen FFF fast schon anbiedern, aber bei XR es unbedingt eingeordnet werden muss. Das ist echt noch eine offene Frage bei mir.

9. Behauptung:

Alle dürfen bei XR mitmachen, auch »Rechte«. Co-Gründer Roger Hallam sagt außerdem: »Anders als klassische linke Bewegungen schließen wir niemanden aus, auch jemand, der ein bisschen rassistisch oder sexistisch ist“.

Antwort:

Hier wurde wieder ein Zitat einer Einzelperson aus dem Kontext gerissen. Ein Blick in die DNA, die Grundwerte von XR auf der Webseite genügt um zu sehen, dass die Behauptung haltlos ist. Denn Menschen, die bei XR aktiv werden wollen, müssen die XR Prinzipien, unsere Werte achten, sonst können sie nicht unter dem Label XR handeln.Dies können hier nachgelesen werden: https://extinctionrebellion.de/wer-wir-sind/prinzipien-und-werte/

Zitat: „Verhalten, das Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Islamophobie, Homophobie, Behindertenfeindlichkeit, Klassendiskriminierung, Altersvorurteile und alle anderen Formen der Diskriminierung, einschließlich beleidigender Sprache, aufweist, akzeptieren wir weder persönlich noch online.“

Hintergründe: Menschenverachtende Einstellungen wie Rassismus und Sexismus werden nicht geduldet! Punkt. Das ist Diskriminierung und wird angesprochen, besprochen und wenn nötig auch geahndet. Und hier kommt vielleicht der zentrale Unterschied zu vielen eher linken Organisationen ins Spiel.

Antirassismus/Antisexismus wird sich dort oft als Haltung und Label auf die Fahne geschrieben und gesagt: Das wird nicht toleriert! Wir sind nicht so! Meist: „Wir sind Antirassistisch, Anti…etc.“ Ein Label eben, denn gleichzeitig wissen wir, dass echt schwer / kaum möglich ist, frei von rassistischen Stereotypen und sexistischen Verhalten in Gruppenprozessen zu sein. XR nutzt diese Labels (Antisexismus/Antirassismus) bewusst nicht, da diese Labels konnotiert sind und eine Grenze darstellen für Leute, die eine gewisse Sprache, ein gewissen Verhalten noch nicht verinnerlicht haben. Was aber sehr wohl genutzt wird und in den Prinzipien enthalten ist, ist DIE PRAXIS. Wenn Menschen diskriminierende Sprache verwenden, dann wir das angesprochen, sodass die Personen einen Lernprozess bestreiten können. Und darum geht es doch: Lerneffekte zu erreichen!

In diesem Kontext lässt sich auch das oft verbreitete Gerücht „ein bisschen rassismus ist okay“ lesen. Es müsste heißen: „Ein bisschen Rassismus wird immer wieder in Gruppenkontexten vorkommen, aber wir tolerieren es NICHT stillschweigend, sondern sprechen das klar an und regen damit zu Selbstreflexion an.“ Das ist für mich eine antirassistische/antisexistische Praxis. Für Fehler/unangebrachte Sprache/Verhaltensweisen sensibel sein und diese klar benennen, aber sich nach außen nicht mit grenzaufbauenden Labels schmücken, welche meist ja sowie nicht erfüllt werden. Ich kann verstehen, dass das Bedürfnis nach „Haltung“ groß ist in den aktuell Zeiten. Meineserachtens ist es jedoch nicht strategisch sinnvoll. Diese Haltung wirkt oft auch für viele abschreckend, die sich der „polical correctness“ noch nicht stellen können. Dieser Widerspruch lässt sich meineserachtens auch nicht adequat auflösen.

10. Behauptung:

XR ist nicht gegen Atomenergie. Alle Nachfragen werden mit dem Hinweis auf noch zu gründende »Bürgerversammlungen« beantwortet, an denen »jeder« teilnehmen könne und die dann in noch ungeklärter Weise die Regierungen beraten sollen.

Antwort:

Es ist das eine, das hier ein absurdes Beispiel konstruiert wird, wenn wir uns die aktuellen Umfragewerte zu Atomenergie anschauen. Nur 5% sind voll und ganz dafür. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/196207/umfrage/meinung-zum-gebrauch-von-atomenergie-in-deutschland/

Hintergründe:

Natürlich ist eine Bürger:innenversammlung keine Umfrage. Aber ein radikaldemokratisches Instrument, welches von den Politikwissenschaften empfohlen wird, um die Hülle der aktuellen Demokratie wieder zum Leben zu füllen. Seit Jahren haben wir das Problem, dass unsere Proteste im Sand verlaufen, da immer wieder Kommissionen eingesetzt werden. Die Kohlekommission ist das aktuellste und beste Beispiel. Als Bewegung schaffen wir es scheinbar nicht unseren Protest realpolitisch wirksam zu machen. Bürger:innenversammlungen statt Kommissionen könnte eine schlaue Strategie diesbezüglich sein.

In Irland, einem urkonservativen Land, wurde mit einer Bürger:innenversammlung das Abtreibungsgesetz reformiert!!! Entscheidungen von Bürger:innenversammlungen haben eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung, auch wenn sie radikalere Schritte beinhalten. Die Modellversuche sprechen aktuell eine deutliche Sprache. Natürlich ist das ein Versuch! Aber besser als weiterhin die parlamentarische Demokratie mit letzten Beatmungsversuchen der Demokratieförderung am Leben zu halten.

11. Behauptung:

XR arbeitet eng mit der Polizei zusammen. Für die morgigen Aktionen in Berlin hat XR Polizisten in die eigenen »XR-Deeskalationsgruppen« aufgenommen.

Antwort:

Das ist richtig. XR arbeitet mit der Polizei zusammen. Ob wir diese Zusammenarbeit mit „Polizisten in die eigenen XR-Deeskalationsgruppen aufgenommen“ beschreiben muss, sei dahingestellt. es gibt XR-Deeskalationsteams, welche mit der Polizei reden und diese Informationen dann in die Blockade tragen. Dort wird dann gemeinsam entschieden, wie mit den Informationen umgegangen werden soll. Diese Teams sollen Menschen vor einer Eskalation durch die Polizei auch schützen und gleichzeitig mit Verhandlungen treten. Klassischerweise der*die Polizeikontakt auf linken Protestveranstaltung.

Hintergründe: Nur soll das eben etwas anders – ich würde sagen: Strategischer statt moralisch ablaufen. Konkret heißt das auch: Polizeifreundlicher statt polizeifeindlicher.

Vorab: Ich habe selbst Polizeigewalt erlebt und sende solidarische Grüße alle Menschen, die eigene Umgangsweisen damit gefunden haben oder noch finden müssen. Das Thema ist sehr sehr kompliziert und mit Emotionen versehen. Ich habe für mich jedoch entschieden ein strategisches Verhältnis zur Polizei aufzubauen und KEIN moralisches ablehnendes. Was das bedeutet wird in diesem Video von Roger Hallam beschrieben: https://www.youtube.com/watch?v=zVBKp0gQDTs

Das Video geht ca. 18 Minuten und ich kann deswegen nicht auf alle Aspekte eingehen. Der Grundpunkt: Es bringt mir im Aktivismus nichts, wenn ich die Polizei als Gegner*in konstruiere – die Individualität von Polizist*innen abspreche und auf „die gewaltsame Polizist*in“ verallgemeinere – und dementsprechend handele. Es ergeben sich gleichzeitig einige strategische Vorteile in einer bereichsweise funktionierenden Kooperation mit der Polizei. Moralisch kann ich die Abneigung sehr gut nachvollziehen. Aber dieses Argument bringt mir nichts, wenn ich beispielsweise das Ziel habe, dass der Protest in Berlin ab 7. Oktober von einem großen Teil der Bevölkerung unterstützt werden soll. Bitte schaut euch für mehr das Video an! Dort ist alles erklärt 🙂

12. Behauptung:

XR hat versucht, alle möglichen Teilnehmer*innen seiner Aktionen in einer »Rebel Survey« nach der Bereitschaft zu politischer Radikalität, Mitgliedschaft in politischen Gruppen usw auszufragen. Nach heftiger Kritik wurden Teile der personalisierten Daten angeblich gelöscht.

Antwort:

Hier habe ich eingeschränkte Zustimmung. Das ist ein berechtigter Kritikpunkt. Bevor ich diese Behauptung aber zustimme, muss noch ein Fehler richtig gestellt werden: Es war ohnehin der Plan die Daten vor der Rebellion rechtzeitig zu löschen. Zudem war die Daten gut verschlüsselt gespeichert. Trotz dessen stimme ich zu: Datenschutz wird bei XR nicht groß geschrieben und ich sehe das sehr kritisch.

Hintergründe:

Das Thema „Datenschutz“ wird bei XR oft auf eine zu leichte Schulter genommen. Oft steckt dahinter die Strategie, dass wir eben uns als Menschen auf emotionaler Ebene nicht als „kriminell“ fühlen wollen, denn das passiert bei kladestinen Strukturen oft. Wenn Widerstand und ziviler Ungehorsam als „bürgerliche Pflicht“ definiert wird, welche legitim und notwendig ist, dann fühlen sich Menschen schneller wohl auch ihre Daten preis zu geben und denken über die Konsequenzen weniger nach. Dies hat Vorteile, aber auch einige krasse Nachteile. Ein Vorteil ist die Offenheit. Linke Gruppen sind auch wegen Datenschutz teilweise sehr hochschwellig. Gewisse Codes nicht zu kennen, gewisse Programme lernen zu müssen und dann noch ab und zu belehrt zu werden, dass diese eine Aktion ja total fahrlässig war. Das waren meine Einstiegerlebnisse, die sehr frustrierend waren. Zu sagen: „Hey, diese Mailverteiler. Und dieser Chat. Achja, wie ist deine Nummer?“ – das ist Alltag für die Menschen. Und fühlt sich direkt wie eine menschliche Beziehung an. (und nach Beziehungsweise Revolution wissen wir alle wie wichtig Beziehungsarbeit ist, um mal auch wieder einen Szenecode zu bedienen). Ich glaube in vielen OGs funktioniert die Mobilisierung deswegen so gut. Es ist einfach unkompliziert.

Wichtiger Nachteil und berechtigter Kritikpunkt: Es ist sehr fahrlässig. Die Menschen sind sich oft nicht bewusst, was das bedeutet und gehen Risiken ein, welche sich möglicherweise nicht eingehen würden, wenn sie wissen, was das bedeuten könnte. Hier liegt als die Krux in der Aufklärung über Daten/Datenschutz. Und meines Erachtens geschieht dies bei XR zu wenig. Aus diesem Grund führe ich hierbei interne Debatte über Datenschutz und die Verbesserung von diesem.

13. Behauptung:

XR hat einen absurden, staatsgläubigen Gewaltbegriff und ist auch damit gefährlich für linke politische Gruppen. In Hamburg hat sich XR z.B. öffentlich von einer Sitzblockade distanziert, weil nach einem harten Polizeieinsatz (»Schmerzgriffe«) jemand »Fuck the Police!« rief. Diese Beleidigung der Polizei, sagt XR, sei Gewalt.

Antwort:

Der Fall Hamburg muss klar als ein Einzelfall bezeichnet werden, denn danach folgte eine Distanzierung und Entschuldigung von Seiten der XR-Aktiven in Hamburg. Das war ein Fehler! Für mich persönlich ist es verständlich und absolut okay, wenn Menschen sich entscheiden eine Blockade zu verlassen, wenn sie sich nicht wohl fühlen, weil sie eine aggressive Stimmung wahrnehmen und Parolen, die für die Menschen gewaltvoll sind, gerufen werden. Ich saß selbst in Sitzblockaden – in denen ich meistens sowieso schon Schiss habe und mich unwohl fühle – in welchen ich noch flaueres Gefühl im Magen hatte, weil prollige „Hass auf die polizei“-Parolen skandalisiert wurden. Das hilft mir nicht wirklich! Auch wenn ich mir der strukturellen Kritik an der Institution bewusst bin, fühle ich mich nicht wohl dabei, finde es in diesem Moment nicht zielführend und halte es allgemein nicht unbedingt für eine adequate Strategie. Das Verlassen einer Blockade, wenn gewisse persönliche Grenzen überschritten werden, finde ich verständlich und legitim.

Der nachfolgende Twitter-Kommentar ist aber natürlich etwas vollkommen anderes und das geht gaaar nicht für mich. Es ist das eine, eine gewisse Aktionsform nicht schlau/gut zu finden oder sich damit nicht wohl zu fühlen. Aber es ist völlig inakzeptabel Gruppen, die für das ähnliche Kämpfen wegen ein paar Parolen die Kriminalisierung an den Hals zu wünschen. Das geht einfach gar nicht! Logischerweise distanzierte sich Hamburg schnell. Glücklichweise nahm Sitzenbleiben die Entschuldigung an. Schlauerweise wird der Rest nun persönlich geklärt.

XR hat bereits mehrmals Polizeigewalt kritisiert und klar benannt. Gleichzeitig muss der Gewaltbegriff im Verhältnis zur Polizei unter

14. Behauptung:

XR wird niemals ein kritisches, rationales, linkes Projekt sein.

Antwort:

XR ist ein kritisches, rationales Projekt, welches sich aber aus strategischen Gründen nicht links positionieren möchte.

wünsche Euch ein schönes Wochenende, lg, Carla

LaKunaBi’s TV-bzw. Mediathek-Tipp

ab heute kann die mehrfach preisgekrönte Doku „Plastik: Fluch der Meere“ eine Woche lang, also bis zum 15. Juni, kostenlos über die Arte-Mediathek gestreamt werden: https://www.arte.tv/de/videos/044150-000-A/plastik-fluch-der-meere/

Wünsche Euch spannende Erkenntnisse…

weitere Infos + Lösungsansätze bezüglich Plastik u.a. im Meer siehe auch auf dieser Webseite hier

Beschreibung:
„Laut Schätzungen gelangen bis zu 13 Millionen Tonnen Plastik jedes Jahr
ins Meer – Tendenz steigend. Nach Jahrzehnten leichtfertigen Umgangs mit
dem vielseitigen Werkstoff sind unsere Ozeane zugemüllt mit Relikten
unserer Wegwerfgesellschaft. Der Film aus dem Jahr 2012 bietet einen
Überblick über den damaligen Stand der Forschung. Die Lage ist alarmierend.

In den 90er Jahren entdeckt man erstmals weit draußen im nordpazifischen
Ozean, eine kreiselnde Strömung mit etwa einhundert Millionen Tonnen
Plastikmüll. Das Phänomen fand sich auch im Nordatlantik. Diese ?Garbage
Patches?, Müllstrudel, genannten Phänomene gibt es auch südlich des
Äquators. Inzwischen hat man fünf dieser Strudel weltweit gezählt. Nicht
selten haben sie mehrere hundert Kilometer Durchmesser.
Grobe Schätzungen gehen davon aus, dass sich heute bis zu 150 Millionen
Tonnen Plastikmüll in den Meeren befindet, der sich seit 1950 dort
gesammelt hat. Ein Großteil davon sammelt sich nicht an der
Wasseroberfläche, sondern am Meeresboden oder schwebend in den Wassersäulen.

2011 begleitete ein Filmteam den Umweltaktivisten Marcus Eriksen, der
sich maßgeblich für Erforschung der Müllstrudel einsetzt. Er durchquerte
den Südpazifik, um damals nicht eindeutig nachgewiesene Müllstrudel auf
der Südhalbkugel zu finden, irgendwo zwischen Osterinsel und
chilenischem Festland. Was er fand, übertraf seine schlimmsten
Befürchtungen.
Wissenschaftler versuchen seit Jahre herauszufinden, was Plastik im Meer
eigentlich anrichtet. Bisher waren vor allem die physischen Wirkungen
von Plastik bekannt: strangulierte Seelöwen, erstickte Vögel und
Schildkröten. Doch Chemiker und Meeresbiologen überall in der Welt
stellen fest, dass die eigentliche Gefahr eine andere ist: Die toxische
Wirkung des Plastiks auf die Meeresfauna und ?flora scheint ungleich
höher als bisher angenommen. Denn Plastik zerfällt über die Jahre in
mikroskopisch kleine Teile und gelangt so in unsere Nahrungskette.

Der mehrfach preisgekrönte Film zeichnet ein erschreckendes Gesamtbild
und war 2012 die erste Wissenschaftsdokumentation, die den damaligen
Stand der Forschung widerspiegelte. Seit damals hat sich das Problem
eher noch verschärft. Plastikmüll ist inzwischen zu einem globalen
Problem geworden, dessen Lösung unser aller Anstrengungen bedarf“

Dialog zu Achtsamkeitstraining und nachhaltigem Konsum zwischen Jon Kabat-Zinn und Paul Grossman

Anbei eine aktuelle Meldung aus meinem Netzwerk:
BiNKA_Logo_Text„Liebe Interessent*innen und Freund*innen des BiNKA-Projekts [Bildung für Nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining)] der zu unserer Abschlusskonferenz [am 16.2. 2018] ausgestrahlte, sehr inspirierende Dialog zwischen Jon Kabat-Zinn und Paul Grossman ist jetzt auf Youtube und unser Website online.
Viel Freude beim Zuhören, was diese beiden erfahrenen Achtsamkeitsforscher zum Thema zu sagen haben und herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserem Projekt! Mit achtsamen Grüßen Sonja Geiger“

Weitere Infos zu den Ergebnissen dieses Projekt und der packenden Abschlusskonferenz, bei der ich das Glück hatte, mit dabei sein zu dürfen, findet Ihr hier.

 

Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns kostenlos / also in English!

eine freudige Neuigkeit von Karen aus meinem Netzwerk – dieses Handbuch habe ich ja schon bei diversen Gelegenheiten empfohlen – nun ist es soweit…. even in english…;-)Buch1

„english version below
Liebe Umwelt-Engagierte,
endlich ist es soweit! Ihr könnt nun Psychologie im Umweltschutz – Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns kostenlos auf unserer frisch gelaunchten Website www.wandel-werk.org herunterladen! Nachdem es im Juli letzten Jahres im oekom verlag veröffentlicht wurde, freuen wir vom Wandelwerk Umweltpsychologie uns, es euch nun als deutsche und englische Version frei zur Verfügung stellen zu können. Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns kostenlos / also in English! weiterlesen