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LaKunaBi-Tipps: 2x Agrar + 1x scobel

Von der auch dieses Jahr wieder als „Reaktion“ auf die grüne Woche stattfindende Demo „Wir haben es satt“ dürftet Ihr vermutlich schon alle mit bekommen haben – deshalb hier nur Kurz die Erinnerung – in der Hoffnung, dass wir uns dort (wieder)sehen….-)

„Am 18. Januar 2020 ist es wieder soweit, in Berlin findet die große „Wir haben es satt“ Demonstration statt. Unter dem Motto „Agrarwende anpacken!“, demonstrieren wir mit Zehntausenden für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, für gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und einen gerechten Welthandel.
https://www.wir-haben-es-satt.de
Demo (18.1., Brandenburger Tor)
Die Demo startet um 12 Uhr am Brandenburger Tor (wo sie auch wieder endet) unter anderem mit einem Beitrag von Vandana Shiva“

Zudem diesmal schwerpunktmäßig zwei LaKunaBi’s „Video“-Tipps:

  1. ) u.a. mit einer anschaulichen Darstellung der Methode U von Otto Scharmer

    scobel – Die globale Revolution und Stagnation (3sat)

„Das 21. Jahrhundert wird als große Umbruchphase in die Geschichte eingehen. Wie wird es gelingen, diese Herausforderung anzunehmen? Darüber spricht Gert Scobel mit seinen Gästen. Produktionsland und -jahr: Datum: 16.01.2020, 60 min, Verfügbar weltweit bis 16.01.2025

Unsere Gesellschaft befindet sich auf vielen unterschiedlichen Ebenen mitten in einem hoch dynamischen Wandel. Das Ausmaß ist gigantisch und betrifft uns ganz direkt. Es geht um unaufhaltsame Prozesse in allen Bereichen unserer Existenz. Der Vergleich mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert drängt sich auf.

Die Zukunft verantwortungsvoll gestalten

Neben der Problematik des Klimawandels, der zunehmend sichtbaren Knappheit der Ressourcen, der Zerstörung von Lebensräumen und anderen Auswirkungen des Anthropozäns ereignen sich auch soziale und ökonomische Umwälzungen, in deren Brennpunkt immer wieder digitale Technologien stehen, die ihrerseits Veränderungsprozesse einleiten und massive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Wir können diese Prozesse noch beeinflussen. Die zentrale Frage wird sein, wie wir die große Transformation, mit der wir es in den nächsten Jahrzehnten zu tun haben werden, möglichst gut, effizient, nachhaltig und weise gestalten.

Evolutionsbiologisch neigt der Mensch dazu, Zustände zu erhalten, auch gegen alle Vernunft. Aber es gibt dennoch Hoffnung. Wissenschaftler arbeiten an effizienten Strategien. Zusammen mit seinen Gästen diskutiert Gert Scobel Handlungs- und Motivationsstrategien, mit denen wir die Zukunft positiv und verantwortungsvoll über die nationalen Grenzen hinaus gestalten können.

Die Gäste

Stefan Brunnhuber ist Mitglied des Club of Rome und Senator der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Außerdem ist er ärztlicher Direktor der Diakonie-Klinik für Integrative Psychiatrie sowie Professor für Psychologie und Nachhaltigkeit an der Hochschule Mittweida in Sachsen.

Patrizia Nanz ist wissenschaftliche Direktorin am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung, Potsdam (IASS) und außerdem Professorin für transformative Nachhaltigkeitsforschung an der Universität Potsdam. Sie ist Co-Vorsitzende der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 der Bundesregierung und Mitglied des „Hightech-Forums“, das die Bundesregierung zu Wissenschaft und Technologie berät.

Otto Scharmer ist Dozent am Massachusetts Institute of Technology, Professor für Tausend Talente an der Tsinghua University in Peking und Mitbegründer des Presencing Institute. Er entwickelte das viel beachtete innovative Management-Konzept „Theorie U“.

2) Noch bis zum 30.1. kann man sich den Stream des sehr interessanten 3. BMU-Agrarkongresses mit dem Titel „Umwelt und Landwirtschaft im Dialog: Für einen Green Deal in der Agrarpolitik“ anschauen.

Übertragen wurden folgende Programmpunkte:

ZeitThema und Sprecherin/Sprecher
11 Uhr bis 12 UhrEröffnung und Einführung

Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident Umweltbundesamt
Dir. u. Prof. Dr. Hiltrud Nieberg, Johann Heinrich von Thünen-Institut
12 Uhr bis 13 UhrGrund zum Optimismus:
Von lokalen Gesellschaftsverträgen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft lernen

Alexander Müller, Managing Director ThinkTank for Sustainability Initiativen und Betriebe aus Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern stellen sich vor
14 Uhr bis 15:45 UhrZukunftskommission Landwirtschaft –
der richtige Schritt zum Gesellschaftsvertrag?

Dirk Andresen, Sprecher „Land schafft Verbindung“
Doreen Riske, Geschäftsführung Agrar GbR Groß Kiesow
Agnes Becker, Sprecherin des bayerischen Volksbegehrens Artenvielfalt Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Albrecht von Lucke, Publizist und Berliner Korrespondent der Blätter für deutsche und internationale Politik

Beiträge
Prof. Dr. Hubert Wiggering, Universität Potsdam, Vorstand und Sprecher Deutsche Agrarforschungsallianz
Ulrich Peterwitz, Gelsenwasser AG
16:15 Uhr bis 16:30 UhrBlick über den Tellerrand –
Eine post-Brexit-Sicht zur Agrarpolitik aus Großbritannien

Patrick Holden, Gründungsdirektor Sustainable Food Trust
16:30 Uhr bis 18 UhrGreen Deal oder Green Washing – Was will Deutschland in der Agrarpolitik?

Dr. Heinrich Bottermann, Staatsekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Beate Kasch, Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Dr. Matthias Miersch, MdB, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Silvia Bender, Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg
Reinhold Jost, Vorsitzender der Agrarministerkonferenz

Verabschiedung und Ausblick

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

wünsche spannende Erkenntnisse und bis zur Demo 😉

lg, Carla (aka LaKunaBi)

Endspurt – nur noch heute bis 23:59 – zu einer besonderen Art der Bescherung…;-)

Gemeinsam können wir es noch schaffen!

Seit meinem letzten Post zum für den 12. Juni 2020 im Berliner Olympiastadion geplanten großen Demokratieevent hat sich bereits einiges getan 🙂
Leider läuft die Crowdfunding dafür aber nur bis Heiligabend, also heute abend 23:59 Uhr, weil nur bis dahin die  bisher ausnahmsweise kostenfreie Reservierung storniert werden kann.
Sprich , wir brauchen noch ein paar CrowdfunderInnen und/ oder MobilisiererInnen mehr, damit das Ganze, was ich selber für ausgesprochen wichtig halte, statt finden kann. Jeder, der schon mal versucht hat, die 50 000 Unterschriften z.B. für das Ouorum einer Bundestagspetition (übrigens die einzige Form von Petition,  die meines Wissens für Politikerinnen wirklich relevant ist…) zusammen zu bekommen, weiß, wie sinnvoll es ist mindestens 60000 an einem Platz zusammen zu bringen und im Vorfeld noch mehr mit ein zu beziehen…;-)

Und falls Ihr bisher eher kritisches über das „Event“ gehört habt, dann lest Euch bitte auf jeden Fall die detailllierten Antworten der Initiatoren durch – u.a. wofür es so eine Summe braucht, warum das Ganze gerade im Olympiastadion statt finden soll etc. https://www.startnext.com/12062020/blog/beitrag/fragen-amp-antworten-p85609.html#pnav#pnav

Wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr in irgendeiner Form mit von der Partie wäret !

Es bleiben uns nur noch Stunden, um das Unmögliche möglich zu machen und für den 12.06.2020 das Olympiastadion für ein Festival der Demokratie zu mieten. Unterstütze uns jetzt auf www.startnext.com/12062020. Wir wollen Wissenschaftler*innen, demokratiefördernden Initiativen und zivilgesellschaftlichen Organisationen eine Bühne vor 60.000 Menschen geben werden, um Lösungen für die drängendsten Probleme unserer Zeit (Klimakrise, Rechtsdruck, soziale Ungerechtigkeit, etc.) gebündelt zu präsentieren und diese z.B. mit Hilfe von Petitionen (mind. 50k Unterstützer) direkt vor Ort zu verabschieden. Wenn aber bis zum 24.12.2019 die Finanzierung über das Crowdfunding nicht erfolgt, kann dies alles in dieser Form nicht stattfinden. Deshalb unterstützt heute als Ticketkäuferin oder als Spenderin (für Menschen die sich die 29,95 EUR nicht leisten können). Treffen wir uns da? Seid ihr dabei?

 12062020 leicht erklärt: https://youtu.be/E6xJXZ1yCGw

wünsche Euch in jedem Fall frohe Feiertage und einen guten Rutsch,
lg, Carla (aka LaKunaBi)

Lakunabi's Veranstaltungstipp: "Klima- und Demokratiewandel" – »Zuhören #4« vom 13.-15. Dezember im radialsystem

Für Diejenigen unter Euch/ Ihnen, die es nicht eh schon in meinem Kalender entdeckt haben (dieser musste ja leider aus aktuellem Anlass in die „zweite Reihe “ umziehen …

Dieses Wochenende (ab heute Abend 19 Uhr) veranstaltet die Compagnie Sasha Waltz & Guests – einigen von Euch/Ihnen vermutlich bereits bekannt durch ihre Tanzperformances – ihre vierte Ausgabe von »Zuhören – Dritter Raum für Kunst und Politik« mit dem Titel: »From complexity to action« im Berliner Radialsystem.

Würde mich freuen, viele von Euch/ Ihnen dort zu treffen 🙂

lg, Carla (aka LaKunaBi)

Zur Erleichterung der Entscheidung gleich mal das sehr vielseitig anmutende Programm von der Webseite der Compagnie:

»From complexity to action«: Die vierte Ausgabe von »Zuhören – Dritter Raum für Kunst und Politik« sucht neue und aktuelle Herausforderungen. Nach drei Editionen 2016 und 2017 rund um das aktive Zuhören, Migration und engagierte Communities rücken nun die drängenden Themenkomplexe Klima- und Demokratiewandel in den Fokus.“

Mit dabei sind auch einige Inititiativen und Menschen aus meinem Netzwerk bzw. denen ich mich besonders verbunden fühle – und zahlreiche andere, bei denen ich mich freue, sie bei dieser Gelegenheit endlich persönlich kennen lernen zu dürfen –
und das Ganze mit einem Ansatz, der dem Programm nach meiner Meinung nach verspricht, mehr Menschen auch außerhalb der bisherigen ( leider offensichtlich* immer noch nicht ausreichend großen) Umwelt- und Klimaschutz-Blase zu erreichen – * jedenfalls, wenn man die aktuelle Umweltpolitik betrachtet, die angeblich das politisch Machbare umsetzt und sich dabei u.a. von Meinungsumfragen leiten lässt…

Das Progressive Zentrum, Deutschland spricht, Extinction Rebellion, Fridays for Future, FutureLeaks, Restlos Glücklich, Revision, School of Collective Intelligence, SuperCoop, The Presencing Institute, urgewald, World Human Forum Medhat Aldaabal & Ali Hasan / Dabke Community Dancing, Olaf Baldini, Paola Bascón / Amazonas Solidarity Berlin, Antje Boetius, Gabriel Galindez Cruz, Maja Göpel, Samar Habibi / 5 Rhythms, Josh Fox, Luz Zenaida Hualpa Garcia, Joseph Houston & Sarah Saviet, Isabel Knauf, Bernard le Roux, Lucy Martens, Grace Mbungu, Sergiu Matis & Lisa Densem, Diego Noguera Berger, Quang Paasch, Lex Paulson, Cymin Samawatie & Gäste, Andreas Weber und die Teens-Gruppe der Kindertanzcompany Sasha Waltz & Guests

„Sasha Waltz & Guests lädt ein Wochenende lang Menschen ins radialsystem ein, um lokale Initiativen, das Netzwerk der Compagnie und internationale Gäste kennen zu lernen, sich auszutauschen, gemeinsam Neues zu erfahren und Altes in Frage zu stellen. In einem kollektiven Prozess, der Kopf, Herz und Füße anspricht, werden unterschiedliche Blickwinkel auf unser komplexes Heute beleuchtet – um jetzt gemeinsam ins Handeln zu kommen. Workshops, Gespräche und Interventionen werden von Tanz, Musik und gemeinsamem Essen begleitet. Ein Wochenende im Zeichen der Empathie, des genussvollen Lernens und der Partizipation. Für neue Verbindungen über die Grenzen von Kunst, Naturwissenschaft, Demokratie, Philosophie und Zivilgesellschaft hinaus!

©Daniel Wiesmann

Zuhören #4
Climate change & democracy

From complexity to action
Sasha Waltz & Guests
13. -15. Dezember 2019
radialsystem Berlin

Das komplette Programm zum Durchblättern.

Das Programm
Wie bei den früheren »Zuhören«-Editionen gestaltet Sasha Waltz & Guests wieder den zentralen Raum des Saals als Ort der Begegnung, des gemeinsamen Essens und der Musik. Das Ausstattungs- und Technikteam der Compagnie recycelt dafür Elemente aus Bühnenbildern und Fundus-Material. Von hier aus startet »FutureLeaks« am Samstag und Sonntag seinen ganztägigen, immersiven Parcours und lädt dazu ein, die Zukunft neu zu schreiben. Ebenfalls am Samstag und Sonntag bringt die Initiative »Restlos Glücklich« zusammen mit dem Publikum »gerettete« Lebensmittel in geschmackvoll-kreativer Zubereitung auf den Tisch. Das »World Human Forum« bietet im Saal »Gesellschafts-Spiele« rund um die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele. Die Studios in den oberen Stockwerken laden mit Filmen, Büchern und verschiedenen Workshops, kleineren Gesprächen und Performances zu einer ruhig-konzentrierten Atmosphäre ein. Der Künstler Olaf Baldini begleitet das Wochenende mit Live-Drawings.

Freitag, 13. Dezember ab 19 Uhr
Als Einführung in das komplexe Themenfeld Klimawandel eröffnet der Oscar-nominierte US-amerikanische Regisseur und Performer Josh Fox am Freitagabend »Zuhören #4« mit seiner Solo-Performance »The Truth Has Changed«. Josh Fox’ Auftakt wird anschließend um drei unterschiedliche Stimmen erweitert: Quang Paasch von der Bewegung »Fridays for Future« spricht für die junge Generation, die Wissenschaftlerin Grace Mbungu bringt eine Perspektive des Globalen Südens ein und die Meeresbiologin und Polarforscherin Antje Boetius steuert die deutsch-europäische Sicht bei. Im Anschluss ist Raum für Austausch mit dem Publikum. Mit dem Late Night Concert »Branches« klingt der Abend im radialsystem musikalisch aus: Joseph Houston (Klavier) und Sarah Saviet (Violine) untersuchen die Schnittstelle zwischen Musik und Natur anhand ausgewählter Kompositionen – in Begleitung von ungewöhnlichen Klangkörpern, jenseits der klassischen Konzertsituation.

Zuhören#4_Programm_Freitag (PDF)

Samstag, 14. Dezember ab 14 Uhr
Den Tag eröffnet ein Warm-Up beim gemeinsamen Dabke-Tanzen mit Medhat Aldaabal und Ali Hasan. Seit 2018 entwickeln die beiden syrischen Künstler gemeinsam mit Sasha Waltz & Guests und Berlin Mondiale u. a. am radialsystem eine neue Form, die traditionelle Elemente des Kreistanzes mit der Internationalität Berlins zusammenbringt und viele Menschen begeistert. Nach einem anschließenden, inhaltlichen Kick-Off mit der Naturwissenschaftlerin Antje Boetius bieten unterschiedliche Initiativen Workshops rund um das Thema Klimawandel und Aktiv-Werden an. Vom Tanz ausgehend startet »Zuhören« hier mit Kunst und Körper, öffnet aber ganz bewusst für Ernährung, die Verbindung von Persönlicher Entwicklung und Strukturwandel, Finanzen und Empowerment: »Wie künstlerisch kann politischer Aktivismus sein?« fragen der Film- und Theaterregisseur Josh Fox und die Regisseurin Lucy Martens. »Wie sieht nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln aus?« zeigt »Restlos Glücklich«. »Wie kann man Widerstand körperlich erfahren?« – ein Thema für Extinction Rebellion und Amazonas Solidarity Berlin. »Können wir die positiven Nachrichten, die wir in Zukunft lesen wollen, selbst mitschreiben?« fragen die Künstler*innen von FutureLeaks und »Wie lassen sich komplexe Spannungen rund um Konflikte durch Dialog und Zuhören in positive Energie umwandeln?« betrachtet Bernard le Roux aus Göteborg. Schließlich widmet sich urgewald der Frage »Wie kann ich als Bank-Kunde für Klimagerechtigkeit aktiv werden?«

Das gemeinsame Abendessen bringt alle wieder zusammen und leitet in den zweiten Teil des Tages über: Mit dem Tanzstück »Teqsi muyu marq’ay – Eine warme Umarmung für die Erde« präsentiert die Teens-Gruppe der Kindertanzcompany von Sasha Waltz & Guests ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Klimawandel und Klimagerechtigkeit im Kontext indigener Völker und ihrer Werte. Die Jugendlichen öffnen damit den Raum für ein anschließendes Gespräch mit dem Autor Andreas Weber, der Tänzerchoreographin Luz Zenaida Hualpa García und der Wildnispädagogin Isabel Knauf zum Thema »Indigenialität«. Das Live Electronics-Konzert »Static motion« mit dem chilenischen Komponisten, Musiker und Performer Diego Noguera Berger geht in eine Party mit DJ SeSe aka the sleeping Phoenix über und schließt den Kreis von zwölf Stunden »Zuhören« mit Tanz.

Zuhören#4_Programm_Samstag (PDF)

Sonntag, 15. Dezember, ab 14 Uhr
Im Angesicht komplexer Krisen in unserer globalisierten Welt empfinden Menschen weltweit ein Gefühl der Ohnmacht. Gleichzeitig wächst ziviles Engagement, um in die Tat zu kommen. Welche Rolle spielen das Zuhören und der Dialog für die Weiterentwicklung der Demokratie und des lokalen wie globalen Miteinanders, um u. a. mit Klimaveränderungen umzugehen? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der dritte und letzte Teil von »Zuhören #4«.

Den Tag eröffnet ein gemeinsames Warm-Up »Collective Intelligence in Motion« mit dem kolumbianischen Tänzerchoreographen Gabriel Galindez Cruz, der seit vielen Jahren für Sasha Waltz & Guests tätig ist und zwei Gruppen der Kindertanzcompany leitet. Gemeinsam mit »Das Progressive Zentrum«, dem 2007 gegründeten Berliner Think Tank mit den aktuellen Schwerpunkten Zukunft der Demokratie, Strukturwandel und Internationale Beziehungen präsentiert  »Zuhören #4« ein Gespräch mit deutschen und internationalen Gästen rund um den Dreiklang Klima, Wandel & Demokratie: Die Politökonomin Maja Göpel und der Politikwissenschaftler Lex Paulson sprechen mit der Journalistin Maria Exner und dem Pädagogen und Mediator Bernard le Roux, moderiert von Janis Prinz, Trainee von »Das Progressive Zentrum«. Auch am Sonntag können die Teilnehmer*innen von »Zuhören« wieder selbst aktiv werden: Bei »Meet the speakers« im Saal kann direkt mit den Gesprächsteilnehmer*innen in kleiner Runde weiter gesprochen werden. Angela Baldini vom »The Presencing Institut« lässt erleben, was aktives Zuhören bewirkt, wenn man sich verhindernder Faktoren bewusst wird. Morris Clay und Pedro Jardim von »Revision« gehen der Frage nach, wie die Risiken neuer Technologien besser analysiert werden können, damit sie eine nachhaltige menschliche Gesellschaft und alle Lebensformen fördern. »Restlos glücklich« lädt wieder zum Schnibbeln und Nachdenken über nachhaltige Ernährung ein, »FutureLeaks« reist weiterhin in die Zukunft und schreibt Nachrichten für ein besseres Morgen und das »World Human Forum« nähert sich spielerisch den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen. Der rumänische Tänzer und Choreograph Sergiu Matis lädt ins oberste Stockwerk des radialsystem ein und führt in seiner performativen Soundinstallation »Extinction Room« sehr eindrücklich das Artensterben vor Augen.

Nach dem gemeinsamen Essen endet »Zuhören #4« mit einem Jam mit den Musiker*innen des Wochenendes unter der Leitung von Cymin Samawatie und Zuhörer*innen auf der Bühne. Den Schlusspunkt bilden die Künstlerin Samar Habibi und das »Zuhören«-Publikum mit Tanz durch eine Welle der »5 Rhythms« bis zur Stille.

Zuhören#4_Programm_Sonntag (PDF)

Zuhören#4_Workshop_Programm (PDF)

Karten »Zuhören«
10 / 8 € Freitagabend-Ticket
15 / 10 € Tagesticket Sa oder So
25 / 18 € Kombiticket Sa + So
inkl. kleinem Essen und Tee
bis 16 Jahre: Eintritt frei
Altersempfehlung: Jugendliche ab 14 Jahre

»Zuhören – Dritter Raum für Kunst und Politik« ist ein Projekt von Sasha Waltz & Guests I Education & Community, unterstützt von der Radial Stiftung. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Hauptstadtkulturfonds.
»FutureLeaks @ Zuhören #4« entsteht in Zusammenarbeit mit »FutureLeaks«, Berlin Mondiale – Kunst im Kontext von Migration, Flucht und Exil, Allianz Kulturstiftung, radialsystem und Sasha Waltz & Guests.“ (Zitate von der Veranstaltungsseite)

Holzmarktstraße 33
10243 Berlin
Telefon +49 (0)30 288 788 50
Email info@radialsystem.de

Erreichbarkeit per ÖPNV
Das radialsystem ist per S-Bahn, Bus, Regionalbahn und Fernverkehr über den Ostbahnhof zu erreichen. Der Fußweg vom Ostbahnhof beträgt ca. 5 Minuten.

Heutiges Kläppchen u.a. mit Werbepost-Petition/ Olympia12062020/ Mythen&Fakten/ Deutschland auf Platz 3

Auch heute gibt es wieder einige Neuigkeiten aus meinem Netzwerk, mit denen ich u.a. auf meiner Ansicht nach unterstützenswerte Initiativen wie die Werbepost- Bundestagspetition hinweisen bzw. wegen anhaltender wilder Gerüchte klärende Infos zu einer anderen weiter geben möchte…

Würde mich nämlich sehr freuen, wenn noch mehr Menschen vor Weihnachten Karten für die Veranstaltung am 12.6.2020 im Olympiastadion erstehen und/ oder sie weiter bekannt machen, damit das Ganze überhaupt statt finden kann – meiner Ansicht nach stellt das Ganze nämlich eine sehr gute Möglichkeit dar, dass sich möglichst viele Menschen, selbst wenn sie am 12.6. nicht selber dabei sein können, im Vorfeld bei den diversen angedachten politikgestaltenden Petitionen zur Gestaltung und Umsetzung eines sozial gerechten Klimaschutzes einbringen können und somit auch ein zunehmendes Gefühl an Selbstwirksamkeit entwickeln, ohne das die meisten Menschen leider auch nicht ins konstruktive Handeln zu kommen scheinen…. (Könnte sich ja auch gut als Weihnachtsgeschenk eignen…;-)
Warum das aus meiner Sicht auch besonders wichtig ist, findet ihr u.a. in einer aktuellen Studie des Wuppertal-Institutes und von Germanwatch weiter unten.

Und natürlich gibt es auch diesmal
einen weiteren Adventskalender 🙂

In diesem Sinne eine geruhsame Vorweihnachtszeit,

lg, Carla, (aka LaKunaBi…;-)

Die Debatte um den Klimaschutz : Mythen, Fakten, Argumente
„Welch ein grandioses Dokument vom Wuppertal Institut! Es beleuchtet:
1) Vernetzung der Klimaleugner in Deutschland.
2) Die Rolle der Medien dabei.
3) Die Methoden der Klimaleugner.
4) Die Top-10 Fake-Argumente fein säuberlich zerlegt „

Germanwatch „auch bei der diesjährigen UN-Klimakonferenz konnten und können wir starke Impulse setzen: zum Beispiel mit unserem Klima-Risiko-Index (KRI) sowie dem heute erschienenen Klimaschutz-Index (KSI).
„Während der KRI die durch Extremwetter verursachten Todeszahlen und Sachschäden erfasst, vergleicht der KSI die Klimaschutzbemühungen von 57 Ländern und der EU. Auf der einen Seite ist Deutschland nach Hitzewellen und Rekorddürre im Jahr 2018 selber stark betroffen (KRI-Rang 3), macht auf der anderen Seite aber selbst zu wenig für den Klimaschutz (KSI-Rang 23).

Werbepost-Petition

„…ich würde mich freuen, wenn Ihr die Petition unterstützt und über Eure Kanäle verbreitet: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_11/_04/Petition_100969.$$$.a.u.html. Die engagierte Macherin rief mich an, sie kämpfen für eine Gesetzesänderung nach Amsterdamer-Vorbild (dort erhält man Werbepost nur noch mit einem „Ja“-Aufkleber). Unter www.nur-auf-wunsch.de findet Ihr alle Infos zur Petition. Vielleicht hat die eine oder der andere ja auch Lust und die Möglichkeit, Bündnispartner zu werden: https://www.nur-auf-wunsch.de/buendnis.   Herzliche Grüße Evelyn“

Fragen & Antworten zur – für am 12.6.2020 im Olympiastadion – geplanten Veranstaltung :

„Liebe Freunde, liebe Kritiker*innen, liebe Gäste, liebe Presse,
ihr habt euch in den vergangenen Tagen viele Gedanken zu uns gemacht. Das finden wir toll. Wir lieben alle eure Fragen, euer Feedback und insbesondere eure Kritik. Ja, wirklich! Nicht, dass wir uns intern nicht ebenso über unser Projekt beraten oder zuweilen sogar gestritten hätten. Aber von außen lassen sich die Dinge ja doch oft viel klarer sehen. Danke also für diese Perspektive. Das hilft uns, das Projekt weiterzuentwickeln.

Seht uns nach, dass wir ein paar Tage Zeit gebraucht haben, die Kritik zu diskutieren. Wir wollten uns sammeln, anstatt überhastet Antworten herauszugeben. Wir nehmen eure Anmerkungen ernst und berücksichtigen sie auch im weiteren Vorgehen.

So haben wir uns z.B. dazu entschieden, uns von der „Bürger*innenversammlung“ als Titel der Veranstaltung zu lösen. Wir sind keine Bürger*innenversammlung. Das war missverständlich formuliert. Uns geht es zwar darum, Menschen zu versammeln. Aber repräsentativ sind wir damit nur bedingt.

Im Folgenden findet ihr nun einige erste Antworten auf die von euch am häufigsten gestellten Fragen und Anregungen. Um die Angelegenheit so übersichtlich wie möglich zu gestalten, haben wir allen Input in diese Themenblöcke unterteilt:

Finanzierung

Initiatoren

Motive

Der Veranstaltungsort

Organisation und Partizipation

Legen wir los!

1. Finanzierung

Was ist im Ticketpreis beinhaltet? Wie schlüsseln sich die Gesamtkosten von 1,8 Mio. Euro auf? Wieviel Gewinn macht einhorn mit dem 12.06.2020?

Eine so große Veranstaltung unterliegt technisch, personell und organisatorisch gesetzlichen Vorgaben und ist überhaupt nur möglich, wenn ein in allen Belangen geordneter und sicherer Verlauf sichergestellt werden kann. Diese Vorgaben und organisatorischen Standards verursachen den Aufwand und die entsprechenden Kosten.

Wir werden alle Kosten und Einnahmen durch einen externen und unabhängigen Dritten (z.B. eine Notar*in) innerhalb eines Tatsachenprotokolls bestätigen lassen und Überschüsse an eine zu definierende gemeinnützige Organisation spenden. Keiner der möglichen Speaker*innen und Künstler*innen erhält eine Gage. Das komplette Team sowie die Infrastruktur zur Vorbereitung des 12.06.2020 sind in den Kosten nicht berücksichtigt. Wir kalkulieren mit keinem Gewinn.

Wie sich die Kosten sich im Einzelnen aufschlüsseln seht ihr im Bild der Kostentorte unten.

Warum zieht ihr nicht einfach aufs Tempelhofer Feld um?

Auch eine gute Idee. Stimmt. Aber auch das würde kosten. Wir müssten eine Infrastruktur aufbauen (ausreichend Toiletten, Sicherheitsvorkehrungen, Bühne, Lautsprecher etc.) und wären außerdem abhängig vom Wetter. Das Tempelhofer Feld ist darüber hinaus in Teilen ein Biotop- und Artenschutzgebiet.

Außerdem wollen wir, dass wirklich alle Gäste sehen und hören, was auf der Bühne und drumherum in Workshops gesagt wird. Das lässt sich im Stadion viel besser erreichen als auf einem Feld. Wir glauben insofern, dass wir euch mit einem großen bereits in seiner Infrastruktur eingerichteten Veranstaltungsraum viel besser erreichen können.

Wir unterstützen aber alle, die am 12.06.2020 eine Parallel-Veranstaltung auf dem Tempelhofer Feld organisieren möchten (vll. ein kleiner Ableger mit Live-Stream?). Meldet euch gerne bei uns. Unseren Kontakt findet ihr ganz unten.

2. Initiatoren

Die ganze Veranstaltung ist eine riesige PR-Geschichte rund um einhorn.

Es gibt ganz sicher leichtere Wege für einhorn, Öffentlichkeit zu bekommen als über den 12.06.2020. So viel Gegenwind wie aktuell hat das einhorn-Team in seiner Geschichte jedenfalls noch nie erfahren. Das hindert das Team aber nicht, weiter an die Idee zu glauben, und sich für den Spaß an politischen Prozessen einzusetzen. Politik darf Spaß machen! Findet ihr etwa nicht?

(Inzwischen besteht das Team unterdessen aus vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer*innen, die bis dahin noch nie etwas mit einhorn zu tun hatten.)


Ihr gefährdet mit eurer Idee die Arbeit von Bewegungen wie Fridays for Future.

Dass das so gesehen wird, tut uns leid und ist genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich erreichen wollen. Wir wollen gerade Initiativen wie Fridays for Future (Berlin) oder die Scientists for Future unterstützen, die ganz wesentlich dazu beigetragen haben, Öffentlichkeit für die Folgen des Klimawandels zu schaffen und ihn auf die Agenda der Politik zu setzen.

Beide Initiativen stehen uns beratend zur Seite und haben nicht — wie teilweise falsch berichtet — den 12.06.2020 mit initiiert.

Das sagen Wissenschaftler*innen, die Scientists for Future initiiert haben:

„Wissenschaftler*innen von Scientists for Future finden die Idee sehr gut, dass in den Monaten vor der Veranstaltung politische Forderungen — in diesem Fall Petitionen — von Teilnehmer*innen gemeinsam entwickelt und zur Diskussion gestellt werden, um diese dann auf der Veranstaltung selbst zu präsentieren und zu beschließen. Dies ist ein Vorgehen, das in der Politik üblich ist, zum Beispiel bei politischen Gipfeltreffen oder Parteitagen. Das Vorgehen kann und soll demokratisch gestaltet werden.

Dieser Prozess ermöglicht es, typische Missverständnisse und Gegenargumente aufzuzeigen und zu adressieren. Wir verstehen das als eine Aufgabe von Wissenschaftskommunikation und sehen (nicht nur) darin unseren Beitrag zu der geplanten Veranstaltung. In Talkshows jeder Couleur ist eine differenzierte Diskussion allein schon durch das konfrontative Konzept dahinter nicht möglich. Das erleben auch wir, wenn wir daran teilnehmen. Eine ähnlich große Plattform wie Talkshows bietet Olympia12062020, aber das Konzept ist lösungsorientiert. Das Projekt kann unseres Erachtens dazu beitragen, immer wieder künstlich produzierte Behauptungen der Unvereinbarkeit von sozialen und ökologischen Zielen zu überwinden.

Wir sehen die Bedeutung weit über die konkreten Petitionen an diesem Tag hinaus. Der Tag selbst ist der Kristallisationspunkt. Einen gesellschaftlichen und politischen Mehrwert generiert Olympia12062020 gerade auch durch seinen mehrmonatigen inhaltlichen Vorbereitungsprozess, in dem eine Vielzahl an Akteuren zu konkreten Einzelthemen zusammenarbeiten können. Somit wird eine demokratische Verständigung über eine Politik zur Erreichung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele unterstützt.“

Ihr bekommt Credits für euer Projekt, die eigentlich NGOs und zivilgesellschaftlichen Organisationen zustehen.

Wir sind aktuell laut und rühren die Werbetrommel, weil wir die Finanzierung unseres Projekts sicherstellen wollen. Wir werden als Initiatoren nach Abschluss des Crowdfundings aber in die zweite Reihe zurücktreten und uns vor allem inhaltlich zurücknehmen.

Unser Ziel war immer, mit der Veranstaltung einen Raum zu schaffen, in dem NGOs oder z.B. zivilgesellschaftliche Initiativen eine Bühne bekommen für das, was sie seit Jahren lokal, regional oder sogar global an Zielen verfolgen und darin Experten sind.

Wir wollen nicht die Credits der NGOs. Wir wollen sie vielmehr in ihrer Arbeit stärken.

Ihr habt keine Expert*innen im Team, die eine Veranstaltung dieser Größe mit dem gegebenen Anspruch auf die Beine stellen könnten.

Die Crowdfunding-Zentrale zum 12.06.2020 ist mit vielen freiwilligen und ehrenamtlich arbeitenden Helfer*innen besetzt. Darunter sind vor allem einige erfahrene Projekt- und Eventmanager*innen, die bereits andere Großveranstaltungen auf die Beine gestellt haben. Sie helfen uns bei der Umsetzung des Crowdfundings als auch dabei, Strukturen zu schaffen für die Zeit danach. Im Januar 2020 beginnt nämlich die eigentliche Arbeit: Rahmenbedingungen und Inhalte für den 12.06.2020 zu schaffen.

3. Motive


Eure Ambitionen, „die Welt zu retten“ sind überheblich und naiv. Mit eurer Startup-Arroganz konterkariert ihr die Arbeit von vielen seit Jahren/Jahrzehnten ehrenamtlich organisierten Menschen.

Unsere Idee war von Anfang an, den 12.06.2020 zu initiieren, um bereits bestehende zivilgesellschaftliche Initiativen, NGOs und politisch aktive Menschen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Wir wollen als Projekt vor allem einen Rahmen und eine Infrastruktur bereitstellen, in der diese Menschen, ihre Arbeit und ihre Ideen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützer*innen erfahren.

Dazu planen wir am 12.06.2020 Stände rund um das Olympiastadion aufzustellen, an denen die jeweiligen zivilgesellschaftlichen Akteure über ihre Themen informieren und aufklären können. Wir sind schon heute mit vielen Initiativen in Kontakt, die sich auf den 12.06.2020 und den Austausch mit den Teilnehmer*innen des Tages und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen freuen.

Ihr wollt euch dem Klimawandel widmen und seid selbst null nachhaltig. Warum organisiert ihr euch nicht einfach online? Das wäre CO2-neutral.

Sich ganz und gar zu begegnen, ist ausschließlich offline möglich, glauben wir. Von Angesicht zu Angesicht schaffen es Menschen eher miteinander zu sprechen, sich zu solidarisieren und/oder aktiv zu werden. Letzteres ist, was wir wollen. Wir wollen Diskurs. Wir wollen Menschen miteinander verbinden, die sich bereits engagieren oder den Wunsch haben, sich einzubringen. Wir wollen Wege aufzeigen, Einfluss zu nehmen und mit den Petitionen, die wir für diesen Tag planen, eine Maßnahme vorstellen, wie Aufmerksamkeit gegenüber der politischen Administration unseres Landes geschaffen werden kann.

Die CO2-Emissionen, die das Event verursacht, werden wir kompensieren. Die Aufwendungen dafür sind bereits in den kalkulierten Gesamtkosten des Events enthalten.

Ihr wollt doch eigentlich nur Aufmerksamkeit für Themen, die ihr bereits festgezurrt habt und die ihr mit der Gruppendynamik im Olympiastadion nur noch durchdrücken wollt.

Wir wollen mit dem 12.06.2020 ein Forum und keine Frontalberieselung schaffen. Sobald das Crowdfunding erfolgreich abgeschlossen ist, wollen wir ab Januar 2020 Gremien und Arbeitsgruppen aufbauen, in denen Experten*innen sich beraten, Themen und Petitionen ausarbeiten. Darüber hinaus planen wir aber auch eine Online-Plattform aufzubauen, über die sich alle Interessierten ebenso mit Ideen einbringen können.

Jeder Parteitag ist kontroverser als ihr es je sein werdet.

Wir scheuen uns nicht davor, mit euch zu diskutieren und planen damit auch am 12.06.2020. Wir wollen keinen Konsens a priori. Wir sind nach innen wie nach außen offen für Diskurse, mit deren Ergebnis sich im besten Fall Lösungen gestalten lassen.

4. Der Veranstaltunsgort

Uns bereitet Sorgen, dass ihr von emotionaler Aufladung schreibt und euch offenbar nicht um die Parallelen zur Rhetorik geschweige denn der NS-Tradition des Olympiastadions bewusst seid.

Den Kampagnentext haben wir um diese rhetorischen Blüten bereinigt. Dass jemand annehmen könnte, es bestünden Parallelen dieser Art, wollen wir unter allen Umständen verhindern.

Wir sind uns darüber hinaus über die historische Verantwortung, den 12.06.2020 an diesem Ort zu veranstalten, bewusst. Wir glauben aber, dass es gerade aus dieser Verantwortung wichtig ist, diesen Ort für eine Veranstaltung zu nutzen, die der Vergangenheit des Stadions entgegensteht und unsere Zivilgesellschaft stärken will.

5. Organisation und Partizaption

Der Eintrittspreis von 29,95 Euro beschränkt die Teilnahme am Event.

Das stimmt. Rund 30 Euro für ein „Event“ auszugeben, können sich ganz viele Menschen schlichtweg nicht leisten. Das Soli-Ticket soll genau dieses Problem auffangen. Wir wollen keine exklusive Veranstaltung sein, sondern alle einbeziehen, die Interesse daran haben — unabhängig von Kontostand oder anderen finanziellen Ressourcen. Wir wollen den 12.06.2020 aber ebenso frei von Sponsoren, Werbung oder Lobbygruppen halten und glauben deshalb nach wie vor, dass die Finanzierung über das Crowdfunding der beste Finanzierungsweg für unser Projekt ist.

Aktuell wurden 42 Prozent unserer Tickets als Soli-Tickets verkauft. Schon jetzt steht also ein großer Teil des Ticketkontingents für Menschen zur Verfügung, die sich das Event ansonsten nicht leisten könnten. Wie wir diese Tickets verteilen wollen, erarbeiten wir noch. Wir freuen uns über alle Ideen, wie die Vergabe am gerechtesten gelöst werden könnte.

Um darüber hinaus möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, am 12.06.2020 teilzunehmen, soll es einen kostenlosen livestream des Tages und seines Programms geben. Wir unterstützen außerdem alle, die am 12.06.2020 parallel zu unserem Projekt Demonstrationen oder Veranstaltungen auf die Beine stellen wollen.

Das Team ist nicht divers und insofern nicht repräsentativ. Die Veranstaltung im Olympiastadion wird es deshalb genauso wenig sein.

Wir sind mehr Frauen als Männer im Team, wir leben verschiedene Sexualitäten, wir sind Gutverdiener*innen als auch Geringverdiener*innen und Sozialhilfeempfänger*innen. Unter uns sind Arbeiterkinder und Menschen mit Migrationshintergrund, Schüler*innen, Student*innen, Akademiker*innen. Manche von uns haben sich vor unserem Projekt noch nie politisch engagiert, einige andere sind Langzeitaktivist*innen.

Unser Team ist aber, und das wissen wir, noch zu weiß. Wir arbeiten intensiv daran, uns diverser aufzustellen und unsere Blase zu durchstechen. Wir wissen, dass ein Projekt wie unseres nur gerecht auf den Weg gebracht werden kann, wenn wir als Team dahinter selbst Diversität leben und uns unserer eigenen Privilegien bewusst sind. Wir planen dazu, eine Arbeitsgemeinschaft einzurichten. Wer uns dabei unterstützen will, ist herzlich eingeladen, das zu tun.
Meldet euch via 12062020olympiahelferinnen@gmail.com.

Ihr seid nicht demokratisch!

Wir sind kein durch Wahlen demokratisch legitimiertes politisches Organ. Das ist uns klar und das wollen wir auch gar nicht sein. Mit dem 12.06.2020 wollen wir keine demokratischen Prozesse ersetzen. Wir sind Teil der Zivilgesellschaft und wollen als solche Themen in die Öffentlichkeit bringen, von denen wir annehmen, dass sie drängen, behandelt zu werden. Dazu werden wir u.a. von jener Beteiligungsform Gebrauch machen, die die repräsentative Demokratie für uns als Teil der Zivilgesellschaft vorsieht: mit Petitionen angehört zu werden.

Petitionen sind sinnlos und noch lange kein Gesetz.

Uns ist bewusst, dass erfolgreiche Petitionen nicht unmittelbar bedeuten, dass ein Gesetz geändert wird. Aber sie können ein wichtiger Anfang und Anstoß sein, auf Missstände Aufmerksam zu machen und über ihre Öffentlichkeit Druck auf die Politik ausüben, Stellung zu beziehen.

Wird eine Petition erfolgreich eingereicht, muss sich der Petitionsausschuss mit ihr bzw. der Forderung dahinter auseinandersetzen. (Siehe Video)

Wollt ihr an eurem Konzept der Veranstaltung festhalten? Ihr verspielt euch damit alle Sympathien.

Wir wollen vor allem, dass die Wurzeln unseres Projekts verstanden werden. Wir lernen gerade super viel auf dem Weg ins Olympiastadion, nehmen uns die Kritik, die uns begegnet, dabei zu Herzen und korrigieren Fehler. Aber das ändert nichts an unserer Überzeugung, den richtigen Weg gegen die Politikverdrossenheit unserer Zeit eingeschlagen zu haben.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Ihr habt weitere Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreibt uns gerne an:

12062020olympia@gmail.com

Alle Presseanfragen an:

12062020olympiapr@gmail.com

Du willst mitmachen?

12062020olympiahelferinnen@gmail.com „

Einladung zur großen for Future Versammlung Olympiastadion

….und wie man sich bereits im Vorfeld einbringen kann…


Gerade tut sich ganz viel im Kampf gegen den Klimawandel und es tun sich viele Möglichkeitsfenster auf, die es zu nutzen gilt- deshalb gibt es heute schon wieder einen Blogbeitrag von mir – u.a. mit aktuellen Infos aus meinem Netzwerk – und einem weiteren Adventskalender , diesmal von gerechte 1komma5 , die auch die in einem früheren Blogbeitrag erwähnten Klimaplan von unten vorwärts bringen.

lg, Carla

Wie Du* vermutlich schon gehört hast, soll es am 12. Juni 2020 eine for Future Versammlung im Olympiastadion geben.

Wichtig: Damit das Ganze wirklich stattfinden kann müssen die Tickets unbedingt jetzt , d.h. noch vor Weihnachten , gekauft werden – vielleicht auch eine gute Weihnachtsgeschenkidee … !? 😉

„Diese Versammlung mit mindesten 60.000 Leuten soll der Politik weiter Druck machen.

Im Olympiastadion sollen die TeilnehmerInnen gemeinsam über Petitionen an den Bundestag abstimmen. Im Olympiastadion planen wir mit mindestens 60.000 Menschen. Weil wir die Versammlung streamen, werden auch viele Leute mit abstimmen, die nicht im Stadion sind. Mit 50.000 UnterzeichnerInnen hat eine Petition an den Bundestag die erforderliche Schwelle erreicht.

In den Monaten vor der Veranstaltung werden wir Ideen für Petitionen sammeln, darüber abstimmen und die Petitionen in Arbeitsgruppen

Mit anderen Worten: Es geht nicht nur um die Versammlung im Juni, sondern um den gesamten politischen Prozess davor, an dem Tag und danach. Jede, die und jeder, der für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit ist kann mitmachen.  Auch danach, denn eine erfolgreiche Petition ist kein Gesetz, sondern ein Beitrag in den parlamentarischen Prozess. D.h. es gilt die erfolgreichen Petitionen auch danach zu begleiten.

Der Vorteil: man ist nicht alleine, sondern wir sind stark, weil wir viele sind und die Medien berichten werden.

Damit es möglichst viel Austausch geben kann, sind am 12. Juni auch Workshops vorgesehen. Musik von tollen Bands wird es auch geben. Der Tag selber ist ein Politikfestival – mit viel Wirkung.

Das alles wird es aber nur geben, wenn bis Weihnachten 60.000 Tickets zu 30 € verkauft werden. Das ist zur Deckung Kosten von 1,8 Mio. € für Stadionmiete, Technik etc. erforderlich. Die InitiatorInnen und UnterstützerInnen verdienen daran nichts.

Also: Bitte kauf Dir schnell ein Ticket www.startnext.com/12062020
oder spende eins oder/und verschenk welche zu Weihnachten.

Hast Du keine 30 €? Kein Problem, es gibt Leute die Tickets spenden.

Scientists for Future unterstützen Olympia12062020 mit wissenschaftlicher Beratung.

Noch mehr Informationen stehen auf www.startnext.com/12062020 und https://www.instagram.com/12062020olympia/
(auf Twitter treiben sich leider viele Trolle rum… und Website is under construction)

Findest du das gut? Dann mach bitte mit.

Danke!
Das Olympia12062020 Vorbereitungsteam (u.a. Philip, Waldemar, Elisa, Nancy, Markus, Nicole.
Es werden immer mehr!)

*) wir verwenden das bei Fridays for Future und Scientists for Future übliche Du. Bitte fühlen Sie sich dadurch nicht gestört.“

#NeustartKlima-Demo bei SPD-Parteitag – morgen 16 Uhr!

Sei mit dabei morgen bei der Demo (mit Überraschung…;-) – anbei die Infos dazu aus meinem Netzwerk – gerne auch noch weiter streuen – hier gehts zum Mobivideo 🙂

Würde mich sehr freuen, wenn wir uns dort sehen!

lg, Carla

Liebe Berlin Klimaaktivist*innen,

was für ein Wochenende: hunderttausende beim Klimastreik, tausende in der Grube – und neue SPD-Vorsitzende, die das Klima-Paket noch einmal aufschnüren wollen. Wir glauben: Auf den letzten Metern des Jahres kann jetzt doch noch einmal was passieren. Und rufen zu einem letzten Kraftakt auf.

Am 6. Dezember beginnt der SPD-Parteitag in Berlin, dort entscheidet die Partei, ob sie beim Klimaschutz nachbessert – und dafür auch das Ende der GroKo in Kauf nimmt. Wir wollen alle Klimaschützer*innen in der Partei stärken und Druck auf die Delegierten machen, für Klimaschutz zu stimmen. Mit einer Demo direkt vor dem Tagungsort und einer Botschaft aus Lichtern rufen wir die SPD zum #NeustartKlima auf.

Ich weiß, nach dem 29. 11. sind wir alle erschöpft. Doch der Parteitag am Wochenende ist die einmalige Chance, auf Bundesebene doch noch einmal Bewegung in die Klimapolitik zu bringen. Wenn sich die Delegierten für mehr Klimaschutz aussprechen, ist noch einmal alles offen. Tun sie das nicht, erwarten uns zwei Jahre Stillstand beim Klimaschutz – die wir uns nicht leisten können.
Wir haben Plakate gehängt, Mailings verschickt, Anzeigen geschaltet. Doch wir brauchen auch Eure Unterstützung vor Ort! Bitte bitte helft uns, den Aufruf zur Demo am kommenden Freitag zu verbreiten!

– per Mail / WhatsApp: Bitte informiert in Euren Verteilern und ladet zur Demo ein! Alle Infos gibt es auf der Website www.campact.org/spd-demo, auf die könnt ihr einfach verlinken

– mit Flyern: Ihr habt diese Woche noch Veranstaltungen? Habt Leute, die Lust haben, Flyer in Kneipen, Bioläden und Geschäftsstellen auszulegen? Dann könnt Ihr Euch einen Stapel Flyer im Buchladen Schwarze Risse im Mehringhof (Gneisenaustraße 2) abholen.
– per Social Media: Bitte teilt die Info über die Demo über Eure sozialen Kanäle. Wir haben auch einen Mobi-Clip zur Demo, den ihr gerne teilen könnt. Ihr findet ihn hier: https://youtu.be/N_zyAKV3Hy0

Und nicht zuletzt: Seid selbst dabei! Geht mit den Fridays, den Naturfreunden, den Leuten von Changing Cities und uns auf die Straße, um der SPD zum Nikolaustag eine klare Botschaft vor die Tür zu stellen: Klima schützen statt GroKo retten!

Bei Fragen meldet Euch gerne bei mir.
Solidarische Grüße,
Katrin–

Katrin Beushausen, Campaignerin | Campact e.V. – Bewegt Politik
Artilleriestr. 6 | 27283 Verden | 04231-957491 | 0151-17986671

Campact ist eine Bürgerbewegung, mit der 2 Millionen Menschen für
progressive Politik streiten."

„600 SPD-Delegierte haben Anfang Dezember unsere Zukunft in der Hand. Sie entscheiden: Gibt es zwei weitere Jahre Stillstand beim Klimaschutz oder einen klimapolitischen Neustart? Der SPD-Parteitag wird zum Showdown für die deutsche Klimapolitik – deshalb demonstrieren wir mit Tausenden Menschen vor der Tür. Wir fordern: Klima retten oder abtreten!

Die Klimabilanz der GroKo ist verheerend. Mit ihrem mutlosen Klimapaket verfehlt die Regierung krachend ihre eigenen Klimaziele – und erst recht das 1,5-Grad-Ziel von Paris. Dabei fordern gemeinsam mit Fridays for Future seit Monaten Hunderttausende Menschen von der Politik eins: endlich wirksamen Klimaschutz! 

Den Protest tragen wir am 6. Dezember vor den SPD-Parteitag im City Cube  Berlin. Mit tausenden Menschen sorgen wir dafür, dass die SPD-Delegierten Klimaschutz ins Zentrum ihrer Halbzeitbilanz stellen – und fürs Klima statt für die GroKo stimmen.

Kommen auch Sie vor die Tore des SPD-Parteitags, während drinnen übers Klima entschieden wird!

Wann: Freitag, 6. Dezember, 16 Uhr

Wo: Auftakt am Theodor-Heuss-Platz, Abschluss am City Cube/Messe Süd

die SPD-Basis will den Neustart. Eine Mehrheit der SPD-Mitglieder hat für Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken als neue Vorsitzende gestimmt. Eine deftige Niederlage für Vizekanzler Olaf Scholz und die Große Koalition. Das linke Duo ist eine enorme Chance für den Klimaschutz: Die beiden wollen das unzureichende Klimapaket neu verhandeln – und, wenn die Union nicht mitmacht, die Regierung verlassen.[1] Eine starke Ankündigung! Aber wo genau Walter-Borjans’ und Eskens rote Linie verläuft, haben sie nicht klar gemacht. Das Duo wird in der SPD auf Widerstand stoßen: Die Wahl zum Parteivorsitz war recht knapp – und es gibt viel Kritik. Vor allem die SPD-Minister*innen wollen das Klimapaket nicht noch einmal aufschnüren, schließlich haben sie es selbst ausgehandelt.Jetzt, direkt nach der Wahl, müssen wir die neuen SPD-Vorsitzenden auf ihr Klima-Versprechen festnageln. Die Gelegenheit ist günstig: Kommenden Freitag, den 6. Dezember treffen sich 600 Delegierte zum SPD-Parteitag in Berlin – und entscheiden über die Zukunft der Großen Koalition. Wir wollen ihnen mit einer besonderen Demo klarmachen: Die Menschen erwarten von der SPD Antworten auf die Klimakrise – anstatt mal wieder nur die GroKo zu bekommen! Die SPD hat den Klima-Neustart in der Hand – aber sie hat auch schon viele Chancen vergeben. Wir werden die neuen SPD-Vorsitzenden und die Delegierten nur beeindrucken, wenn wir richtig viele Menschen werden. Deshalb bitten wir Sie: Kommen Sie am Freitag zur Demo. Damit die SPD sich für das Klima einsetzt – und nicht für die GroKo. Ort: Theodor-Heuss-Platz/ Ecke Masurenallee, Berlin (Stadtplanlink)
Zeit: Freitag, 6. Dezember, 16 Uhr
Wir haben uns zusammengetan: Gemeinsam mit Fridays for Future und den Naturfreunden Deutschland belagern wir das gesamte Wochenende über den SPD-Parteitag. Die SPD-Delegierten können uns nicht übersehen:Schon bevor der Parteitag im City Cube seine Tore öffnet, stehen dort Schüler*innen von Fridays for Future bei einer Mahnwache.Später am Tag starten Hunderte Jugendliche mit Fahrrädern am Invalidenpark. Auf ihrem Weg durch die Stadt sammeln sie weitere Schüler*innen ein.Am späten Nachmittag stößt unser Protestzug vom Theodor-Heuss-Platz dazu.Am Abend treffen wir uns alle und umzingeln den City Cube! Auf einer großen, gemeinsamen Abschlusskundgebung fordern wir: Klima schützen, statt GroKo retten.Wir haben hier eine historische Chance. Wenn wir am Freitag, den 6. Dezember den SPD-Parteitag mit vielen Tausenden Menschen belagern, können wir die SPD zur Klimawende bewegen. Und so den jahrelangen Stillstand beim Klimaschutz endlich beenden. Seien Sie dabei – kommen Sie mit vielen Freund*innen und Bekannten zur Demo in Berlin.
Herzliche Grüße
Gerald Neubauer, CampaignerPS: Neben Reden und Auftritten von Bands wird es eine 80 Meter lange Überraschung bei der Demo geben. Walter-Borjans und Esken und die Delegierten werden Augen machen! Kommen Sie mit uns vor die Tore des City Cubes und staunen Sie selbst.“

	

Neuer StayGrounded-Bericht + Sofortprogramm für Klimagerechtigkeit

Heute gibt es von mir neben einem Adventskalendertipp, wieder einige Infos aus meinem Netzwerk bezüglich Flugverkehr (u.a. Webinar morgen und weitergehenden Infos auf englisch weiter unten mit zahlreichen Möglichkeiten, diese unkompliziert weiter zu streuen…;-))
sowie Alternativvorschlägen zum „Klimapaket“ der Bundesregierung – eine Auflistung weiterer Bottom-up-Initiativen findet Ihr übrigens auch in dieser von mir auf Wechange angelegten Liste, die Ihr gerne ergänzen könnt. Ziel meiner Arbeit ist u.a., dass sich diese diversen Initiativen hoffentlich noch stärker austauschen und im besten Falle zusammen tun , um möglichst schnell noch sichtbarer und wirkungsvoller zu werden!

wünsche Euch eine schöne, stressfreie Adventszeit, lg, Carla

PS: Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch nochmal auf diese Klimabroschüre zu direkter Demokratie im Kampf gegen den Klimawandel hinweisen, die man hier kostenlos runterladen kann.

Liebe Am Boden bleiben Interessierte,
zwei aktuelle Neuigkeiten haben wir für Euch:
1. Neue Studie: Maßnahmen für eine gerechte Reduzierung des Flugverkehrs
Anlässlich des 25. Weltklimagipfels (COP 25) hat das Stay Grounded Netzwerk seinen neuen Bericht „Degrowth fo Aviation –  Reducing Air Travel in a Just Way“ veröffentlicht. Darin wird eine Reihe von politischen Maßnahmen vorgestellt, die eine Reduzierung des Luftverkehrs auf eine gerechte Art und Weise ermöglichen. – ihr findet ihn hier: https://stay-grounded.org/report-degrowth-of-aviation/
—> Hier findet Ihr unsere Pressemitteilung dazu: https://www.ambodenbleiben.de/2019/12/sg-studie-massnahmen-reduzierung-flugverkehrs/
Wir freuen uns natürlich wenn ihr uns helfen möchtet, den Bericht zu verbreiten!

Webinar: Morgen, am Donnerstag findet ein Webinar statt, in dem der Inhalt des Berichts näher vorgestellt wird. Wer sich dafür interessiert, kriegt hier mehr Infos und kann sich anmelden: https://stay-grounded.org/webinar-degrowth-of-aviation/

2. Am Boden bleiben unterstützt Sofortprogramm für Klimagerechtigkeit und eine grundlegende Umgestaltung der WirtschaftEin Bündnis aus Organisationen der Klimagerechtigkeitsbewegung hat am Mittwoch ein Forderungspapier für eine umfassende Neuausrichtung der deutschen Klimapolitik vorgelegt. Die Gruppen kritisieren das Klimapaket der Bundesregierung scharf. Stattdessen schlägt das Bündnis in einem „Sofortprogramm Klimagerechtigkeit“ erste Schritte zu einer grundlegenden Umgestaltung der Wirtschaft vor, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen zu können.
Das Bündnis schlägt daher Maßnahmen für die Sektoren Energie, Landwirtschaft, Mobilität, Wohnen, Handel und Finanzen vor, die jeweils auf starke Verminderung klimaschädlicher Prozesse, den Aufbau ökologischer Alternativen und die soziale Sicherung der menschlichen Grundbedürfnisse abzielen. Die Forderungen reichen von einem Verbot von Kurzstreckenflügen, einen weitgehender Ausstieg aus synthetischen Düngemitteln bis 2030 bis zu 100% erneuerbare Energien im Jahr 2025.
Am Boden bleiben ist eine der Erstunterzeichner*innen. Das Sofortprogramm findet ihr hier: https://www.ambodenbleiben.de/sofortprogramm-klimagerechtigkeit/

„Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme und der steigende Meeresspiegel – das ist die Währung für die Folgen des Klimawandels. Es ist hinreichend klar, was zu tun ist: raus aus der Kohle, Energie einsparen, Umbau der Mobilität, mehr Bio-Landwirtschaft…
Gemeinsam mit dem Umweltinstitut München e.V. und BürgerBegehren Klimaschutz hat Mehr Demokratie eine Broschüre ausgearbeitet für Aktionsgruppen in ganz Deutschland, für Menschen, die schon aktiv sind oder es werden wollen. Darin geben wir unter anderem eine Übersicht, was in welchem Bundesland mit der direkten Demokratie erreicht werden kann.“

ENGLISH + COMPLETE VERSION

About the Stay Grounded report „Degrowth of Aviation – Reducing Air Travel in a Just Way“.
Here’s a social media package with everything you need to help us launch the report. Thanks for helping and have fun with the report!

Look out for the latest postings on our social media channels and articles mentioning „Degrowth of Aviation“ or similar keywords and phrases – and share them! 

Facebook | Twitter | Instagram | Telegram | Mastodon | Youtube

The Media package (find it online here):The pack includes:

  • The newly released report, an overview of the chapters, briefing papers in English, Spanish and Dutch and illustrations on our website
  • Our press release in English and Spanish
  • Illustrations, tables
  • Draft texts for tweets and posts as well as images for sharing on Twitter/Mastodon, Facebook, Instagram and other social media. → We’ll be using the hashtags #DegrowAviation, #BeyondGreenwashing and, like always #StayGrounded
  • A video filmed during the conference on degrowth of aviation in July in Barcelona

Anything you can do to help share the report is much appreciated! Either on your website, via email, through your social media channels or privately!

Twitter / Mastodon:

You can just retweet one of our tweets on the Stay Grounded account.

Or use one of these sample tweets below (separated by -):

Just released: Read the new report #DegrowthOfAviation by @StayGroundedNet and learn which strategies and policies can reduce #aviation in a just way. #DegrowAviation #BeyondGreenwashing #StayGrounded👉 Get the report: http://bit.ly/DegrowAviation 

New report shows strategies to reduce #flying:

▶️ tax #aviation fairly

▶️ make excessive flyers pay

▶️ set limits on flights

▶️ moratoria on new infrastructure

▶️ foster alternatives

▶️ change institutions‘ travel policies

Learn more: http://bit.ly/DegrowAviation

#DegrowAviation

#BeyondGreenwashing: The new report #DegrowthOfAviation by @StayGrounded counters the #aviation industry’s green lies and outlines ways how to reduce the #climate impact of flying in a just way. #DegrowAviation #StayGrounded▶️ Get the report: http://bit.ly/DegrowAviation  

#Flying is the fastest way to fry the planet. Learn how to reduce aviation’s climate impact in a just way in this new report by @StayGroundedNet. #DegrowAviation #BeyondGreenwashing #StayGrounded👉 Lean more: http://bit.ly/DegrowAviation 

#CarbonNeutral #GreenGrowth of #aviation is an illusion. The only way to make flying sustainable it to reduce it: #DegrowAviation.

This new report sets out strategies and measures #BeyondGreenwashing to limit air traffic in a just way. #StayGrounded▶️ Get the report: http://bit.ly/DegrowAviation  –

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You can just share the posting on our Facebook page with a video presenting the report or use one of the sample posting texts below.

Just released: Read and download the new report „Degrowth of Aviation“ by @Stay Grounded Network and learn which strategies and policies can reduce aviation in a just way. #DegrowAviation #BeyondGreenwashing #StayGrounded

▶️ Get the report: http://bit.ly/DegrowAviation  

New report outlines strategies how to reduce the climate impact of aviation. We must:

▶️ tax #aviation fairly

▶️ make excessive flyers pay

▶️ set limits on flights

▶️ halt new aviation infrastructure

▶️ foster alternatives

▶️ change institutions‘ travel policies

▶️ and more

👉 Get the report: http://bit.ly/DegrowAviation

#DegrowAviation #BeyondGreenwashing #StayGrounded

Beyond greenwashing: The new report ‚Degrowth Of Aviation‘ by @Stay Grounded Network counters the aviation industry’s green lies about carbon neutral growth and outlines ways how we can effectively reduce the climate impact of flying in a just way. #DegrowAviation #BeyondGreenwashing #StayGrounded

👉 Learn more: http://bit.ly/DegrowAviation

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Beyond #greenwashing: The new report #DegrowthOfAviation‘ by @StayGroundedNet counters the #aviation industry’s #GreenLies about #C „

IPCC- Bericht zeigt: Klimaschutz braucht Psychologie

BLOG
Quelle: https://germanwatch.org/de/16601 , Autorin: Marie Heitfeld, Referentin – Bildung für nachhaltige Entwicklung

Möchte Euch diesen spannenden Artikel, den ich gerade eher zufällig entdeckt habe und der u.a. erklärt, wie man Menschen vom Wissen zum umweltgerechteren Leben und Agieren bringen und inspirieren kann, nicht vorenthalten. In diesem Artikel werden übrigens auch Aspekte auf gegriffen, die im hier zum freien Download vorliegenden „Handbuch zum Fördern nachhaltigen Handelns“ vertieft werden.

„Wir Menschen sind Ursache und Lösung der globalen Klimakrise zugleich. Unser Handeln verursacht die anthropogene globale Klimaerwärmung. Unsere Handlungsmöglichkeiten werden in Zukunft immer mehr von der Klimakrise mit beeinflusst und zunehmend beschränkt. Unsere Handlungsfähigkeit ist aber gleichzeitig auch der Schlüssel, mit dem wir den erforderlichen gesellschaftlichen Wandel noch vorantreiben können, um die globale Klimaerwärmung auf 1.5°C zu begrenzen.

Da der Mensch im Zentrum der Klimakrise steht, ist es relevant, Wissen über die Verknüpfung von menschlichem Denken und Handeln in individuelle, zivilgesellschaftliche und politische Prozesse einzubeziehen. Aus diesem Grund beschäftigen sich auch immer mehr Psycholog*innen mit den für die sozial-ökologische Transformation drängenden Fragen und den zugrundeliegenden psychosozialen Faktoren. Zum Beispiel:

  • Welche Faktoren hindern uns daran, uns trotz besseren Wissens im Alltag nachhaltiger zu verhalten?
  • Welche Faktoren machen Interventionen und Kampagnen wirksamer und können zu tatsächlichen Einstellungs- und Verhaltensänderungen führen?
  • Welche Faktoren können die Akzeptanz politischer Maßnahmen oder gar eines System-Wandels erhöhen?

In den Sonderbericht zu 1,5 °C globaler Klimaerwärmung[1] des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der im Oktober 2018 veröffentlicht wurde, wurden vermehrt verhaltenswissenschaftliche Antworten auf diese Fragen aufgenommen. Entscheidend dafür war die Berufung der Umweltpsychologie-Professorin Linda Steg (Rijksuniversiteit Groningen) als leitende Autorin (Lead Author) des Kapitels 4 zur „Stärkung und Umsetzung einer globalen Antwort auf die Klimakrise“ (eigene Übersetzung). Darin werden unter Punkt 4.4.3. „Lebensstil- und Verhaltensänderungen möglich machen“ praxis-relevante Forschungsergebnisse beschrieben. Basierend darauf werden in diesem Blogartikel jeweils zwei für Verhaltensänderungen relevante Faktoren auf individueller sowie auf politischer Ebene aufgegriffen und näher erläutert.

Die Selbstwirksamkeitserwartung (IPCC SR 1.5, Kapitel 4, S. 364):

“Climate change knowledge and perceptions are not strongly related to mitigation actions (Hornsey et al., 2016). Individuals more often engage in adaptation (Gebrehiwot and van der Veen, 2015; Koerth et al., 2017) and mitigation behaviour (Pisano and Lubell, 2017) when they are or feel more capable to do so.”

Unter Selbstwirksamkeitserwartung verstehen Psycholog*innen die Annahme, mit dem eigenen Handeln etwas bewirken zu können. Wenn eine Person das Wissen darüber besitzt, dass u. a. die Verbrennung von Braunkohle CO2 freisetzt und damit zur Klimaerwärmung beiträgt, aber gleichzeitig glaubt, sein*ihr individuelles Verhalten mache ohnehin keinen Unterschied, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass diese Person beispielsweise ihren Stromanbieter wechselt. Dies ist eines von vielen Beispielen, in denen Problemwissen allein nicht zu Verhaltensänderungen führt. Eine Möglichkeit, die Selbstwirksamkeitserwartung einer Person zu stärken, ist, neue Handlungsmöglichkeiten mit größerer Wirksamkeit aufzuzeigen. Im Sinne des strukturverändernden Hand Prints hieße das in diesem Fall, eine Person dazu zu ermutigen, nicht nur den eigenen Stromanbieter zu wechseln, sondern sich an ihrem Arbeitsplatz dafür einzusetzen, dass das ganze Unternehmen zu Ökostromversorgung wechselt oder dass Stromanschlüsse in ihrer Kommune standardmäßig grünen Strom erhalten und damit die bisherige Standardoption, bei der in der Regel „brauner“ Strom standardmäßig fließt, umgekehrt wird (siehe auch Seite IPCC SR 1.5, Kap. 4, Seite 365).

Der Dürresommer 2018, die Klimagerechtigkeits-Bewegung, die sich seit den Protesten rund um den Hambacher Wald immer stärker formiert sowie die anhaltenden Schulstreiks für mehr Klimaschutz „Fridays for Future“ seit Beginn des Jahres 2019 rücken die planetaren Grenzen und die absolute Dringlichkeit von Veränderungen zunehmend ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Weil in Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik das Bewusstsein über das Ausmaß der Klimakrise steigt, steigt auch der Bedarf nach strukturellen Veränderungen und größeren Lösungsmöglichkeiten, die zur wahrgenommenen Problemgröße passen. Je eher diese Passung gegeben ist (in der Psychologie wird dies als „epistemic fit“ bezeichnet, vgl. z. B. Grund, J. & Brock, A. 2019), desto eher entwickeln wir in Anbetracht der Klimakrise eine (Selbst-)Wirksamkeitserwartung und kommen in der Folge ins Handeln.

Individuelle Kosten und Nutzen abwägen (IPCC SR 15, Kapitel 4, S. 364):

“People consider various types of costs and benefits of actions (Gölz and Hahnel, 2016) and focus on consequences that have implications for the values they find most important (Dietz et al., 2013; Hahnel et al., 2015; Steg, 2016).“

Wenn eine Person eine Verhaltensentscheidung trifft, beispielswiese wie sie ihren nächsten Urlaub verbringen möchte, wird sie eine Kosten-Nutzen-Abwägung für sich vornehmen. In diese Kosten-Nutzen-Abwägung fließen neben monetären Faktoren auch persönliche Werte und soziale Normen mit ein. Persönliche umweltbezogene Werte werden beeinflusst von klimawandelbezogenem Problembewusstsein (1), dem persönlichen Verantwortungsgefühl in der Klimakrise (2) und der oben beschriebenen Selbstwirksamkeitserwartung (3). Soziale Normen sind subjektiv wahrgenommene Verhaltens-Regeln, die von Menschen in unserem Umfeld geteilt werden.

Bezogen auf das Beispiel der Urlaubsplanung könnte eine Kosten-Nutzen-Abwägung also für verschiedene Personen sehr unterschiedlich ausfallen. Für eine Person, in deren Umfeld Klimaschutz keine Rolle spielt, wird z. B. der monetäre Preis bei An- und Abreise, das Wetter am Zielort und die Ausgefallenheit des Zielorts ausschlaggebend sein. Eine andere Person wird in ihrer Kosten-Nutzen-Abwägung dagegen stark von der sozialen Norm des Klimaschutzes in ihrem Umfeld beeinflusst sein und den CO2-Austoß bei der Anreise oder eine mögliche Abwertung der eigenen Person in der Gruppe bei klimaschädlichem Reisen in ihre Entscheidung miteinbeziehen.

Mit verschiedenen – häufig monetären – Maßnahmen wird bereits versucht, Kosten-Nutzen-Abwägungen bei Entscheidungen mit Auswirkungen auf Klima und Umwelt zu beeinflussen. Damit solche Interventionen wirksam sind, sollten psychologische Erkenntnisse berücksichtigt werden. Problematisch kann es beispielsweise sein, umweltfreundliche Alltags-Produkte für eine begrenzte Zeit zu reduzieren und die Förderung dann anschließend wieder zu streichen. Denn wenn Personen sich in ihrer Kosten-Nutzen-Abwägung nur aufgrund eines reduzierten Preises entscheiden, etwas nachhaltigeres und klimafreundlicheres zu kaufen, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Ablauf des Sonderangebots wieder „rückfällig“. Der Grund: sie schreiben die umwelt- und klimafreundliche Kaufentscheidung unter diesen Umständen keiner intrinsischen Motivation und nicht den eigenen umweltfreundlichen Werten zu (siehe auch Seite IPCC SR 1.5, Kap. 4, Seite 366). Mitunter reduziert eine solche monetäre Intervention sogar die intrinsische Motivation, sich umweltfreundlich zu verhalten. Andere, nicht-monetäre, Verhaltens-Belohnungen wie z. B. soziale Anerkennung eines besonders engagierten Klimaschutz-Verhaltens wie beispielsweise durch einen Bericht in der Lokalzeitung, können dagegen auch langfristig das Verhalten eines Individuums beeinflussen, da sie persönliche Werte ansprechen (vgl. auch Hamann, K, Baumann, A. & Löschinger, D., 2016). Das Problem der Entfernung einer Belohnung (z. B. zeitweise Subventionierung) ergibt sich natürlich weniger bei einmaligen Kaufentscheidungen, wie beispielsweise dem Kauf eines Elektroautos. Auch wenn ein vorrübergehender finanzieller Anreiz, z. B. ein einmonatiges freies Busticket, jemanden ein neues Verhalten ausprobieren und Vorteile desselben erfahren lässt, kann dieser dazu führen, dass diese Person sich langfristig klimaschützender verhält (vgl. auch Fujii, S. & Kitamura, R. 2003).

Akzeptanz politischer Maßnahmen – Belohnung, Bestrafung und wahrgenommene Gerechtigkeit (IPCC SR 15, Kapitel 4, S. 369):

“Climate policy is more acceptable when costs and benefits are distributed equally, when nature and future generations are protected (Sjöberg and Drottz-Sjöberg, 2001; Schuitema et al., 2011; Drews and Van den Bergh, 2016), and when fair procedures have been followed, including participation by the public (Dietz, 2013; Bernauer et al., 2016a; Bidwell, 2016) or public society organizations (Bernauer and Gampfer, 2013).“

Die öffentliche Akzeptanz kann den Erfolg politischer Maßnahmen maßgeblich beeinflussen, überhaupt erst möglich machen, oder auch verhindern. Die Akzeptanz für (umwelt-)politische Maßnahmen oder sogar weitreichendere Systemveränderungen ist selbstredend höher, wenn Bürger*innen sich davon mehr positive als negative Folgen erwarten. In der Folge ist die Akzeptanz von Maßnahmen, die Klimaschutz „belohnen“ häufig höher, als die Akzeptanz von „Bestrafung“ von Aktivitäten, die den Klimawandel verstärken (siehe auch Seite IPCC SR 1.5, Kap. 4, Seite 367 und 368).

Des Weiteren werden klimapolitische Maßnahmen umso eher akzeptiert, je gerechter Kosten und Nutzen in der Gesellschaft verteilt sind. Ob eine klimapolitische Maßnahme als gerecht wahrgenommen wird, wird von vielen Menschen implizit auf drei Vergleichsebenen abgewogen.
Wenn beispielsweise eine CO2-Abgabe im Strom- oder Verkehrssektor eingeführt werden soll, werden viele Personen einen intrapersonellen Vergleich (1) anstellen: „Inwiefern werde ich durch die CO2-Bepreisung mehr oder weniger für meinen Strom oder Sprit bezahlen als vorher?“
Des Weiteren werden viele Menschen einen interpersonellen Vergleich (2) vornehmen: „Inwiefern werden die durch die CO2-Bepreisung entstehenden Kosten gerecht auf alle Menschen verteilt? Oder inwiefern berücksichtigt die CO2-Bepreisung, ökonomisch schwächer gestellte Menschen oder bestimmte Berufsgruppen nicht zusätzlich zu belasten?“
Auch werden einige Menschen einen intergenerationalen Vergleich (3) vornehmen und sich fragen: „Inwiefern ist eine CO2-Bepreisung gerecht, weil dadurch die Umwelt und zukünftige Generationen geschützt werden?“ (vgl. auch Steg, L., Van den Berg, A., & De Groot, J., 2012).

Soziale Normen (IPCC SR 15, Kapitel 4, S. 365):

„People engage more in climate actions when they think others expect them to do so and when others act as well (Nolan et al., 2008; Le Dang et al., 2014; Truelove et al., 2015; Rai et al., 2016), and when they experience social support (Singh et al., 2016a; Burnham and Ma, 2017; Wolske et al., 2017).”

Soziale Normen, die wie oben beschrieben unser individuelles Verhalten im Alltag beeinflussen, sollten unbedingt bei der Entwicklung von Kampagnen beachtet werden, die zum Beispiel klimafreundliches Verhalten anregen oder verstärken möchten. Denn die sozialpsychologische Forschung hat gezeigt, dass wir Menschen unser Verhalten sehr stark daran ausrichten, was wir als soziale Norm empfinden. Eine Kampagne, die Menschen in einer Stadt beispielsweise zur stärkeren Nutzung von Radwegen und öffentlichen Verkehrsmitteln anregen soll, um den Individualverkehr mit dem Auto zu reduzieren, kann also wirksamer sein, wenn sie auf die Nennung der sozialen Norm – „Mach mit beim Klimaschutz und nimm das Fahrrad!“ – zurückgreift.

In der Psychologie unterscheidet man zwischen injunktiven und deskriptiven Normen.
Injunktive Normen sind Annahmen und (implizite) Regeln darüber, was mehrheitlich in der Gesellschaft als ein „richtiges“ oder anerkanntes Verhalten gilt. Deskriptive Normen beschreiben dagegen das Verhalten, das tatsächlich mehrheitlich an den Tag gelegt wird.
Die Unterscheidung von injunktiven und deskriptiven Normen ist insofern relevant, als dass diese beiden sozialen Normen – wenn sie sich widersprechen – einen ungewünschten Effekt haben können. Im genannten Beispiel würde die Wirksamkeit der Kampagne voraussichtlich höher sein, wenn die injunktive Norm „Mach mit beim Klimaschutz und nimm das Fahrrad“ ergänzt wird mit der deskripiven Norm „– so wie 60 % der Bewohner*innen von Klimahausen!“.

Wenn in einer Stadt nun aber 70 % der Stadtbewohner*innen als Hauptfortbewegungsmittel mit dem Auto unterwegs sind, wäre es ratsam dies nicht explizit zu erwähnen und nicht zu sagen „Noch fahren 70 % der Bewohner*innen von Klimahausen mit dem Auto. Mach es anders: Mach mit beim Klimaschutz und nimm das Fahrrad!“. Der sogenannte Cross-Norm-Inhibition Effekt würde nämlich bei vielen Stadtbewohner*innen wahrscheinlich dazu führen, dass sie sich der autofahrenden Mehrheit anschließen beziehungsweise beim Autofahren bleiben und dies als legitimiert empfinden, anstatt sich nun motiviert zu fühlen, es anders zu machen (vgl. auch Keizer, K., Lindenberg S., Steg, L., 2008).

Umweltpsychologie in der Praxis nutzen

Insgesamt ist es zu begrüßen, dass wissenschaftliche Befunde aus der Psychologie im IPCC SR 1.5°C berücksichtigt wurden. Für den nächsten IPCC-Bericht wäre es wünschenswert, wenn der Einbezug verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse gerade in Bezug auf klimapolitische Maßnahmen verstärkt würde, da diese maßgeblich zur Akzeptanz und Umsetzung einer großen Transformation beitragen können. Auch eine stärkere Orientierung an sozial- und umweltpsychologischen Erkenntnissen in der Bildungsarbeit sowie in politischen Praxis können einen erfolgreichen Klimaschutz unterstützen.

Wie können diese und weitere empirische Erkenntnisse aus der sozial- und umweltpsychologischen Forschung für die Arbeit in NGOs genutzt werden? Sich über die verschiedenen psychologischen Effekte (in diesem Artikel ist nur eine kleine Auswahl beschrieben) bewusst zu sein, ist ein erster Schritt. Damit diese aber in der Anwendung – zum Beispiel bei der Entwicklung von Kampagnen – nicht vernachlässigt werden, kann es lohnenswert sein, sich explizit die Zeit zu nehmen und anhand von Checklisten (siehe beispielweise vom Wandelwerk e.V.) verschiedene Faktoren oder auch potentielle kognitive Urteilsfehler (durch die begrenzte Kapazität bei der menschlichen Informationswahrnehmung und -verarbeitung entstehende Verzerrungen und systematische Vereinfachungen, z. B. Bestätigungsfehler, Verlust-Aversion, Sunk-Cost-Fehler) durchzuarbeiten. Wie auch der IPCC Sonderbericht zu 1.5°C Grad deutlich macht, gilt dies genauso für politische wie für zivilgesellschaftliche Akteur*innen.

Für transformative Bildungsarbeit liegt es auf der Hand, dieses Wissen an Engagierte und zivilgesellschaftliche Gruppen einer sozial-ökologische Transformation weiterzugeben, damit ihr Engagement noch mehr Wirkung entfalten kann. Vor allem in Kombination mit dem Aufzeigen von strukturverändernden Handlungsoptionen, können die im IPCC SR 1.5°C genannten sowie weitere sozio-psychologische Faktoren die Wirksamkeit von Projekten vergrößern und sollten zunehmend Bestandteil einer transformativen Bildung werden.

Nicht zuletzt kann eine Auseinandersetzung mit den Faktoren, die umwelt- und klimaschützendes (Nicht-) Handeln sowie auch ein stärkeres Engagement für den Klimaschutz beeinflussen, uns auch als Individuen helfen, unsere eigene Wissens-Verhaltens-Diskrepanz zu überwinden und andere dabei zu unterstützen.

Denn für den erforderlichen gesellschaftlichen Wandel u. a. in den Sektoren Verkehr, Energie und Ernährung, der uns die Einhaltung des 1,5°C-Grad-Zieles und somit auch in Zukunft ein gutes Leben auf diesem Planeten ermöglicht, brauchen wir sowohl strukturelle Veränderungen als auch individuelle Einstellungs-, Verhaltens- und Lebensstiländerungen, die ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken.


[1] Der offizielle deutsche Titel lautet: „1,5 °C globale Erwärmung – Der IPCC-Sonderbericht über die Folgen einer globalen Erwärmung um 1,5 °C gegenüber vorindustriellem Niveau und die damit verbundenen globalen Treibhausgasemissionspfade im Zusammenhang mit einer Stärkung der weltweiten Reaktion auf die Bedrohung durch den Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Anstrengungen zur Beseitigung von Armut.“ Der Report kann hier abgerufen werden: www.ipcc.ch/sr15/


Was ist Umweltpsychologie?

Das noch recht neue Forschungs- und Anwendungsfeld beschäftigt sich mit der Interaktion von Mensch und Umwelt. Es erforscht auf der einen Seite die Wirkung von natürlicher und menschgemachter Umwelt auf den Menschen – z. B. die gesundheitsfördernde Wirkung von Grünflächen in der Stadt auf den Menschen. Noch größere Aufmerksamkeit erhält auf der anderen Seite aber die Frage nach der Wirkung des Menschen auf die Umwelt – insbesondere die Differenz zwischen Wissen über und Handeln für den Klimaschutz.

Umweltpsychologie in Forschung und Praxis:

In Deutschland gibt es aktuell mehrere Lehrstühle, die dieses Themenfeld beforschen (u. a. an den Universitäten in Landau, Dortmund und Kassel) sowie einen Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt Umweltpsychologie in Magdeburg.

Auch im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) ist mit Ellen Matthies eine Psychologin vertreten. Umweltpsychologisches Wissen für die Praxis nutzbar macht zum Beispiel der Verein Wandelwerk e.V., dessen Mitglied die Autorin Marie Heitfeld ist.“

FFF beim – Klimastreik Zum + am 29.11. unterstützen!

Nächste Woche ist es wieder soweit – die nächste große Klimademo steht an.
Lasst uns alle gemeinsam wieder ein großes Zeichen setzen und zusammen mit Fridays for Future auf die Straße gehen – damit die EntscheiderInnen u.a. auf der politischen Ebene endlich den Mut bekommen, längst überfällige Entscheidungen zum Schutz unseres Klimas und unser aller zu treffen!
Und gerne im Vorfeld noch mit mobilisieren …;-) Dazu gerne auch einfach diesen Post mit dem Demoaufruf von FFF weiter schicken…;-)
Oder – wenn’s noch schneller gehen muss – schaut auf meiner Webseite in meinen Twitteraccount und retweetet die dortigen Demoaufrufe… 😉
lg, Carla

PS: Anbei auch noch die Mobivideos von Parents for Future und auch hier solltet ihr mal wieder reinschauen… auch für die Kinofans unter Euch ein Must…;-)
Hey ,die Zeit rennt! Schon in neun [-x]Tagen, am Freitag dem 29.11, findet der Global Day of Climate Action statt. Wie im September gehen wir wieder in ganz Deutschland auf die Straße, um uns für die Einhaltung des 1,5-Grad Ziels stark zu machen. Doch diesmal gibt es neben Demos auch unzählige andere kreative Aktionen, die von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf variieren.
Jetzt Mobimaterial verbreiten
Der Termin könnte nicht besser passen: Wenige Tage danach startet die Weltklimakonferenz (COP) in Madrid – die wichtigsten Verhandlungen seit dem Pariser Klimaabkommen. Unsere Bundesregierung wird mit leeren Händen nach Spanien fliegen: Seit unserem letzten globalen Aktionstag hat sie sich noch weiter von ihren internationalen Zusagen zur Eindämmung der Klimakrise entfernt und setzt unsere Lebensgrundlagen bereitwillig aufs Spiel!Lasst uns den 29.11 deshalb so groß machen wie möglich! Erzählt euren Freund*innen vom #NeustartKlima und verbreitet Infos zum Aktionstag mit kostenlosem Mobi-Material überall.
Kostenloses Materialpaket bestellen
Am gleichen Tag, an dem wir im September 1,4 Millionen Menschen in ganz Deutschland auf die Straße bringen konnte, hat sich die Bundesregierung mit ihrem lächerlichen Klimapaket vom Kampf gegen die Klimakrise verabschiedet (nicht, dass sie jemals richtig drin waren). Doch damit nicht genug: In den vergangenen Wochen versucht Wirtschaftsminister Peter Altmaier, mit seinem Ministerium die Energiewende zusätzlich lahmzulegen. Während wir so schnell wie möglich auf 100% Erneuerbare Energien umsteigen müssen, würden seine Vorschläge dazu führen, dass der Windkraftausbau komplett zum Erliegen gebracht wird. Weil wir so das 1,5-Grad-Ziel niemals einhalten können, dürfen wir das nicht akzeptieren! Mit den aktuellen Maßnahmen streckt die Große Koalition unserer Generation und den Menschen im Globalen Süden den Mittelfinger ins Gesicht.Deswegen bist du jetzt gefragt! Nur wenn wir alle mithelfen, dass niemand in diesem Land am 29.11 vorbeikommt, kann der #NeustartKlima gelingen. Also verteile in den nächsten Tagen Flyer, hänge Plakate auf, rufe deine Freund*innen, Bekannten, Kolleg*innen und deine Familie zum Streik auf. Die Klimakrise betrifft uns alle – also müssen wir sie auch alle bekämpfen.Bestell dir dazu kostenlos Mobilisierungsmaterial in Form von Plakaten, Stickern und Flyern. Hilf uns so, alle Menschen auf die Proteste nächste Woche aufmerksam zu machen:
Kostenlos Mobimaterial bestellen
Nur gemeinsam sind wir stark – see you on the streets! Dein Jonathan Auer, Fridays for Future Mail AG PS: Nur wenn alle schon im Vorhinein mithelfen, wird der Tag wieder zum Erfolg. Es ist ganz einfach:Material bestellenFlyer und Plakate in der Schule, Uni, Arbeit oder in Läden aufhängenSticker über all verbreiten.Am 29.11. mit allen den #NeustartKlima einfordern.
Klicken und Material bestellen

+++ Flugindustrie blockieren – Klima schützen – am 9./ 10. November in Berlin +++

ausnahmsweise mal ein zweiter Blogbeitrag am heutigen Tag – auch wegen Dringlichkeit…. – mit einem Aktionsaufruf aus meinem Netzwerk – Infos zu einem Fahrradausflug von XR Berlin am 10.11. in Solidarität mit der Aktion findet Ihr in meinem Kalender 🙂

Flugindustrie blockieren – Aufruf der Pinguine zur Aktion in Berlin

Weltweit gehen Millionen von Menschen für Klimagerechtigkeit auf die Straße. Doch die Luftfahrtindustrie fliegt uns ungebremst weiter in die Klimakrise. Sie will weiteres Wachstum für die klimaschädlichste Form der Mobilität – und wird darin von der Politik massiv unterstützt.

Deshalb werden wir am Wochenende 8.-10. November in Berlin dorthin gehen, wo Fliegen das Normalste der Welt scheint. Und zeigen, dass es das nicht ist! Kommt mit uns nach Berlin und setzt ein Zeichen gegen die Profitinteressen und das Greenwashing der Luftfahrtindustrie. Entschlossen und ungehorsam werden wir die Normalität des Fliegens infrage stellen.

Die Pinguine von „Am Boden bleiben“ haben in ihrer letzten Aktion erfolgreich die Eröffnung des neuen BER-Flughafens verhindert. Doch sie wissen: zusätzlich zum Ausbaustopp für Flughäfen braucht es eine deutliche Reduktion der Flüge! Insbesondere und zuallererst in Ländern des Globalen Nordens. Fliegen ist mit Abstand die klimaschädlichste Form von Mobilität und Ausdruck einer imperialen Lebensweise, die auf Kosten anderer geht und nur wenigen Menschen weltweit zugänglich ist.

Die Flugindustrie wird durch Milliarden an Subventionen und Steuererleichterungen, wie z.B. eine fehlende Kerosinsteuer ungerecht bevorzugt. Während alle Welt über Klimaziele diskutiert, ist die Luftfahrt immer noch von den Verpflichtungen des Paris-Abkommens ausgenommen. Denn die Flugindustrie in die Schranken zu weisen, hieße das globalisierte, kapitalistische System des „Größer“ – „Schneller“- „Weiter“ infrage zu stellen. Traurig wie selbst grüne Parteien und Umweltinstitute beim Thema Fliegen die Augen verschließen. Denn „grünes Fliegen“ ist eine Illusion.

Wir fordern:

  • Ausbaustopp für jegliche Flughafeninfrastruktur und Rückbau bestehender Flughäfen
  • Abschaffung von Inlands- und Kurzstreckenflügen. Reduzierung von Mittel- und Langstreckenflügen
  • Abbau von Subventionen und Steuererleichterungen für die Flugindustrie
  • Ausbau und Förderungen von Alternativen
  • Bonusprogramme abschaffen und Vielflieger*innen besteuern
  • keine Scheinlösungen wie CO2-Kompensation und Agrartreibstoffe

Unser Protest richtet sich gegen die Flugindustrie, gegen klimaschädliche Politik und gegen die unhinterfragte Normalität des Fliegens. Außerdem sind Flughäfen Orte der Diskriminierung, Überwachung, Kontrolle und Ausgrenzung. Wir wollen Bewegungsfreiheit für alle Menschen, unabhängig davon wo sie herkommen und was für Papiere sie besitzen. Mit unserer Aktion verhindern wir keine einzelnen Flugreisen, sondern setzen ein Zeichen für eine klimafreundliche und gerechte Mobilität für alle.

DIE COOLSTEN VÖGEL BLEIBEN AM BODEN!

Ihr wollt mit dabei sein? Ihr wollt mehr Infos? Kommt zu unserem Aktionstraining und Bezugsgruppenfindung
Wann? Samstag 9.11. um 16 Uhr
Wo? New Yorck – Bethanien (Mariannenplatz 2a) (Berlin-Kreuzberg)
Du warst noch nie auf einer Aktion zivilen Ungehorsams? Du willst noch mehr darüber lernen wie eine Blockade ablaufen kann? Du suchst noch Menschen, die mit dir zusammen in Aktion gehen? Dann komm am Samstag den 9.11. um 16 Uhr ins New Yorck im Bethanien und mach mit beim Aktionstraining und der Bezugsgruppenfindung.

Aktionsplenum am Samstag
Wann? Samstag, 9.11. um 18 Uhr
Wo? Museum des Kapitalismus (Köpenickerstr. 172)
Direkt im Anschluss an das Aktionstraining findet um die Ecke im Museum des Kapitalismus das Aktionsplenum statt. Jede Bezugsgruppe sollte mindestens eine delegierte Person dort hinschicken, denn hier bekommt ihr wichtige Informationen zum Ablauf der Aktion sowie Infos zu rechtlichen Fragen.

Du willst aktuell über Neuigkeiten informiert werden?
Trete unserem Telegram-Channel bei – folge dazu dem Einladungslink.

Du hast an diesem Wochenende keine Zeit, möchtest uns aber trotzdem unterstützen, z.B. bei der Deckung unserer Kosten? Eine Aktion kostet immer ein bisschen Geld für Logistik, Mobilisierung und Material. Wir sind eine Graswurzelinitiative und kriegen kein Geld von Parteien oder Verbänden. Deshalb freuen wir uns sehr über eine Spende. Leider können wir keine Spendenbescheinigung ausstellen – ziviler Ungehorsam ist leider nicht steuerbegünstigt.

Kontodaten
Empfänger: Am Boden bleiben
IBAN: DE48 4306 0967 1120 8464 00
BIC: GENODEM1GLS
Betreff: Am Boden bleiben

Bettenbörse

Du wohnst in Berlin und kannst Menschen für die Aktion einen Schlafplatz anbieten? Das ist super, vielen Dank! Bitte schreib an adenz@posteo.de wie viele Menschen bei dir übernachten können, ob sie Schlafsack/Isomatte etc. mitbringen müssen und welchen Kontakt von dir wir weiter geben dürfen.“