Kunst

55. Kunstbiennale Venedig

Im Folgenden möchte ich  künstlerische Beiträge vorstellen, die sich bei der  55. Internationalen  Kunstbiennale in Venedig um die Themen Natur und Umwelt drehten.

Der meiner Ansicht nach wohl eindrücklichste Beitrag in dieser Hinsicht ist der von Finnland, welches 2013 unter dem Titel „Falling trees“ gleich in zwei Pavillonen auf der Kunstbiennale in Venedig vertreten war.
Auf den ersten Blick scheinen die dort ausgestellten Arbeiten die zwei Seiten einer Medaille zu zeigen: welche Rolle der Mensch im Ökosystem spielt bzw. die der Rolle,  die die Natur im  und für das Leben der Menschen spielt.
Auf der einen Seite die Arbeiten von  Terike Haapoj (*1974) im nordischen Pavillon, in der u.a. die Photosynthese von Bäumen sinnlich erfahrbar gemacht wird und auf der anderen Seite die von Antti Laitinen (*1975), in der der Künstler im finnischen  Alvar Aalto-Pavillon die Nutzung von Bäumen als Rohstoff geradezu auf die Spitze treibt.

Ausgangspunkt  für das Kuratorenkollektiv  Gruppo III (Mika Elo, Marko Karo und Harri Laakso) und Namen gebend war ein Vorfall bei der letzten Kunst-Biennale, als im Oktober 2011 ein Baum auf den, zudem selbst aus Holz bestehenden Alto-Pavillon fiel und diesen sowie die darin ausgestellten Werke so stark beschädigte, dass der finnische Ausstellungsbeitrag frühzeitig geschlossen werden musste.
Bäume spielen im Übrigen  in der Architektur des nordischen Pavillons eine grundsätzliche Rolle – so wurde dieser Bau um die, auf dem Baugelände stehenden Bäume herum gebaut, statt dass diese dem Pavillon weichen mussten – eine meiner Ansicht nach sehr ausdrucksstarke Entscheidung..

Der von Sverre Fehn 1962 transparent gestaltete  nordischen Pavillon wurde von der Künstlerin Terike Haapoj  in eine Art abgedunkeltes und nur sparsam beleuchtetes Versuchslabor  umgewandelt – mit dem Nebeneffekt, dass auch der Sauerstoffverbrauch der zahlreichen Besucher sich in der Arbeit niederschlug.
So war der CO2 Gehalt in der Luft bei jedem meiner drei Besuche so hoch, dass das entsprechende Messgerät, in das die Besucher pusten konnten, um die Bäume zum „Sprechen“ zu bringen, jeweils ausfiel….was viele der Besucher allerdings nach Aussage einer Aufsicht (und auch meiner Beobachtung nach)  nur dazu brachte, ihre Enttäuschung über die mal wieder nicht funktionierende Technik lautstark zum Ausdruck zu bringen…

Fortsetzung folgt…

 

 

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