Recht auf Reparatur/ geht Kapitalismus nachhaltig?/ Einmal ohne bitte!/ Radiotipp

Diesmal gibt es wieder einige Fundstücke – hoffe, es geht für Jeden was dabei…;-) lg, Carla

LaKunaBi’s PETITIONSTIPP

„Liebe Unterstützer*innen des Rechts auf Reparatur,
Wir haben alle schon erlebt, wie schwer es ist, Smartphones zu reparieren: fehlende Ersatzteile, hohe Preise, nicht zugängliche Bauteile… So kommt es, dass wir sie häufig ersetzen, sobald sie kaputt sind – trotz ihrer massiven ökologischen und sozialen Auswirkungen. Das muss sich ändern!
Wir haben jetzt gerade die historische Chance, dass die EU Smartphones so reguliert, dass sie leichter zu reparieren und länger nutzbar sind: Die EU entwickelt zwei zentrale Strategien, in denen sie Anforderungen für reparierbare Smartphones festlegen kann. Wir müssen jetzt sicherstellen, dass sie das auch tatsächlich tut und nicht, wie in den vergangenen Jahren, immer wieder vor den Interessen der Hersteller einknickt!
Ein paar Zahlen, um die Bedeutung des Thema klar zu machen:
– Jedes Jahr werden in Europa 200 Millionen Smartphones verkauft, das sind 6,7 pro Sekunde…
– Die durchschnittliche Lebensdauer eines Smartphones beträgt 3 Jahre
– Würden wir die Lebensdauer der Smartphones in der EU um nur 1 Jahr verlängern, könnten wir 2,1 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht 1 Million Autos weniger auf der Straße
Ein europaweites Bündnis aus Umweltschützer*innen und Technik-Fans hat die EU deshalb am Mittwoch in einem Brief aufgefordert, die Bedingungen für Smartphone-Reparaturen und Software-Updates zu verbessern.
Was du jetzt tun kannst für das Recht auf Smartphone-Reparatur und weitere Infos findest du hier.
Zeigen wir der EU, dass nicht nur Hersteller die Apple, Huawei und Samsung eine klare Haltung vertreten!
Liebe Grüße
Euer Team von Schraube locker!?

LaKunaBi’s AUDIOTIPP:

Geht Kapitalismus auch nachhaltig?

WDR 5 Tagesgespräch. 22.01.2020. 45:35 Min.. Verfügbar bis 21.01.2021. WDR 5. mit Elisabeth Voss als Studiogast – einigen von Euch vielleicht auch bekannt 🙂

„Das Weltwirtschaftsforum in Davos diskutiert in diesen Tagen über eine nachhaltige und solidarische Welt. Immer mehr Menschen bezweifeln, dass der Kapitalismus dafür das richtige Instrument ist.“

LaKunaBi’s INITIATIVENTIPP – Zerowaste/ Verpackungsfrei einkaufen

„Das Label „Einmal ohne, bitte“ hat sich die Vermeidung von Verpackungsmüll bei Einkauf und Take-Away zum Ziel gesetzt. Es werden Geschäfte und Lokale sichtbar gemacht, in denen Kund*innen Backwaren, Käse, Wurst und andere Lebensmittel ohne produkteigene Verpackung erwerben können. Im Fokus des Projekts steht ein Sticker mit dem Schriftzug „Einmal ohne, bitte“, der – an Theken und Schaufenstern angebracht – Geschäfte und Lokale kennzeichnet, in denen Waren unverpackt angeboten werden. Gerne können diese dann von Dir in Deine mitgebrachten Behältnisse gefüllt werden.

Begleitet wird der Sticker von einem Infopaket für Händler*innen und Gastronom*innen sowie von Internetangeboten für Kund*innen. So gibt es beispielsweise auf der Webseite eine hilfreiche Karte zur Übersicht über die Kooperationspartner. Außerdem erfahrt Ihr auf unseren Social-Media-Kanälen: Instagram und Facebook regelmäßig Neuigkeiten zum verpackungsfreien Einkauf. Eine Ausweitung auf weitere Kommunen ist angedacht und erwünscht.“

Nachdem bisher vor allem Städte im Süden dran waren, ist jetzt Berlin mit an der Reihe und alle können mitmachen 🙂

LaKunaBi’s RADIOTIPP

Habe von dieser Initiative übrigens in der zufällig entdeckten Sendereihe „FluxFM 5 vor 12“ erfahren, in der sich eine Stunde lang alles um Umwelt, Nachhaltigkeit und Politik dreht. Im Radio:
samstags, 11 Uhr , Wdh: sonntags, 18 Uhr; montags, 20 Uhr, ansonsten ohne Musik auch online.

“ Mit Beiträgen, Expert*innengesprächen und Umfragen geben euch die FluxFM-Umweltbauftragten Kate Kaputto und Felicitas Montag Einblicke in verschiedene Themenschwerpunkte. Außerdem gibt es im DIY der Woche praktische Tipps, wie ihr euren Alltag umweltfreundlicher gestalten könnt. Jede Woche werdet ihr zudem mit Good News in Sachen Umweltschutz versorgt. Die Sendungen wird es nach Ausstrahlung an dieser Stelle zum Nachhören geben.“

Und gestern beim monatlichen (empfehlenswerten) Ko-Markt im Haus der Statistik entdeckt: den Fair Apps-Market – für mehr Freiheit und Nachhaltigkeit auch im Digitalen! 🙂
Gerne auch für andere Veranstaltungen weiter empfehlen…;-)